Kommentare (1)
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... zumindest ist es auf keinen Fall Hard-Core-SF. Aber für diese Schublade haben die Strugazkis ohnehin nie geschrieben. Eher würde ich das meiner Meinung nach stärkste Werk der Strugazki-Brüder in die Rubrik »phantastischer Roman« einordnen. Trotzdem: Die Reduzierung auf »Kritik an den Zuständen in der damaligen Sowjetunion« wird dem Buch auf keinen Fall gerecht. Durch die zahlreichen, mitunter stark verschlüsselten Bezüge auf die russische Gesellschaft und Geschichte sowie die z.T. autobiographischen Elemente mag es zwar auf den ersten Blick tatsächlich so erscheinen, aber dieses Buch ist weit mehr. Boris Strugazkis fasst im Nachwort das Anliegen des Buches zu der Frage zusammen, wie und wozu man unter den Bedingungen eines ideologischen Vakuum leben soll, aber ich würde das noch weiter fassen. Denn es geht nicht nur darum, unter diesen Bedingungen zu (über-)leben, sondern auch darum, Mensch zu bleiben (ein typisches Anliegen der Strugazkis, das sich in fast allen ihren Werken findet), seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und, wenn möglich, seinen Beitrag zur Zivilisation zu leisten. Und dieses Problem veraltet nicht. Bücher dieser Art kann man etliche Male lesen – jedesmal sind sie anders, der Blickwinkel ändert sich, sie regen einen immer wieder neu zum Nachdenken an. Was den tatsächlich etwas kryptischen Schluss betrifft – nun, die Strugazkis haben es ihren Lesern noch nie allzu leicht gemacht. Was ich aber eher für einen Vorzug halte. Im Übrigen kann (oder will) selbst Boris Strugazki nicht sagen, auf wen Andrej und Isja da am Ende in der Wüste treffen: Auf ihre Ebenbilder aus der Antistadt oder auf sich selbst...
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