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Sailor Moon S (Staffel 3.1)

Bewertung: 4 / 5

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Genre: Fantasy / Comedy
Serie: Staffel 3.1
Titel: Sailor Moon
Originaltitel: Sailor Moon
Regie: Junichi Sato; Kunihiko Ikuhara
Format und Sprache: PAL, 4:3, Region 2, Deutsch (Dolby Digital 2.0), Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Daten: KAZÉ (September 2014), circa 475 Minuten, UVP 64,95 EUR, FSK 12, EAN: 7630017501080

Eine Rezension von Judith Gor (Weitere Rezensionen von Judith Gor findet ihr hier auf fictionfantasy oder auf ihrer Website www.literatopia.de)

Die Bedrohung durch die Familie des Schwarzen Mondes ist abgewendet und die Sailorkriegerinnen können sich endlich auf die Schule konzentrieren, was vor allem Bunny „freut“. Während alles friedlich erscheint, leidet Rei jedoch unter schrecklichen Visionen, in denen sie die anderen sterben sieht. Dass ein neuer Feind aufgetaucht ist, bestätigt sich leider schnell: Rei wird von einem Dämon angegriffen und dieser stiehlt ihr reines Herz! Sailor Moon und die anderen wollen eingreifen, doch Bunnys Mondstab wirkt nicht und dann wird auch noch ihre Brosche zerstört. Diese Gegner sind viel stärker als alle, mit denen sie es bisher zu tun hatten. Zudem mischen sich zwei neue Kriegerinnen ein, Sailor Uranus und Sailor Neptun, die sich jedoch nicht Sailor Moon anschließen, sondern ebenso wie der Feind auf der Suche nach einem Talisman in einem reinen Herzen sind …

Sailor Moon S wird oftmals als die düsterste aller Sailor Moon Staffeln bezeichnet und das zu Recht: Der Feind will nicht einfach die Herrschaft an sich reißen, sondern den ganzen Planeten und alles Leben vernichten. Zudem schürt die anfängliche Feindschaft zwischen den Sailorkriegerinnen der inneren Planeten und Sailor Uranus und Sailor Neptun ein beklemmendes Klima. Während letztere durchaus bereit sind, Menschenleben zu opfern, um die Welt zu retten, will Sailor Moon kein einziges Opfer in Kauf nehmen, was wiederum zu Kämpfen um die gestohlenen Herzkristalle führt.  Da die Suche nach dem Talisman jedoch erfolglos bleibt, bekommen vorerst alle Opfer die Kristalle ihrer reinen Herzen zurück, auch Sailor Moon und die anderen.

Was Sailor Moon S besonders reizvoll macht, ist das Auftreten von Sailor Uranus und Sailor Neptun, hinter denen sich die oftmals für einen Jungen gehaltene Haruka und die bezaubernde Michiru verbergen. Jenseits der Kämpfe freunden sie sich mit Bunny und den anderen an, natürlich ohne zu wissen, wer sie wirklich sind (ein obligatorisches Element in Sailor Moon). Und auch Bunny begreift nicht, wer Haruka und Michiru wirklich sind, obwohl sie oftmals eine leise Ahnung hat. Schön an der deutschen Version ist, dass Haruka und Michiru durchaus als Paar wahrgenommen werden können, auch wenn das natürlich nicht offensichtlich rübergebracht wird. In der amerikanischen Fassung wurden die beiden damals einfach zur Cousinen degradiert und die besondere Beziehung der beiden Kriegerinnen vernachlässigt.

Zum Ende der ersten Hälfte der dritten Staffel hin mischt auch Chibiusa wieder mit und tritt nun erstmals als Sailor Chibimoon auf – allerdings sind ihre Kräfte nur schwach ausgebildet. Sie wurde von ihrer Mutter, der zukünftigen Königin Serenity, in die Vergangenheit geschickt, um Erfahrungen zu sammeln und Freunde zu finden. Denn letzteres ist für sie aufgrund ihres Status als Prinzessin schwierig. In Bunnys Zeit hingegen kann sie sich frei bewegen. Natürlich gehen auch die Streitereien mit Bunny weiter, was bereits in der zweiten Staffel mitunter nervtötend war. Eigentlich macht Bunny inzwischen einen deutlich erwachseneren Eindruck, doch sobald Chibiusa bei ihr ist, benimmt sie sich wieder wie ein zickiges Kind, was man vor allem nach dem Lesen des Manga kaum ertragen kann. Denn dort wird von Sailor Moon ein gänzlich anderes Bild gezeichnet.

Die kleinen Gegner bestehen dieses Mal aus Dämonen, die sich in Gegenständen einnisten und eine an diese angelehnte Form und Fähigkeit entwickeln. Die Dämonen werden vom einem verrückten Wissenschaftler erschaffen, dessen Gesicht man nicht erkennt. Ihm zur Seite stehen zunächst seine Laborpartnerin Kaorinite und später die Hexe Eugeal, die beide für das Versagen der Dämonen büßen müssen. Wer die Gegner, die sich Death Busters nennen, wirklich sind, bleibt in der ersten Hälfte der dritten Staffel im Dunkeln, man erfährt nur häppchenweise mehr über sie. Auch hier fallen Unterschiede zum Manga auf, denn dort war Kaorinite eine Hohepriesterin, die von den Hexen verehrt wurde, und im Anime wird sie von ihnen verachtet und belächelt.

Die Bildqualität der Sailor Moon DVDs wurde schon oftmals bemängelt und leider kann man diesen Punkt auch dieses Mal nicht auslassen: Einzelne Folgen sehen so körnig und pixelig aus, dass man als Zuschauer das Grauen bekommt. Andere Folgen machen einen relativ guten Eindruck, zumindest wenn man das Alter der Serie berücksichtigt. Die Qualität scheint von Disk zu Disk zu schwanken. Grundsätzlich kann man von einer 90er-Jahre-Serie nicht erwarten, dass sie auf einem großen Flatscreen eine sehr gute Figur macht, aber dass sich die Qualität sichtlich verschlechtert, ist ernüchternd.  

Fazit

Sailor Moon S wartet mit neuen, unglaublich charismatischen Kriegerinnen und finsteren Gegnern auf, die Sailor Moon und ihr Team auf eine harte Probe stellen. Können sie gegen einen solch mächtigen Feind bestehen, ohne Opfer zu bringen? Atmosphärisch und inhaltlich (neben Sailor Stars) die beste Staffel, die die Animeadaption zu bieten hat. Aufgrund der schlechten Bildqualität jedoch nur 8 von 10 Punkten. 

Rezension zu Sailor Moon (Staffel 1.1)

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