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Good Omens

Bewertung: 5 / 5

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Serie/Zyklus: ~
Titel: Good Omens
Originaltitel: Good Omens (1990)
Autoren: Terry Pratchett & Neil Gaiman
Übersetzer: Andreas Brandhorst
Verlag/Buchdaten: Piper Verlag

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Der Engel Aziraphale und der Dämon Crowley sind alles andere als begeistert, als sie hören, dass der Antichrist geboren worden sei und dass in dreizehn Jahren das Ende der Welt heranbrechen werde. Beide sollen, jeder für seine Seite, die Erziehung des Jungen übernehmen, um sicherzustellen, dass er bei der Apokalypse auf der richtigen Seite steht. Doch Engel und Teufel wollen nicht, dass die Erde einfach so endet, denn sie finden, dass es sich auf diesem Planeten recht gut lebt. So vertauschen sie das Kind, und während ein anderes Baby auf den schicksalsschweren Moment hin trainiert wird, lebt Adam, der Antichrist, ein ganz behütetes Leben. Doch natürlich kommt der Moment, an dem die beiden Seiten Position beziehen, und sie werden sich schon gar nicht von einem Rotzlöffel in der Pubertät davon abbringen lassen. Und so machen die vier Reiter der Apokalypse (fast in alter Besetzung: Krankheit hat sich nach der Entdeckung des Penizillin in den Ruhestand zurückgezogen, und Umweltverschmutzung hat seinen Platz eingenommen) mobil, um sicherzustellen, dass das Ende der Welt tatsächlich eintritt.

Zwei Autoren schreiben ein Buch und dann auch noch Terry Pratchett und Neil Gaiman. Kann so etwas gutgehen? Im Prinzip schon. Der Roman ist durchaus gut angelegt und hat sehr schöne Momente. Die Idee wird gut aufgegriffen und bis zum Ende hin konsequent verfolgt. Aber man merkt auch, dass beide Autoren Raum brauchen und die Geschichte auf ihre Weise erzählen wollen. So kommt es, dass der Beginn recht zäh ist, da die Hintergrundgedanken beider Autoren Raum finden müssen. In der ersten Hälfte ist das Buch also ein wenig träge und gewinnt erst nach und nach an Fahrt. Dann jedoch wird die Geschichte recht vergnüglich und der Leser darf sich mehr als einmal fragen, wessen Gehirn wohl die eine oder andere Wendung entsprungen ist.
Das Schönste aber an dem Buch ist die Hexe, die streng nach den Vorhersagen ihrer Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter lebt. Und die war als Prophetin verdammt gut. Darum heißt das Buch im Original auch: Good Omens: The Nice and Accurate Prophecies of Agnes Nutter, Witch.

Fazit:
eine gelungene Parodie der Apokalypse, die nach einigen Anlaufschwierigkeiten doch an Fahrt gewinnt und am Ende recht vergnüglich endet, was für das Ende der Welt freilich nicht so typisch ist.
7 von 10 Punkten.

 

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