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Black Out

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Titel: Black Out (2010)
Autor: Andreas Eschbach
Verlag / Buchdaten: Arena Verlag, Mai 2010, 460 Seiten, ISBN-13: 978-3401060620

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Christopher Kidd ist auf der Flucht, und zwar vor seinen eigenen Eltern. Die Verkleinerung von Chips und Computern hat endlich dazu geführt, dass Menschen sich einen Computer implantieren konnten – mit unvorhersehbaren Folgen, denn alle Menschen, die mit so einem Gerät ausgestattet wurden, sind fortan Teil eines vernetzten Kollektivs geworden, das über die Schnittstellen auf das Wissen aller sogenannter Upgrader zugreifen kann. Die Menschen verlieren ihre Eigenständigkeit und sind wie Christophers Eltern beseelt davon, den Chip allen Menschen einzupflanzen. Bei Christopher ging etwas schief und er konnte den Chip abschalten, was ihm nur gelang, weil er der vielleicht beste Hacker der Erde war. Doch die Upgrader wollen seiner habhaft werden, und so sucht er einen Mann, Jeremiah Jones, der in den USA zum Staatsfeind Nr. 1 aufgestiegen ist. Um sein Ziel zu erreichen, nimmt Christopher Kontakt zu dessen Kindern Kyle und Serenity auf, die er überzeugen kann, mit ihm zusammen ihren Vater zu suchen, denn die beiden sind von der Unschuld ihres Vaters überzeugt. Für die drei Jugendlichen beginnt das Abenteuer ihres Lebens.

Man sieht schon, dass dies ein Jugendbuch ist, dem aber eine interessante Geschichte zugrunde liegt. Die Idee der vernetzen Menschheit ist gruslig, wohl weil das Ganze so plausibel beschrieben ist. Das sind keine Borg, wie man sie von Star Trek her kennt, sondern ganz normale Menschen, die nur darauf warten, andere geistig zu versklaven. Für Jugendliche kann diese Geschichte durchaus erschreckend sein und Eltern sollten erwägen, ob sie geeignet ist. Der Roman ist spannend erzählt, vielleicht manchmal zu spannend. Mit dem Verzicht auf einen chronologischen Handlungsablauf erzählt Autor Andreas Eschbach seinen Roman mit vielen Rückblicken, die oft künstlich die Spannung hoch halten. Manchmal ist dies zu viel des Guten und eine ruhigere Erzählweise wäre wünschenswert gewesen. Aber wer weiß: Vielleicht ist dies der einzige Weg, die lesefaulen Jugendlichen bei der Stange zu halten.
Christopher ist die zentrale Figur der Geschichte, und bevor der Roman zu Ende ist, kennt man das ganze Drama, das sich in seinem Leben abgespielt hat. Die anderen Figuren kommen ein wenig zu kurz, aber es mag sein, dass der Autor dies bald ändert, denn Black Out ist der erste Band einer Reihe (wahrscheinlich *seufz* eine Trilogie). Kann sein, dass dann Kyle oder Serenity mehr Raum bekommen oder gar die zentrale Position in der Geschichte einnehmen. Black Out ist ein spannender Roman, der ruhig etwas langsamer und weniger effekthascherisch hätte erzählt werden können. Ein Meisterwerk, wie mancher Leser bei Amazon schreibt, ist dieses Buch freilich nicht, aber ein solider SF-Roman ist das allemal und es ist auch ein Roman, bei dem ich mir vorstellen könnte, ihn meinen Kindern zu geben, wenn sie etwas älter sind.
7 von 10 Punkten