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Die Falter (Bas Lag, Band 1)

Bewertung: 0 / 5

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Serie / Zyklus: Bas Lag, Band 1
Titel: Die Falter
Originaltitel: Perdido Street Station - Abschnitte 1 - 4 (2000)
Autor: China Miéville
Übersetzung: Eva Bauche-Eppers
Verlag / Buchdaten: Bastei

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

New Crobuzon ist ein Moloch von einer Stadt. Verwaltet wird dieser Schmelztiegel von Menschen und Aliens von der Stadtmiliz, die die Metropole unnachgiebig regiert.
Als Isaac Dan dar Grimnebulin den Auftrag eines Fremden annimmt, ahnt er nicht, dass er einen Dominoeffekt auslöst, der die ganze Stadt in ihren Grundfesten erschüttert. Sein Auftrag lautet, dem Fremden, der schwer verstümmelt ist, wieder das Fliegen beizubringen. In seinen Studien läßt er sich alle Wesen bringen, die irgendwie fliegen können. Unter anderem auch eine Raupe die sich bald verpuppt und zu einem Gierfalter wird, der beginnt, die Stadt zu terrorisieren. Die Ereignisse nehmen ihren Lauf.

Es fällt schwer die Geschichte in ein paar Sätzen zusammenzufassen. Der Handlungsstrang um Issac ist nur einer von vielen in dem Buch, die sich um ihn bündeln. Da ist Lin, seine insektoide Geliebte, die als Künstlerin einen ganz besonderen Auftrag erhält, da ist die Haushaltsmaschine, die plötzlich ein eigenes Bewußtsein entwickelt, da ist Durkham, eine Widerstandskämpferin, die in Isaac Probleme verstrickt wird und da ist der Bürgermeister von New Crobuzon, der verzweifelt versucht, die Situation in den Griff zu bekommen.
China Miévilles legt einen komplexen Roman mit viel Atmosphäre vor. Nicht selten beginnt ein Kapitel mit Beschreibungen eines Aspekts von New Crobuzon und es ist ein Genuss, wie facettenreich er diese Stadt zu Papier bringt.
In seinen Romanen sind Kapitel noch richtige Kapitel und keine eher willkürliche Unterbrechungen der Geschichte wie man das heutzutage immer wieder vorgesetzt bekommt. Auch wenn die Handlung unmittelbar weitergeführt wird, nimmt sich der Autor doch die Zeit um in ein paar Absätzen eine neue Atmosphäre aufzubauen. Ganz zweifelsfrei versteht China Miéville sein Handwerk. Der pure SF Fan sei jedoch gewarnt: Obwohl die Falter dem SF Genre zuzuordnen sind, weist das Buch ähnlich wie z. B. Die Tore zu Anubis Reich von Tim Powers auch Fantasy- und Horror-Anteile auf. In New Crobuzon gehen Technik und Magie einher und die Sache mit den Faltern driftet stark ins Horror Genre ab. Aber genau diese Mischung aus den drei Subgenres der Phantastik macht den Roman zu etwas ganz besonderen.
9 von 10 Punkten.

Ein paar Worte will ich aber noch an den Bastei Verlag richten: Warum wird der irrigen Meinung aufgesessen, dass Renter das Zielpublikum dieses Buchs darstellen. Denn wie sonst soll man erklären, dass das Buch zwar über 500 Seiten stark ist, aber eine Schriftgröße aufweist, die selbst noch von einem 75-jährigen ohne Brille gelesen werden kann. Gerade mal 32 Zeilen und vier bis fünf Wörter pro Zeile - da muss doch nicht sein. Der Lesefluss wird stark beeinträchtigt, da man ständig in eine neue Zeile springen muss. Hinzu kommt, dass diese unnötig dicken Wälzer Platz in meiner Bibliothek fressen.
Ich hätte den Preis doch auch bezahlt, wenn das Buch nur 350 Seiten gehabt hätte. Also bitte, bitte, liebe Leute vom Bastei Verlag, macht das künftig nicht mehr, denn sonst sehe ich mir irgendwann gezwungen, von Eurem Verlagsprogramm Abstand zu nehmen und Originalausgaben zu lesen.

Die Falter / Der Weber - Rezension von Andreas Muegge

Eine Übersicht der Serie gibt es auf der Autorenseite
[Auf fictionfantasy.de rezensierte Bücher sind mit einem Link unterlegt und fett gekennzeichnet.]

 

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