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Die Quantenfestung (Perry Rhodan: PAN-THAU-RA - Band 3

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Serie / Zyklus: Perry Rhodan: PAN-THAU-RA - Band 3
Titel / Originaltitel: Die Quantenfestung (2006)
Autor: Marc Hillefeld
Nachwort: Rüdiger Schäfer
Verlag / Buchdaten: Heyne, 2006, 494 Seiten broschiert, ISBN: 3-453-53215-5

Eine Besprechung / Rezension von Andreas Schweitzer
Weitere Rezensionen von Andreas Schweitzer findet man hier auf fictionfantasy oder auf seinem Blog Der Häxler

Die Lage spitzt sich zu. Nachdem die PAN-THAU-RA in den Normalraum zurückgefallen ist, kristallisiert sich heraus, warum die Loower eine LFT-Welt nach der anderen vernichtet haben. Das Ziel waren die Zentren der Neo-Entelechie, deren technische Einrichtungen dazu dienten, die PAN-THAU-RA ins Normaluniversum zu holen. Perry Rhodan, mittlerweile in der Gewalt von Hisk-Mekang, dem Herrn der Eindenker, muss tatenlos mit anschauen, wie sich die Loower untereinander abschlachten. Mekang will den Terraner als Führer durch die PAN-THAU-RA benutzen, was Rhodan nur widerwillig machen will. Hisk-Mekangs Ziel ist es, um jeden Preis den Krieg zwischen den Loowern zu beenden und den Führer der Zweidenker, seinen Bruder Kilan-Gerp, zur Vernunft zu bringen. Koste es was es wolle.

Auf dem ehemaligen Sporenschiff selbst setzen die Biophoren, die von den Loowern als Flachaugen bezeichnet werden, den Truppen der Zweidenker heftige Abwehr entgegen. Doch nachdem der Biophore Jaument eine Begegnung mit der Loowerin An-Keyt hatte, scheint eine friedliche Lösung in greifbare Nähe zu rücken. Jaumet weiß allerdings nicht, dass es An-Keyt nicht gelungen ist, ihre Begegnung publik zu machen. Gleichzeitig setzt Kilan-Gerp mit dem Wesen Joker, das einst dem Mächtigen Kemoauc diente, eine weitere Schlüsselfigur seiner Pläne gefangen, um endgültig die Gewalt über die PAN-THAU-RA zu erlangen.

Gucky und Sirken, nach wie vor auf der Suche nach Rhodan, verbergen sich derweil in der Transferstation auf Tschesko vor den Loowern, die nach deren Aktivierung wieder abfliegen. Während der Aktivierung gelangen der Ilt und die Terranerin als blinde Passagiere an Bord eines Loower-Schiffs. Die Rolle von Sirken wird für Gucky immer rätselhafter. Vor allem ihr Umgang mit den Monaden, die die beiden schon erwartet haben, wirft immer mehr Fragen in ihm auf.

Nachdem der Invasionsflotte unter Hisk-Mekang das Eindringen in die PAN-THAU-RA gelungen ist, wird Perry Rhodan klar, dass beide Parteien der Loower nur ein Ziel verfolgen: Sie wollen die Kosmokraten mit dem Sporenschiff erpressen, damit diese die Hyperimpedanz wieder aufheben. Ein gefährliches Spiel, das nur fatal enden kann…

Der dritte und abschließende Band der PAN-THAU-RA-Trilogie stammt aus der Feder von Marc Hillefeld, der mit diesem Roman sein PR-Debüt gibt. Ähnlich wie Andreas Brandhorst in Band 2 beeindruckt Hillefeld durch eine interessante Herangehensweise an die schon etablierten Figuren, wobei er ihre Essenz nicht aus den Augen verliert. Nachdem Frank Borsch im ersten Band die Invasion aus der Sicht der Loower schilderte, nimmt sich Hillefeld nun der anderen Seite, den Biophoren, an. Die friedlichen Lebewesen werden in einen Konflikt hinein gezogen, der total gegen ihre Natur geht. So ist auch Jaumet kein Krieger, sondern ein Schnitzer, der durch widrige Umstände zum Kämpfer wird. Er steht symbolisch für den Wandel der Biophoren-Gesellschaft, die sich gegen ihren Untergang wehren muss. Die Begegnung zwischen Jaumet und An-Keyt beweist, dass eine friedliche Lösung möglich wäre, wenn Kilan-Gerp daran gelegen wäre und nicht so viele Missverständnisse zwischen den Gegner stehen würden

Neben dieser Handlungsebene setzt sich Marc Hillefeld sehr gut mit der Darstellung der schon bekannten Figuren wie Perry Rhodan, Reginald Bull oder Gucky auseinander. Besonders die Schilderung von Gucky ist gelungen, was nicht einfach eine Selbstverständlichkeit ist, denn oft kommen selbst die etablierten PR-Autoren mit dem kleinen Ilt nicht zurecht. Hillefelds Charakterzeichnungen sind sehr bildhaft, die Handlung selbst ist zwar etwas verschachtelt, aber dennoch spannend zu lesen. Zwar erreicht er nicht ganz die Qualität des Vorgängerromans, dennoch ist Die Quantenfestung ein durchaus lesenswerter Roman; zumindest bis zu einem gewissen Punkt.

In der PR-Serie ist schon öfter vorgekommen, dass große Zyklen mit einer Lösung abgeschlossen wurden, die einen faden Geschmack auf der Zunge des Lesers zurückließ. Bei der PAN-THAU-RA-Trilogie ist es der drei Seiten umfassende Epilog, der den Leser etwas in der Luft hängen lässt. Denn zu diesem Zeitpunkt findet der lang erwartete Eingriff der Kosmokraten statt, der allerdings absehbar ist. Es stellt sich die Frage, warum die Mächtigen nicht schon viel früher eingegriffen haben, um das ehemalige Sporenschiff in einer grellen Explosion vergehen zu lassen. Eine Tatsache, die den Sinn der ganzen Trilogie in Frage stellt. Schade, denn die Geschichte selbst war gut und auch die Romane waren recht lesenswert.

Auch Die Quantenfestung wird mit einem überaus interessanten Artikel von Rüdiger Schäfer abgeschlossen, der sich mit der Bedeutung des Lebens in Bezug auf das Perryversum und die reale Welt auseinandersetzt. Damit entschädigt er ein bisschen für den fadenscheinigen Abschluss einer ansonsten sehr lesbaren Trilogie.

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