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Das gefrorene Lachen

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dasgefrorenelachen

Titel:  Das gefrorene Lachen
Autorin: Susanne Gerdom
Buch/Verlagsdaten: Ueberreuter, Juli 2011, 413 Seiten, Hardcover, ISBN-13: 978-3800056361

Eine Besprechung / Rezension von Melanie
(weitere Rezensionen von Melanie auf fictionfantasy findet man hier oder auf ihrem Blog "bibliofantastica.wordpress.com") 

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Das Cover des Buches wirkt wie eine einzige riesige Eisfäche. Auf dieser Fläche sitzt ein einzelner Gargoyle, der dem Betrachter genau ins Auge blickt. Mir persönlich gefällt das Cover nicht so gut, auch wenn der Gargoyle dort wirklich passend ist – mir ist es viel zu eisig und düster. Wenn ich nicht schon das ein oder andere Buch von der Autorin verschlungen hätte, wäre das Buch vermutlich nicht in meine Hände gelangt – zumindest nicht wegen des Covers.

Vorhang auf für die Geschichte des Königreiches Almay, des Prinzen Augustin, seiner Freundin, dem Zauberlehrling Pippa, einen finsteren Zauberer und einen kleinen Wanderzirkus.

“Das gefrorene Lachen” hat tatsächlich einiges an Bühnenzauber zu bieten. Umrahmt von typisch dramaturgischen Elementen, wie den “Prolog in drei Stimmen”, stimmungsvollem Bühnenzauber und dem geöffneten Vorhang erzählt Susanne Gerdom die Geschichte des Zauberlehrlings Pippa. Eine Geschichte, bei der Susanne Gerdom sich auf die Textstellen bekannter Schriftsteller, wie etwa “William S. aus S.u.A.” und dem “Geheimrat G. aus F.a.M” stützt – Personen, bei denen sie sich höchstpersönlich in der das Buch abschließenden Danksagung entschuldigt. Mir haben die in die Geschichte integrierten Bruchstücke der bekannten Schriftsteller gefallen und dem Buch noch zusätzlichen Charme (und etwas mehr Bühnenzauber) verliehen.
Die Geschichte selbst ist märchenhaft einfach, die Lösung fast sonnenklar – zumindest dem Leser, den “nur” der Bühnenzauber, die wirklich guten Akteure und das liebevoll ausgearbeitete Bühnenbild verzaubern. Im Gegensatz zu “normalen” Büchern wird dem Leser hier ständig vor Augen geführt, dass es sich um eine Geschichte, ein Theaterstück handelt. Das hindert die Geschichte allerdings nicht im Geringsten daran, vor dem inneren Auge des Lesers Gestalt anzunehmen. Man fiebert und leidet mit den Hauptpersonen mit, lernt mit ihnen die verschiedenen magischen Gestalten (wieder) kennen und würde ihnen nur zu gern bei der Auflösung der Geschichte helfen. Aber zum Glück bekommen sie das Geschehen ja selbst wieder in den Griff.
An der Gestaltung eines Theaterstücks orientiert (von einer langsamen Einführung über den Höhepunkt zu einem leichten Ausklang) hat “Das gefrorene Lachen” jedoch weit mehr zu bieten als ein herkömmliches Theaterstück, Gargoyles zum Beispiel, einen Dschinn und sogar einen leibhaftigen Drachen. Und erzählt wird die Geschichte zum Glück ganz und gar in Prosa.

Ich bin kein Fan von Theaterstücken, dieses hier würde ich, sollte es je aufgeführt werden, jedoch auf jeden Fall anschauen. Für mich ist “Das gefrorene Lachen” besser als es ein Theaterstück (auch in Schriftform) je sein wird. Es ist ein fantastisches Märchen umhüllt von einem Bühnenzauber, der selbst das letzte gefrorene Lachen wieder auftauen könnte. Von mir gibt es jeden Falls eine volle Leseempfehlung – für jedermann.

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