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Startseite - Buch - Science Fiction - Engel der Schwerkraft
Engel der Schwerkraft
Buch - Science Fiction (B)

Titel: Engel der Schwerkraft
Originaltitel: Gravity's Angels
Autor: Michael Swanwick
Übersetzer: diverse
Titelbild: Jan Heinecke
Illustrationen: Janet Aulisio
Buch/Verlagsdaten: Heyne-TB 5971; 460 Seiten; 16,90 DM

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Weitsicht
Die Menschheit hat nur noch ein Kurzzeitgedächtnis. Alles, was länger als 24 Stunden zurückliegt, daran erinnert sich der Mensch nicht mehr. So ist nur sehr wenigen Leuten ein Grund gegeben, Verbrechen auszuüben. Denn Mensch erinnert sich nicht daran, dass ihm ein Leid zugefügt wurde.
Umso erstaunlicher, dass gerade John Fox sterben muss. Sterben durch die Hand von vier Männern, die im Auftrag eines Chefs handeln. Und dieser Mord muss einen Grund haben.
Die Kurzgeschichte hangelt sich von Kapitel zu Kapitel rückwärts gehend in die Vergangenheit. Daraus ergibt sich eine nette Situation, da die Geschichte in beide Richtungen gelesen einen Sinn ergibt.

Der Rand der Welt
Ein paar Jugendliche gehen an den Rand der Welt, der gleich hinter den Eisenbahnschienen liegt. Dort finden sie eine Treppe, die sie hinuntersteigen, bis sie ganz unten ankommen. Dort erzählen sie sich eine Sage und wünschen sich etwas. Somit geht ein Teil der Sage in Erfüllung.
Die Kurzerzählung hat einen ganz anderen geschichtlichen Hintergrund als die Welt, in der wir leben. Allein manch Nebensatz bringt einen auf tolle Ideen. Sehr schön geschrieben und vor allem mit abwechslungsreichen Ideen.

Das Fest der Heiligen Janis
Wolf ist auf dem Weg durch ein zerstörtes Amerika. Maggie, Cynthia und Hawk sind seine Begleiter, die zudem eine Musikgruppe begleiten. Maggie hat sich in Janis verwandelt. Mit chirurgischen Operationen hat sie sich der echten Janis angenähert. Janis ist/war eine begehrte Musikerin. Und am Ende der Tournee stirbt Janis jedesmal.
Diese Geschichte ist etwas seltsam. Mir fehlt die Handlung mit Aussage.

Ein Wintermärchen
Ein alter Mann erzählt seinem Enkel eine Geschichte. Es ist die Geschichte eines Mannes, der als Soldat unterwegs war zwischen den Planeten. Er erzählt dabei die Geschichte des Jarl, unter dem man sich eventuell einen Hund vorstellen kann. Oder etwas anderes.
Eine Erzählung, die sehr zum Nachdenken anregt. Man sollte sie zweimal lesen.

Das Fest der Heiligen Janis“ war 1980 die erste Story von Michael Swanwick. Sie erschien in New Dimensions 11. Viele Geschichten Swanwicks erschienen in den unterschiedlichsten Magazinen. Hier in dieser Sammlung finden sich nun 13 von ihnen.

In der Erzählung "Die Kirche der göttlichen Verheißung" geht es um eine belagerte Kirche. Und weil sich anscheinend nichts ändert, kommt von dritter Seite ein Wunder apokalyptischen Ausmaßes. In „Die Drachenlinie" wird ein mystischer Ahn beauftragt, die abgehalfterte Erde zu retten. Oder die Geschichte „Der blinde Minotaurus", wo sich High-Tech und Mystizismus zu einem großen Ganzen vermischen.

Inhalt:
„Ein Wintermärchen“ - „Das Fest der Heiligen Janis“ - „Der blinde Minotaurus" - „Die Seelenwanderung des Philip K. - "Die Kirche der göttlichen Verheißung" - „Die Drachenlinie" - „Mummenkuss“ - „Das trojanische Pferd“ - „Schnee-Engel“ - „Der Mann, der Picasso kannte“ - „Weitsicht“ - „Ginungagap“ - „Der Rand der Welt“

Engel der Schwerkraft - die Rezension von Oliver Faulhaber

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