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Sailor Moon S (Staffel 3.2)

Bewertung: 5 / 5

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Genre: Fantasy / Comedy
Serie: Staffel 3.2
Titel: Sailor Moon
Originaltitel: Sailor Moon
Regie: Junichi Sato; Kunihiko Ikuhara
Format und Sprache: PAL, 4:3, Region 2, Deutsch (Dolby Digital 2.0), Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Daten: KAZÉ (November 2014), circa 475 Minuten, UVP 64,95 EUR, FSK 12, EAN: 7630017501097

Eine Rezension von Judith Gor (Weitere Rezensionen von Judith Gor findet ihr hier auf fictionfantasy oder auf ihrer Website www.literatopia.de)

Die drei Talismane wurden gefunden und Sailor Moon erhält den Heiligen Gral. Mit seiner Hilfe kann sie sich in Super Sailor Moon verwandeln und neue Kräfte nutzen. Währenddessen wird Eugeal von ihren Kolleginnen verspottet. Als sie auch noch den Heiligen Gral an Sailor Moon verliert, wird sie von der Hexe Mimet ausgeschaltet. Letztere übernimmt nun die Aufgabe, reine Herzen für den Messias der Stille zu finden. Auch wenn der Heilige Gral noch nicht in den Händen der Death Busters ist, so sehen sie sich selbst im Vorteil. Immerhin haben sie ihren dunklen Messias bereits gefunden. Sobald dieser vollständig erwacht, wird die Welt untergehen …

Sailor Uranus und Sailor Neptun haben ebenfalls eine neue Aufgabe: Gemeinsam mit Sailor Pluto machen sie sich auf die Suche nach dem heiligen Messias, der die Welt vor der drohenden Stille retten kann. Vor langer Zeit schützten die drei Kriegerinnen schon einmal das Sonnensystem vor Feinden und nun sehen sie es als ihre persönliche Verantwortung, dass die Death Busters sich auf der Erde festsetzen konnten. Dabei wollen sie nicht mit Bunny und ihrem Team zusammenarbeiten, da sie die Kriegerinnen der inneren Planeten als zu schwach erachten. Uranus und Neptun verhalten sich Sailor Moon und den anderen gegenüber abweisend, doch man spürt, dass sie sie eigentlich nur schützen wollen.  Dennoch ist es schade, dass damit die Freundschaft des Sailor-Teams mit Haruka und Michiru auf Eis liegt, auch wenn es zwischen den beiden einige berührende Szenen gibt.  

Trotz der angespannten Situation findet Chibiusa eine neue Freundin: In einem Park begegnet sie der schwarz gekleideten Hotaru, die unter einer mysteriösen Krankheit leidet. Sie erleidet häufig Schwächeanfälle und kann sich manchmal nicht erinnern, was sie getan hat. Chibiusa ist das egal, sie mag Hotaru sofort und will ihr helfen. Zusammen mit Bunny und Mamoru unternehmen sie Ausflüge, um Hotaru auf andere Gedanken zu bringen. Das schwache Mädchen blüht regelrecht auf. Uranus, Neptun und Pluto misstrauen  jedoch der Freundschaft, denn Hotaru verfügt über seltsame Kräfte – und sie ist die Tochter von Doktor Tomoe, der im Verdacht steht, ein Mitglied der Death Busters zu sein. Als Zuschauer ist man ebenso wie Chibiusa von Hotarus gutem Herzen überzeugt, selbst als sich der Verdacht gegen sie erhärtet.

Mimet entpuppt sich relativ schnell als schusseliges Fangirl: Ihre Opfer sind stets berühmte und attraktive Männer wie Schauspieler und Sänger, denen sie wie eine Stalkerin nachstellt. Der geheimnisvolle Doktor der Death Busters bemerkt ihre Nachlässigkeit und sucht bald selbst die Zielpersonen aus, was Mimet allerdings gar nicht gefällt.  Schließlich wird auch sie von einer anderen Hexe eliminiert. Bis zum Ende der Staffel treten drei weitere Hexen auf, die jeweils in nur einer einzigen Folge richtig in Aktion treten. Es handelt sich um dieselben Hexen wie im Manga, mit dem Unterschied, dass Eugeal und Mimet für den Zuschauer greifbarer sind, da sie über mehrere Folgen auftreten und man ihre Entwicklung verfolgen kann. Die anderen drei hingegen scheinen nur der Vollständigkeit halber im Anime aufzutreten.

In den letzten Folgen scheint die Bedrohung so nah wie noch niemals zuvor in Sailor Moon und man erlebt ein packendes Finale mit vielen Schreckmomenten. Das Sailor-Team muss herbe Rückschläge verkraften und bald scheint alles verloren. Wie man sich denken kann, stellt sich Sailor Moon selbst dann, als alles aussichtlos ist, dem Feind entgegen. Auch wenn Sailor Moon S insgesamt die düsterste Staffel ist, was sich auch im melancholischen Soundtrack spiegelt, stehen auch hier Liebe und Freundschaft im Vordergrund. Der Anime transportiert durchweg positiv Werte und zeigt der jungen Zielgruppe, wie wichtig es ist, für andere einzustehen und dass jeder eine Chance verdient hat. Natürlich gibt es dazu eine gute Portion Kitsch und Zuckerguss, aber das macht „Sailor Moon“ nun einmal aus: Bedingungslose Liebe und Freundschaft.

Auf dem Cover der zweiten DVD-Box von Sailor Moon S ist Sailor Pluto zu sehen und die Farbwahl passt gut zur Stimmung der Staffel. Die Bildqualität schwankte zuvor stark, bei diesen fünf Discs ist sie jedoch konstant okay. Es fällt auf, dass die Hintergründe in der dritten Staffel konkreter und farbenfroher als zuvor sind, auch wenn manches noch skizzenhaft wirkt. Das neue Outfit von Super Sailor Moon sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus, vor allem da sich die Kostüme der anderen Kriegerinnen – anders als im Manga – nicht anpassen. Zu der stabilen Box gibt es wieder ein Booklet mit Episodenguide und Infos zu den neuen Charakteren und Waffen, sowie vier Sammelsticker.

Fazit

Sailor Moon S wartet mit einem finsteren und extrem spannenden Finale auf. Diverse Schockmomente sorgen für Phasen der Hoffnungslosigkeit, doch Sailor Moon hält an ihren Werten fest und glaubt daran, dass Liebe und Freundschaft die Welt retten können. Die Kriegerinnen der äußeren Planeten verleihen dieser Staffel ihren ganz besonderen Charme und sie wird zurecht von viele Fans als eine der besten des Animes bezeichnet. 9 von 10 Punkten. 

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