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Sailor Moon R (Staffel 2.1)

Bewertung: 0 / 5

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Genre: Fantasy / Comedy
Serie: Staffel 1.2
Titel: Sailor Moon
Originaltitel: Sailor Moon
Regie: Junichi Sato; Kunihiko Ikuhara
Format und Sprache: PAL, 4:3, Region 2, Deutsch (Dolby Digital 2.0), Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Daten: KAZÉ (April 2014), circa 550 Minuten, UVP 64,95 EUR, FSK 12, EAN: 7630017501066

Eine Rezension von Judith Gor (Weitere Rezensionen von Judith Gor findet ihr hier auf fictionfantasy oder auf ihrer Website www.literatopia.de)

Nach dem finalen Kampf gegen das Königreich des Dunkeln führen Bunny und ihre Freundinnen endlich ein normales Leben – allerdings können sich die Sailor Kriegerinnen an nichts erinnern, nicht einmal an ihre innige Freundschaft. Einzig die Katzen Luna und Artemis wissen, was geschehen ist, doch sie geben sich den Mädchen nicht zu erkennen, um ihnen ein friedliches Leben zu ermöglichen. Leider währt dieser Frieden nicht lange: Neue Gegner tauchen auf und zwingen Luna dazu, Bunny als Sailorkriegerin zu erwecken. Zunächst stellt sie sich allein den Außerirdischen Anne und Ail, die den Menschen ihre Energie stehlen. Doch bald schon braucht Sailor Moon die Unterstützung der anderen. Dabei ahnen die Kriegerinnen nicht, dass ihre Feinde – als Menschen getarnt - zu ihren neuen Freunden zählen …

Die Geschichte um die Außerirdischen Anne und Ail ist ein Intermezzo, das in der Mangavorlage nicht vorkommt, sich aber im Anime durchaus gut macht. Nach gerade einmal 13 Folgen geht es dann mit der Adaption der Originalgeschichte weiter: Bunny und Mamoru sind endlich ein Paar und verbringen einen romantischen Tag zusammen, als ein Kind mit rosa Haaren vom Himmel fällt. Sie hat die gleiche Frisur wie Bunny und behauptet, ebenfalls so zu heißen. Als sie nach dem heiligen Silberkristall verlangt, hört der Spaß auf – doch die kleine Bunny, die fortan Chibiusa („kleine Usagi“) genannt wird, nistet sich bei Bunnys Familie ein. Zudem tauchen neue dunkle Mächte auf: Die Abgesandten der Familie des schwarzen Mondes – Rubeus und die vier Schwestern des Bösen. Sie wollen die Entstehung der zukünftigen Stadt Kristall Tokyo verhindern und die kleine Chibiusa in ihre Gewalt bringen …

Gleich zu Beginn der zweiten Staffel fällt auf, dass Sailor Moon eine neue Synchronstimme hat, die sich weniger schrill als in der ersten Staffel anhört. Dadurch wirkt Bunny weniger nervig, zudem weint sie nicht mehr so oft wie in der ersten Staffel. Doch sie bleibt ein Teenager, der zwar inzwischen mit Herz und Seele gegen die Bösen antritt, aber sich nichts sehnlicher als ein ganz normales Leben und die ganz große Liebe wünscht. Zusätzlich leidet sie darunter, dass Mamoru sich zuerst nicht an sie erinnert und danach, nach einer kurzen glücklichen Zeit, sich von ihr trennt. Sailor Moon R hält also vor allem Herzschmerz parat, aber auch interessante neue Gegner (und neue Waffen für die Sailorkriegerinnen).

Anne und Ail wollen jedoch nicht wirklich böse wirken: Sie sind zwei einsame junge Außerirdische, die auf der Suche nach einer neuen Heimat die Erde entdeckt haben. Um zu überleben, benötigen sie die Energie des Baums der dunklen Macht. Und um diesem wiederum Energie zuzuführen, müssen sie sie von den Menschen stehlen. Insbesondere zum Ende dieses Intermezzos wird deutlich, dass Anne und Ail eigentlich keine bösen Absichten haben. Mit Hilfe der Sailorkriegerinnen erkennen sie erstmals, was Freundschaft und Liebe ist. Dass Ail dabei ausgerechnet für Bunny und Anne für Mamoru schwärmt, macht die Geschichte ziemlich kompliziert.

Bei der Familie des schwarzen Mondes handelt es sich dagegen erst einmal um klassische Gegenspieler, die die Welt in ihre Dunkelheit stürzen wollen. Selbst untereinander herrscht Streit, jede der vier Schwestern des Bösen will die Schönste und Beste sein. Rubeus, ihr Anführer, handelt dabei nicht selbst, er gibt lediglich Befehle und spricht mit einem ominösen Verhüllten. Dass sie Chibiusa unbedingt in ihre Hände bekommen wollen, beweist den Sailorkriegerinnen, dass das Mädchen nichts Böses will und Schutz braucht. Einzig Bunny bleibt Chibiusa gegenüber skeptisch, vor allem aus Eifersucht. Über die Hintergründe der Geschichte erfährt man bisher wenig, allerdings kommt dieser Part auch erst im zweiten Teil von Sailor Moon R richtig in Fahrt.

Wie bereits erwähnt, freut man sich über die neue Synchronstimme von Bunny. Auch Mamoru hat einen neuen Synchronsprecher bekommen, wobei man bei ihm den Unterschied nicht so deutlich bemerkt. Auch das Bild hat sich verändert und wirkt insgesamt heller. Die viel zitierten Unterschiede zwischen der deutschen und japanischen Version sind dabei weniger deutlich als bei der ersten Staffel. Leider ist die Bildqualität insgesamt schlechter geworden: In nahezu jeder Folge sieht man über mehr oder weniger lange Zeiträume ein leicht verpixeltes Bild. Irgendwie sah das in der ersten Staffel deutlich besser aus, auch wenn nach wie vor der RTL2-Master aus den 90ern verwendet wird.

Als Bonus gibt es wie bei den Vorgängerboxen vier Sticker und ein Booklet, bei dem KAZÉ leider ein böser Patzer unterlaufen ist: Die Beschreibungstexte der einzelnen Folgen sind die gleichen wie bei der letzten DVD-Box. Da hat es jemand verpennt, die Texte anzupassen. Allerdings hat KAZÉ recht schnell reagiert und das Booklet korrigiert. Wer die DVD gleich nach Veröffentlichung gekauft hat, kann bei KAZÉ das fehlerhafte Booklet umtauschen!   

Fazit

Sailor Moon R beginnt mit einem interessanten Intermezzo, in dem die zwei Außerirdischen Anne und Ail das Sailor-Team aufmischen. Danach tritt die aus dem Manga bekannte Familie des schwarzen Mondes auf, ebenso wie die kleine Chibiusa, die nach dem heiligen Silberkristall verlangt. Bunny wirkt nun insgesamt etwas erwachsener, was sie auch ihrer neuen und angenehmeren Synchronstimme verdankt, und die Sailorkriegerinnen wachsen stärker zusammen. Ein toller Start der zweiten Staffel, der leider mehr optische Makel aufweist als die Vorgängerboxen. 7 von 10 Punkten.

Rezension zu Sailor Moon (Staffel 1.1)

Rezension zu Sailor Moon (Staffel 1.2)

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