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Kiss, Kiss, Bang, Bang (Torchwood 2x01)
Film - Science Fiction (F)

Reihe: Torchwood 2x01
Titel: Kiss, Kiss, Bang, Bang
Drehbuch: Chris Chibnall
Regie: Ashley Way
Darsteller: James Masters, Kai Owen, Paul Kasey, Tom Price u.a.
UK, 2008

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Erinnern wir uns: Über Cardiff ist die Hölle losgebrochen, als der mehrdimensionale Riss über der Stadt aufbrach, sämtliche zuständigen Mitglieder von Torchwood 3 versagten und Captain Jack Harkness auch noch das sinkende Schiff verließ, um mit dem Doctor gegen den Master zu kämpfen. Seither müssen sich die Mitglieder des unglaublich debilen Torchwood-Teams Cardiff allein durch die mysteriösen Fälle schlagen. Um den geneigten Lesern kurz zu erklären, was Torchwood ist - das Institut wurde von Königin Victoria gegründet, um Außerirdische und speziell den Doctor zu bekämpfen. Torchwood 1 London wurde in der Season 2 von Doctor Who während des Kampfes mit den Cybermen zerstört. Russell T. Davies dachte für sich, dass eine unter dem Dorfbrunnen Cardiffs gelegene Zweigstelle der Organisation ein tolles Akte X aus dem Whoniversum darstellen könnte. Geglückt ist ihm nur ein schwaches Schwulendrama.
Allein mit dem Titel der aktuellen Folge dachte ich mir schon Schlimmes; als in den ersten 10 Minuten die männlichen Hauptdarsteller die üblichen Klischees Wirtshausschlägerei, grundloses Betrinken und hemmungsloses Abknutschen zelebrierten, war für mich klar, dass die zweite Season voll in die Hose geht.
Die Story: Captain John Hart, ebenfalls wie sein fast namensgleicher Captain Jack Harkness Zeitagent, ist auf der Suche nach mehreren Dosen mit radioaktivem Inhalt, die über Cardiff verteilt sind. Um sie zu finden, benutzt er seine alte Liebe Harkness - offenbar waren die beiden sogar miteinander in einem eheähnlichen Zustand - und das restliche Torchwood-Team. Harkness organisiert sich noch ein Date mit dem Torchwood-Sekretär, Gwen Cooper - mittlerweile verlobt - gesteht fast ihre Liebe zu Harkness und ansonsten wollen eigentlich alle Darsteller permanent Sex. Ein phantastischer Hintergrund ist nur Aufhänger für eine schlechte Soap-Opera aus der Ero-Szene Cardiffs mit allen Schattierungen menschlicher Fortpflanzung. Auf die vielen Abgründe der Geschichte, die mir beim Ansehen aufgestoßen sind, gehe ich gar nicht mehr ein. Es lohnt sich nicht. Torchwood soll die "erwachsene" Doctor-Who-Serie darstellen, während der Ursprung ja als Familien-Event funktioniert - und das schon seit über 40 Jahren. Jedoch kann man erwachsenes Fernsehen so oder so sehen - entweder mit erwachsenen Storylines, Dialogen und anspruchsvollem Niveau oder ganz platt nur mit Sex & Crime und viel Dialog unter der Gürtelline - leider stellt Torchwood Letzteres dar. Schlimm!

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