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Sailor Moon Sailor Stars (Staffel 5.2)

Bewertung: 0 / 5

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Genre:Fantasy / Comedy
Serie: Staffel 5.2
Titel: Sailor Moon Sailor Stars
Originaltitel: Sailor Moon Sailor Stars
Regie: Junichi Sato; Kunihiko Ikuhara
Format und Sprache: PAL, 4:3, Region 2, Deutsch (Dolby Digital 2.0), Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Daten: KAZÉ (September 2015), circa 425 Minuten, UVP 64,95 EUR, FSK 12, EAN: 7630017501134

Eine Rezension von Judith Madera (Weitere Rezensionen von Judith Madera findet ihr hier auf fictionfantasy oder auf ihrer Website www.literatopia.de)

Obwohl Mamoru schon einige Zeit in Amerika ist, hat Bunny immer noch keinen Brief von ihm bekommen. Ihren Freundinnen erzählt sie nichts davon. Einzig Seiya von den Three Lights weiß, dass ihr geliebter Freund ihr nicht antwortet. Inzwischen hat sich zwischen Bunny und Seiya eine enge Freundschaft entwickelt, auch wenn sie seine Avancen nach wie vor abschmettert. Seiya, der in Wirklichkeit Sailor Star Fighter ist, will Bunny endlich die Wahrheit sagen, doch bevor er die Chance dazu bekommt, fliegen die Identitäten der Starlights und des Sailorteams auf. Zwischen ihnen entbrennt ein Streit, der Bunny und Seiya auseinander zu reißen droht. Sailor Moon erkennt dabei früh, dass sie nur eine Chance gegen einen mächtigen Gegner wie Galaxia haben, wenn sie zusammenhalten …

Das Finale der Serie könnte kaum dramatischer ausfallen. Alle bisherigen Gegner erscheinen schwach gegen Galaxia, die alle Sternenkristalle der Galaxie sammeln will – und damit die Sailorkriegerinnen vernichten. Währenddessen verschärfen sich die Konflikte zwischen den Starlights und den Kriegerinnen der Erde. Vor allem Uranus und Neptun trauen den „Eindringlingen“ aus einem anderen Sonnensystem nicht und wollen Bunny den Umgang mit Seiya verbieten. Gleichzeitig wollen Taiki und Yaten nichts mit dem Kampf um die Erde zu tun haben. Selbst als ihre Prinzessin erscheint, weigern sie sich zunächst, mit Sailor Moon zusammenzuarbeiten.

sailormoon102Die angedeutete Liebesgeschichte zwischen Bunny und Seiya ist inzwischen eine tragische einseitige Liebe geworden: Selbst nachdem Seiya weiß, dass Bunny Sailor Moon ist, kann er sich nicht von ihr lösen. Seine Faszination für ihre warme Ausstrahlung hat sich längst in Liebe verwandelt. Bunny fühlt sich ebenfalls zu ihm hingezogen, doch für sie ist es nur eine tiefe Freundschaft, auch wenn man als Zuschauer manchmal das Gefühl hat, dass da doch mehr ist. Aber natürlich liebt Bunny ihren Mamoru weiterhin über alles – alles andere würde die vorangegangen Staffeln (insbesondere im Hinblick auf die Zukunft in Crystal Tokyo) sinnlos machen. Trotzdem passt Seiya von seiner Persönlichkeit her viel besser zu Bunny als der eher kühle und distanzierte Mamoru. Im Vergleich zum Manga, wo die Liebesgeschichte zwischen Bunny und Mamoru stets präsent ist, ging sie im Anime zunehmend unter.

Nach fünf Staffeln ein Mamoru ein sehr blasser Charakter geworden, dem Bunnys überdrehte und manchmal kindische Art unangenehm ist. Zudem war es eigentlich immer Bunny, die um Mamorus Liebe gekämpft hat. Mit Seiya mischt nun ein sehr charismatischer Charakter mit, der sich von Anfang an sehr um Bunny bemüht und sie bis zum bitteren Endkampf beschützt. Während Mamoru seine Gefühle selten zeigte, kann man Seiyas verzweifelte Liebe intensiv spüren. Naoko Takeuchi hat seinen Charakter als eine Mischung aus Mamoru und Haruka beschrieben, was durchaus zutrifft. Denn Seiya ist einerseits offen und draufgängerisch, andererseits aber auch sehr sanft und rücksichtsvoll im Umgang mit Bunny.

Während Seiyas Persönlichkeit im Anime sehr gut herausgearbeitet wurde (wesentlich besser als im Manga, wo für die Starlights kein Raum zur Entfaltung bleibt), müssen Taiki und Yaten etwas zurückstehen. Dennoch kann man die Handlungsweisen beider Charakter gut nachvollziehen. Taiki ist sehr pflichtbewusst, während Yaten oftmals genervt und ablehnend reagiert, um seine Gefühle zu überspielen. Die Three Lights verleihen dieser Staffel ihren besonderen Charme, vor allem durch ihre Musik. Die Lieder wurden dabei teilweise ins Deutsche übersetzt, wie beispielsweise der erste Part von „Nagareboshi He“ (Search for your love) – die japanische Originalversion dieses romantischen Liedes ist übrigens damals auf der „Sailor Moon“ Compilation „Heartbeats“ erschienen.

Während die Übersetzung der Songtexte insgesamt gut gelungen ist, wurde in der Synchronisation manches zu stark verändert, sodass ein anderer Sinn entsteht. Dabei wurde beispielsweise auch die Liebesgeschichte zwischen Bunny und Seiya künstlich abgeschwächt (in einer Szene sagt er eigentlich „Bin ich nicht gut genug?“ – im Deutschen fragt er stattdessen „Vielleicht kann ich dir ja helfen?“). Die Beziehung zwischen Haruka und Michiru dagegen ist als Liebesbeziehung zu erkennen, deutlicher noch als in der dritten Staffel. Ihre gleichgeschlechtliche Liebe wird nicht groß thematisiert, sondern als natürlich dargestellt. Damit war „Sailor Moon“ bereits damals ein Musterbeispiel an Toleranz und Offenheit.

sailormoon103In der zweiten Hälfte der fünften Staffel bauen die einzelnen Episoden zunehmend aufeinander auf, sodass man sich – wenn es die Zeit erlaubt – die zehnte DVD-Box in einem Rutsch anschauen möchte. Der Endkampf unterscheidet sich deutlich von der Mangavorlage und bringt auch nicht alle dort auftretenden Sailorkriegerinnen ein, aber für den Anime ist das Ende alles in allem gut gelungen. Eine dramatische Szene jagt die nächste. Einzig Sailor Moon bleibt dabei zu lange passiv, man hätte sie sich etwas kämpferischer gewünscht. In der letzten Episode ist sie zudem nackt zu sehen, was für den (westlichen) Zuschauer keinen Sinn macht und sehr seltsam wirkt – vielleicht wollte man so verdeutlichen, dass sie „unbewaffnet“ und nur mit der Kraft ihrer Liebe die Welt rettet.

Zur letzten DVD-Box gibt es das lang erwartete Stickeralbum, wo sich die bereits gesammelten Sticker einkleben lassen. Die Seiten sind schön gestaltet, doch die Informationen fallen sehr knapp aus und sind dadurch teilweise fehlerhaft. Für einen echten Fan ist das Stickeralbum zwar ein nettes Sammelitem, besitzt aber keinen Mehrwert. Wenn man nun alle zehn Boxen nebeneinander stehen hat, passen sie wunderbar zusammen. Die Preisempfehlung von KAZÉ ist weiterhin relativ hoch, doch im Handel sind die einzelnen Volumes für durchschnittlich 10-15 Euro weniger zu bekommen. Zudem darf man nicht vergessen, dass man mit jeder Volume ungefähr 30 Episoden erhält – insofern ist der Preis relativ, vor allem im Animesegment, das leider allgemein hohe Preise hat.


Fazit

Sailor Moon Sailor Stars begeistert mit einem dramatischen und emotional aufwühlenden Finale, das zwar ein wenig seltsam anmutet, insgesamt jedoch sehr stimmig ist. Was die fünfte Staffel vor allem auszeichnet, ist die tragische, einseitige Liebe von Seiya, der Bunny bis zum Ende stets beschützt. Die Konflikte zwischen den Sailorkriegern bringen wahnsinnig viel Spannung in die letzten Episoden, die besser herausgearbeitet wurden als der unübersichtliche Endkampf in der Mangavorlage.

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