fictionfantasy

fictionfantasy ist ein verlagsunab-hängiges Rezensionsportal für phantastische Werke. Derzeit sind knapp 13.000 Artikel abrufbar!

Schreibe deine eigene Rezension
deines Lieblingsbuches und schick sie uns !


Du hast fehlende Angaben bei Autoren oder Buchtiteln gefunden?
Wir freuen uns über jede Unterstützung!

Hast du einen Blog
und willst im fictionfantasy-Netzwerk mitmachen? Melden!

Amazon

Diskussion

Social Network

Folge uns auf Twitter
Folge uns auf Facebook!
Folge uns auf Google+
Abonniere unseren RSS Feed

Phantast

Das eMagazin von fictionfantasy und literatopia

phantast
Alle Phantast-Ausgaben
auf einen Blick

Netzwerk

Blog Top Liste - by TopBlogs.de
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
http://www.wikio.de
Startseite - Film - Science-Fiction - Nirvana - Die Zukunft ist ein Spiel
Nirvana - Die Zukunft ist ein Spiel
Film - Science Fiction (F)

Titel: Nirvana
Alternativtitel: Nirvana - Das Leben ist ein Spiel, Nirvana - Jagd im Cyberspace
Regie: Gabriele Salvatores
Drehbuch: Pino Cacucci, Gloria Corica
Produktion: Vittorio Cecchi Gori, Rita Rusic
Darsteller: Christopher Lambert, Sergio Rubini, Diego Abatantuono, Stefania Rocca, Emmanuelle Seigner.
Musik: Federico De Robertis, Mauro Pagani
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 113 Min.
Frankreich/Italien 1997

Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann
(weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)

Man könnte sagen, „Nirvana“ ist der europäische „Blade Runner“. Die Handlung spielt in einer düsteren Megalopolis, die überbevölkert ist und in der die unterschiedlichsten Kulturen und Religionen vorherrschen. Hauptfigur ist der Computerspielentwickler Jimi, der in drei Tagen seine neueste Kreation mit dem Namen Nirvana abliefern soll. Doch in der Endphase der Entwicklung befällt das Spiel ein Virus, was zur Folge hat, dass der Protagonist Solo ein eigenes Bewusstsein erlangt. Er bittet Jimi, ihn zu löschen. Doch dieser ist auf der Flucht vor einem Computerkonzern, der das Spiel unbedingt herausbringen möchte.
„Nirvana“ bewegt sich zwischen Existenzphilosophie und Cyberpunk. Die im Mittelpunkt stehenden Fragen lauten: Was ist Realität? Was bedeutet Leben? Was überhaupt ist Bewusstsein? Diese grundlegenden menschlichen Fragen fügt Regisseur Gabriele Salvatores ein in einen spannenden SF-Thriller, dessen Design zwar stellenweise sein Vorbild „Blade Runner“ imitiert, zugleich jedoch mit einer Liebe zum Detail hervorsticht. Die Geschichte verfolgt die beiden Protagonisten Jimi und Solo parallel in ihren jeweiligen Welten. Besonders die Situationen, in die Solo gerät, sind mit viel Witz ausgedacht. Solo, eine Figur in einem Spiel, beginnt über sich selbst und seine Umgebung nachzudenken. Er kommt zu dem Schluss, dass er überhaupt nicht existiert, und versucht, andere Spielfiguren von seinen Erkenntnissen zu überzeugen. Über einen Computer können er und Jimi miteinander kommunizieren. Jimi leidet seit dem spurlosen Verschwinden seiner Freundin an Depressionen. Erst der Kontakt mit dem Computerfreak Joystick bringt ihn wieder - wenn auch zwanghaft - auf die Beine.
Obwohl der Film 1997 produziert wurde, ist sein Design typisch für die 80er Jahre. Wie gesagt, sind die einzelnen Szenen und Bilder voll gepackt mit haufenweise Ideen, die jede wiederum für sich genommen eigene Geschichten erzählen. Dadurch entsteht ein wahrer Ideenrausch, der bis zum Schluss aufrechterhalten wird. Die oben angesprochenen Fragen lässt Salvatores jedoch nie aus den Augen. Stets kreisen die Geschehnisse um diese eigentlichen Themen. Dies hebt „Nirvana“ auf eine großartige ästhetische Ebene und zeigt dabei deutlich den Unterschied zwischen europäischem und Hollywoodkino. - Ein erstklassiger SF-Film mit Tiefgang.

Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy