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Erdlicht

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Serie / Zyklus: ~
Titel: Erdlicht aka Um die Macht auf dem Mond 1 + 2 (Terra-Heftromanserie 540 & 541)
Originaltitel: Earthlight (1955)
Autor: Arthur C. Clarke
Übersetzer: ~
Verlag / Buchdaten: Heyne

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

In diesem Buch umreißt Clarke eine nahe Zukunft, in der die Menschheit sich im ganzen Sonnensystem ausgebreitet hat. Es gibt Kolonien auf dem Mars, auf der Venus und einer Reihe von Monden und Asteroiden. Es kommt zu Spannungen zwischen den Kolonien (der Föderation) und der überbevölkerten Erde. Aufgrund des ungewöhnlichen Größenverhältnisses von Erde und Mond hat sich eine ungewöhnlich hohe Konzentration an schweren Elementen (Titan, Uran etc.) auf dem Mutterplaneten und dessen Trabanten gebildet. Die Erde will diesen Reichtum nicht teilen.

Protagonist ist Bertram Saddler, der auf dem Mond einen Spion der Föderation enttarnen soll. Er reist zu einem Planetarium, um dort Nachforschungen anzustellen. Währenddessen kommt es zwischen der Erde und der Föderation zum Krieg und Kriegsschauplatz ist eine Mine in unmittelbarer Nähe des Planetariums. Clarke beschreibt die Schlacht und eine anschließende Rettung der Insassen eines stark beschädigten Raumschiffs.

Der Roman wirkt unausgegoren, doch wenn man die fast 50 Jahre berücksichtigt, die dieses Werk schon auf dem Buckel hat, so ist dies nicht weiter verwunderlich. Clarkes Hauptintention war es damals, das Aussehen einer Mondbasis sowie mögliche Kolonien im Sonnensystem zu beschreiben. Das ist ihm sicherlich für damalige Verhältnisse gut gelungen und auch heute ist dieses Buch noch gut lesbar.
Im Gegenzug aber rücken die Personen in den Hintergrund, und so fesselt der Roman nur wenig. Die Handlung plätschert so dahin und ist wenig interessant. Der ganze Spionage-Plot ist vollkommen in die Hose gegangen. Noch zu erwähnen ist das Vorwort, das einfach nur putzig ist. Clarke nimmt die meisten Ereignisse vorweg und entschuldigt sich fast für seine technische Ausrichtung. Hätte er dies mal mehr beachtet.
Alles in allem ist dies aber ein lesbarer Roman, der viele interessante Aspekte der Raumfahrt beleuchtet. Warum der Roman allerdings ausgerechnet Earthlight heißen musste, entzog sich mir. Dieser Roman ist eines von Clarkes besseren Werke. Ich gebe ihm 6 von 10 Punkten.

 

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