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Es ist was faul (Thursday Next, Band 4)

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Serie/Zyklus: Thursday Next, Band 4
Titel: Es ist was faul
Originaltitel: Something Rotten (2004)
Autor: Jasper Fforde
Übersetzer: Joachim Stern
Verlag/Buchdaten: dtv-premium, Paperback, 442 Seiten, BRD: 2006

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Seit einiger Zeit hat sich Thursday Next in der Welt der Bücher versteckt. Doch irgendwann muss sie zurück nach England, sich der Goliath Corperation stellen - die ihr nichts Gutes will -, den verrückten Diktator Yorrick Kane entmachten - der einem Buch entflohen ist -, die temporale Auslöschung ihres Gatten und Vaters ihrer Tochter Friday (die ungewöhnliche Nameswahl liegt wohl in der Familie) verhindern und zu guter Letzt Prinz Hamlet das Leben retten. Es wäre etwas viel Arbeit für eine Person, wenn sich alles nicht mit einer einzigen Sache lösen ließe: Die Swindon Mallets müssen die Krokettmeisterschaften gewinnen. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass Krokett in Thursdays Welt die gewalttätigste Sportart ist, Swindon noch nie gewonnen hat und alle ihre Gegner versuchen, Thursdays Aufgabe zu vereiteln.

Das klingt nach einem vollkommen verwirrenden Buch? Falsch, Autor Jasper Fforde hat das alles recht gut im Griff und hat das Ziel seines Romans nie aus den Augen verloren. Tatsächlich ist dies sogar der klarste aller Thursday-Next-Romane. Außerdem sind all die Ereignisse das Ergebnis der vorangegangenen Romane, die man unbedingt gelesen haben sollte, denn sonst wird es tatsächlich ein wenig schwierig. Der Roman jedenfalls ist flott und sehr unterhaltsam verfasst. Der Leser bekommt wieder jene ganz ungewöhnliche Mischung geboten, die irgendwo zwischen Charlotte Brontë und Terry Pratchett liegt, wobei Pratchett deutlich überwiegt.
Höhepunkt ist das Krokett-Spiel, das voll absurder Ideen ist. So findet sich zum Beispiel auf dem Schlachtfeld - Pardon: auf dem Spielfeld - eine Tee-Gesellschaft, die auf keinen Fall in Mitleidenschaft gezogen werden darf (was man von gegnerischen Spielern keinesfalls behaupten kann). Man sieht schon, das Buch steht den ersten drei Bänden in nichts nach und bringt die Geschichte zu einem stimmigen Ende, das jedoch nicht so endgültig zu sein scheint, denn der nächste Band ist schon in Vorbereitung.

Fazit: Der walisische Autor Jasper Fforde lässt den Leser einmal mehr in seine absurde Parallelwelt eintauchen und brennt ein Feuerwerk absurdester Ideen ab. Der Roman ist eine sichere Empfehlung für die Freunde der humorvollen Phantastik.
9 von 10 Punkten.

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