Text Size

Sailor Moon R (Staffel 2.2)

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Genre: Fantasy / Comedy
Serie: Staffel 2.2
Titel: Sailor Moon
Originaltitel: Sailor Moon
Regie: Junichi Sato; Kunihiko Ikuhara
Format und Sprache: PAL, 4:3, Region 2, Deutsch (Dolby Digital 2.0), Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Daten: KAZÉ (Juni 2014), circa 525 Minuten, UVP 64,95 EUR, FSK 12, EAN: 7630017501073

Eine Rezension von Judith Gor (Weitere Rezensionen von Judith Gor findet ihr hier auf fictionfantasy oder auf ihrer Website www.literatopia.de)

Die kleine Chibiusa hält die Sailorkriegerinnen ordentlich auf Trab: Nicht nur, dass das freche Mädchen Bunny das Leben zur Hölle macht, sie schmeißt sich auch noch an ihren Mamoru ran und rennt immer wieder in die Arme des Feindes. Bisher hat sich Chibiusa über den Grund, warum die Familie des schwarzen Mondes sie jagt, ausgeschwiegen, doch nun vertraut sie sich endlich Sailor Moon und ihren Freunden an. Der Feind hat in der Zukunft Crystal Tokyo angegriffen und fast komplett zerstört. Einzig der Kristallpalast steht noch, in dem Chibiusas Mama schläft. Sailor Moon erfährt zudem den Grund dafür, dass Mamoru nichts mehr mit ihr zu tun haben will: Wenn sie zusammenbleiben, soll ihr etwas Schreckliches passieren. Mamoru will deshalb die Trennung, doch Bunny gibt ihn nicht auf. Als sie zusammen in die Zukunft reisen, um Chibiusas Mama zu retten, stellt sich (für die Fans weniger) überraschend heraus, dass die kleine Lady die Tochter von Neokönigin Serenity und König Endymion ist …

Nicht nur die Reise in die Zukunft, die stimmungsvoll inszeniert ist und Abwechslung in den Alltag aus Kämpfen gegen kleinere Gegner bringt, sondern vor allem der Auftritt der „Black Lady“ machen das Ende der zweiten Staffel zu etwas Besonderem. Als Chibiusa sieht, dass auch der Silberkristall ihre Mama nicht retten kann, fällt sie dem Feind in die Hände und wird einer Gehirnwäsche unterzogen. Der Erleuchtete schürt ihre Ängste, ganz allein und verlassen zu sein, und so stellt sich Chibiusa alias Black Lady den Sailorkriegerinnen entgegen. Weil niemand sie liebt, will sie die Erde und all ihre Bewohner vernichten. Gleichzeitig kommt die Familie des Schwarzen Mondes dahinter, dass sie vom Erleuchteten betrogen wurde.

Dadurch, dass die zweite Staffel aus zwei Geschichten besteht, erscheint sie dem Zuschauer sehr dicht und bietet reichlich Abwechslung. Zwar gibt es weiterhin Folgen, die kleine Gegner auftreten lassen und die Geschichte dabei kaum voranbringen, doch der Großteil der Episoden konzentriert sich darauf, die Story kontinuierlich weiter zu entwickeln. Spannend ist zudem, dass nicht alle Feinde vernichtet werden, sondern teilweise auch die Seiten wechseln und Sailor Moon und den anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen. So wird das altbewährte Schema durchbrochen und die Grenzen zwischen Gut und Böse verwischt. Denn die Familie des Schwarzen Mondes handelt nicht aus reiner Bösartigkeit, sondern wird vom Erleuchteten manipuliert. Aus Rache wollen sie die Erde zerstören, dabei sehnen sich gerade danach, zusammen mit den anderen Menschen dort zu leben.

Beachtlich ist in der zweiten Staffel die Entwicklung von Bunny alias Sailor Moon. Bereits in der ersten Hälfte dieser Staffel kam sie dem Zuschauer erwachsener vor. Nun zeigt sie sich endlich als die starke und mutige junge Frau, die man bisher höchstens erahnen konnte. Bunny läuft nicht mehr vor allen Problemen weg und auch wenn sie noch oft in Tränen ausbricht, behält sie nun die schwerwiegenden Sachen für sich und spielt die Starke, wenn sie eigentlich tottraurig ist. Zu sehen, wie Bunny sich weiterentwickelt, macht einfach Spaß – denn so wird sie der tapferen und anmutigen Kriegerin, die man aus dem Manga kennt, immer ähnlicher. Trotzdem gibt es nach wie vor riesige Unterschiede zwischen Manga und Anime, da letzterer mehr auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten ist.

