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Startseite - Comic - Amerikanische Comics - Invasion II - Die Rettung (Star Wars, Sonderband 62)
Invasion II - Die Rettung (Star Wars, Sonderband 62)
Comic - Amerikanische Comics

Serie: Star Wars: Invasion
Titel: Invasion II - Die Rettung
erschienen als Star Wars, Sonderband 62
enthält: Rescues 1-6
Autor: Tom Taylor
Zeichnungen: Colin Wilson
Übersetzer: Michael Nagula
Verlag: Panini Comics, Juni 2011, 144 Seiten, ISBN-13: 978-3862011100

Eine Rezension von Mario Pfanzagl
(weitere Rezensionen von Mario Pfanzagl auf fictionfantasy finden sie hier)

Die Invasion der weit weit entfernten Galaxis durch die Yuuzhan Vong schreitet voran, doch auf dem nun zum besetzten Hinterland gewordenen Artorias ist der Widerstand lange noch nicht gebrochen. Doch nicht nur König Caled Galfridian, der auf Artorias den Widerstand anführt, sondern auch der Rest der Galfridians haben jeweils auf ihre Art den Kampf den Kampf gegen die Invasoren eröffnet.

Nachdem die Vong dazu übergegangen sind gezielt Flüchtlingslager anzugreifen, haben Kaye und Nina das von ihnen gekaperte Vong-Schiff zu einem mobilen Asyl für andere Überlebende der Invasion umfunktioniert und widersetzen sich damit sogar der Neuen Republik, die das Schiff am liebsten sezieren würde. Doch der Kampf der Galfridians droht ein baldiges Ende zu finden, denn auf Artorias hat ein Verräter Zugang zum Lager der Rebellen gefunden und Commander Tsalok hat es auf Finn abgesehen. Doch der junge Jedi-Anwärter hat derzeit ganz eigene Probleme, denn ein Holocron dass nur er aktivieren kann führt ihn zum mysteriösen Seher Dray...

Auf die Invasion folgen die Schrecken der Besatzung, in INVASION II zeichnen Autor Tom Taylor und Zeichner Colin Wilson jenes Bild vom Vordringen der Yuuzhan Vong dass sich nach den ersten Romanen der ERBE DER JEDI-RITTER Reihe zu entwickeln begann. Zwar fehlen durchaus immer noch die für die Romanreihe zu diesem Zeitpunkt so prägenden Bezüge zum religiösen Fanatismus der Vong und ihrer eigenwilligen Ideologie, zwischen Kriegerkult, Selbstverstümmelung und Hass auf nicht-biologische Technologien, doch zumindest die Skrupellosigkeit der Invasoren, die Flüchtlinge nicht einfach entkommen lassen kommt eindrucksvoll zur Geltung. Und so darf man auch den ersten Einsatz der mit Yorik-Korallen versklavten Hilfstruppen der Vong erleben.

Der zweite Invasion-Handlungsbogen lässt nun auch deutlich erkennen, wohin Tom Taylor die von ihm geschaffene Reihe zu steuern gedenkt und das scheint ein ähnlicher Ansatz zu sein wie ihn schon John Jackson Miller mit KNIGHTS OF THE OLD REPUBLIC angesichts der Mandalorianischen Kriege verfolgt hat, nur eben mit häufigeren Gastauftritten der A-Prominenz des Erweiterten Universums. Zugleich befindet sich die Invasion noch in einem sehr frühen Stadion, womit Großereignisse wie der Fall des Jedi Tempels oder gar Coruscants noch in einiger Ferne liegen, doch ihr Einfluss auf den weiteren Verlauf Invasions dürfte dann auch eher gering sein, steht doch zu vermuten dass Taylor die Galfridians ihren ganz eigenen Kampf im Hinterland der besetzten Gebiete ausfechten lassen wird. Zur zeitlichen Einordnung steht sogar die Möglichkeit offen dass sich Invasion erst zwischen dem zweiten und dritten ERBE DER JEDI-RITTER Roman bewegt, nachdem Jaina noch lange kein Mitglied der Sonderstaffel zu sein scheint.

Die Invasion kann aber auch ohne die Großfamilie der Skywalkers Stoff für spannende Geschichten liefern, wie die Enthüllungen des zweiten INVASION Sammelbandes um Nina und Finn verraten. Zugleich beweist Tom Taylor mit einem der großen Wendepunkte dieses Bandes dass er auch nicht davor zurückscheut für das Vorankommen seiner Geschichte Charaktere zu opfern, womit er seiner Geschichte eine Unvorhersehbarkeit verleiht die sich andere Autoren im Erweiterten Universum mit ihrem Cast kaum leisten können. In Sachen Star Wars ein noch unbeschriebenes Blatt ist Taylors Stil immer wieder für eine Überraschung gut, man weiß nicht wie er es vielleicht enden lassen und was er womöglich noch für Charaktere einführen wird. Doch eines ist gewiss, mit Kaye Galfridian hat er eine weibliche Protagonistin geschaffen die den Vergleich mit ihrem Bruder und anderen Helden nicht zu scheuen braucht. Ihre Willensstärke ist es doch, die es überhaupt erst möglich gemacht hat dass die Herz von Artorias nun zur Rettung für viele verlorene Seelen werden könnte. Und das ganz ohne Machtkräfte.

Fazit:
Die Geschichte der Galfridians erhält eine neue Wendung und bleibt doch ihren Prinzipien treu.

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