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Das Kovak Labyrinth
Film - Science Fiction (F)

Titel: Das Kovak Labyrinth
Originaltitel: The Kovak Box
Regie u. Drehbuch: Daniel Monzon
Produktion: Julio Fernandez
Darsteller: Timothy Hutton, David Kelly, Lucia Jimenez.
Spanien 2006
Laufzeit: ca. 104 Min.
Deutscher Vertrieb: e-m-s

Eine Besprechung / Rezension von Max Pechmann
(weitere Rezensionen von Max Pechmann auf fictionfantasy findet man hier)

Von SF-Filmen aus Spanien hört man in der Regel gar nichts. Nun aber produzierten die beiden bekannten spanischen Produktionsfirmen Filmax und Picasso Studios den SF-Thriller "Das Kovak Labyrinth".

Der Film handelt von David Norton, einem SF-Autor, der wegen einer Buchvorstellung nach Mallorca kommt. Doch statt eines angenehmen Aufenthalts, verwandelt sich der Ausflug in einen bizarren Trip. Unerwartet bringt sich seine Lebensgefährtin um. Auf der Suche nach Erklärungen erfährt Norton über immer mehr eigenartige Selbstmorde auf der Insel. Die Spur führt zu einem eigenartigen Wissenschaftler, der aufgrund seiner menschenverachtenden Experimente vor Jahren die USA verlassen musste...

"Das Kovak Labyrinth" ist ein sehr düsterer, seitens der Charaktere sehr realistischer Film, dessen Spannung durchaus überzeugt. Die Handlung verläuft nicht geradlinig, sondern überrascht durch unerwartete Wendungen. Hollywood hätte aus diesem Stoff sicherlich wieder einmal einen platten Actionfilm gemacht. Der spanische Regisseur Daniel Monzon jedoch gestaltete einen intelligenten Thriller, der den Begriff Menschlichkeit dem des Unmenschlichen gegenüberstellt, ohne dabei moralisch zu werden. Die Gegenüberstellung ergibt sich aus der tiefen Tragik der Figuren, die allesamt wie ahnungslose Tiere in einem Käfig wirken. Der Spannungsaufbau ist mitunter sehr originell. Farblich gesehen, erinnert der Film an Filme von Hitchcock, was sicherlich gewollt ist.

"Das Koval Labyrinth" bekam beim Fantastic Filmfestival den Publikumspreis und gehört - wie ich finde - zu den den besten DVD-Veröffentlichungen 2007.

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