Das Bild wird zunehmend bunter, wobei die Hintergründe in Sailor Moon nach wie vor skizzenhaft wirken. Sie bieten aber mehr Details als in der ersten Staffel und machen insgesamt einen lebendigeren Eindruck. An die neue Synchronstimme von Bunny hat man sich längst gewöhnt, sie passt ohnehin viel besser zu ihr als die schrille Stimme aus der ersten Staffel. Was die Bildqualität angeht, gibt es weiterhin große Schwankungen. Manche Folgen sehen ganz gut aus, bei einigen wirkt das Bild körnig – da ist auch mit den Einstellungen nicht viel zu machen. Auf einem alten Röhrenfernseher sieht Sailor Moon einfach am besten aus, doch wenn der Flachbildfernseher nicht gerade riesig ist, ist das Bild für das Alter der Serie okay. Der japanische Remaster unterscheidet sich nach wie vor etwas in den Farben, aber die Bildschärfe ist kaum besser.

Dieses Mal gibt es gleich zwei kleine Schmankerl für die Fans: Zum Einen das Titellied „Kämpfe Sailor Moon“ von den Super Moonies, welches damals auf RTL2 zu hören war. Auf der DVD wurde es von KAZÉ  mit wechselnden Standbildern unterlegt. Zum Anderen gibt es die in Deutschland nie gezeigte Bonusfolge am Ende der zweiten Staffel zu sehen, die entsprechend nicht synchronisiert, sondern nur untertitelt ist. Wenn man sie ansieht, weiß man, warum man sich damals die Lizenzgebühren gespart hat: Folge 89 ist lediglich ein Zusammenschnitt vergangener Ereignisse mit Ausblick auf die dritte Staffel – und damit vollkommen belanglos. Hardcore-Fans werden sich trotzdem freuen.

Fazit

Das Finale der zweiten Staffel ist höchst dramatisch. Sailor Moon und ihre Gefährtinnen reisen in die Zukunft und machen schließlich den wahren Feind hinter der Familie des Schwarzen Mondes aus. Diese Reise lässt Sailor Moon spürbar reifen und in den letzten Folgen erlebt man sie endlich so stark und mutig, wie man es vorher nur erahnen konnte. Bislang inhaltlich das Beste, was Sailor Moon zu bieten hat – aber da kommt in der dritten Staffel noch mehr! 8 von 10 Punkten.

Rezension zu Sailor Moon (Staffel 1.1)

Rezension zu Sailor Moon (Staffel 1.2)

Rezension zu Sailor Moon R (Staffel 2.1)

I WANT YOU

 

Fictionfantasy.de sucht Phantastik-Begeisterte, die bereit sind an dieser Seite mitzuarbeiten.

Die Hilfe kann ganz unterschiedlich sein und muss auch nicht unbedingt das Verfassen von Texten sein - auch am Layout muss gearbeitet werden oder an der Datenbank.

Wenn dies etwas für dich ist, scheibe einfach eine EMail an rupert.schwarz @ gmx.de.

Schriftsonar

Schriftsonar #55 erschienen.

Datastream:
Kai Meyer: Die Krone der Sterne
Ian McDonald: Luna
Ian M. Banks: Surface Detail
Daniel Suarez: Daemon
Daniel Suarez: Dark Net
Daniel Suarez: Kill Decision

 

Phantast

 

PHANTAST ist das kostenlose, gemeinsame Online Magazin von fictionfantasy.de und www.literatopia.de das ca. dreimal pro Jahr erscheint. Wie der Name schon sagt, dreht es sich um die Phantastik in all ihren Ausprägungen. Ob Fantasy, Science Fiction, Horror oder wilde Genremixe - im PHANTAST soll alles vertreten sein!
Für jede Ausgabe gibt es einen Themenschwerpunkt, nach dem sich die Artikel und Rezensionen richten.

Übersicht aller Ausgaben

Top 1000 der SF

Über 300 Leute haben aus über 2000 Büchern die Besten SF Werke abgestimmt. Hier gibt es die Ergebnisse.

Viel Spaß beim Stöbern.

Top 1000 der SF

Wer sind wir?

fictionfantasy ist ein verlagsunabhängiges Rezensionsportal für phantastische Werke und mehr. Derzeit sind über 15.000 Artikel abrufbar!
Du hast fehlende Angaben bei Autoren oder Buchtiteln gefunden? Hast du einen Blog und willst im fictionfantasy-Netzwerk mitmachen? 
Schreibe uns! Kontakt siehe Impressum!