Text Size

Die Zeit der Hundert Königreiche (Darkover, Band 4)

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Serie / Zyklus: 4. Roman des Darkover-Zyklus
Titel: Die Zeit der Hundert Königreiche
Originaltitel: Two To Conquer (1980)
Autor: Marion Zimmer Bradley
Übersetzung:
Verlag / Buchdaten: Weltbild

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Bard di Asturien ist ein "Nedestro", ein unehelicher und nicht anerkannter Sohn eines Edelmannes. Er ist jedoch ein großer Krieger, und so wird er bereits mit 16 Fahnenträger des Königs und Thronerbe. Die Tochter des Königs wird mit ihm verlobt, doch sie lehnt ihn ab, weil er ein brutaler Mann ist. Bard will sie mit Gewalt nehmen, doch das erzürnt den König und er schickt ihn in die Verbannung. Bard di Asturien sinnt nach Rache und erobert sich nach und nach im Exil ein großes Reich.

Als er als einflussreicher Kriegsherr zurückkehrt, hat sich viel verändert: Der alte König ist tot, der Thronfolger, noch ein Kind, ist geflohen. Es regiert ein fremder König. Bard macht sich daran, den Thron, der ihm schon einmal versprochen war, zu erobern. Doch dazu braucht er Hilfe. Mit einer verbotenen Laran-Magie "ruft" Bard zusammen mit seinem Vater Bards Doppelgänger, denn jeder Mensch hat ein Gegenstück und in diesem Fall ist dies Paul Harrell, ein Terraner, der obendrein im Gefängnis saß.

Es zeigt sich schnell, dass Paul wahrlich aus demselben Holz wie Bard geschnitzt ist. Paul ist nur schwer für Bards Ziele zu gewinnen. Und noch einer steht Bard im Wege: Varzil, der Bewahrer von Neskaya, der erreichen will, dass Laran als Waffe in Kriegen geächtet wird und das Zeitalter der hundert Königreiche und Kriege ein Ende findet. Letztendlich führen beide Darkover in eine neue Epoche.

Das Buch enthält viel und ist für das Verständnis von Darkover wichtig. Man erfährt, warum die Comyn herrschen und wie es zu dem berühmten Vertrag kam, dass Magie in Kriegen nicht eingesetzt werden darf: Die Helden reisen durch Wüsten, die lebensfeindlicher nicht sein könnten und jeden Menschen innerhalb kurzer Zeit umbringen. Knochenwasser ist dafür verantwortlich und eine andere Geißel dieser Zeit ist Haftfeuer. Beides Waffen, nur geschaffen, um gnadenlos zu vernichten. Die Beschreibungen der Autorin sind Angst einflößend.

Die Geschichte, die eine mittelalterliche Welt wiederspiegelt und in der Frauen dementsprechend behandelt werden, wird spannend und kurzweilig in Szene gesetzt. Die Sache mit dem Doppelgänger wirkt wie ein Bruch in der Geschichte, da Paul ja ein Terraner ist und damit das Ganze in die SF abdriftet. Allerdings spielt das Ganze keine so große Rolle, da die Terraner ja auch später in diesem Zyklus eine große Rolle spielen werden.

Der Roman besticht durch die Beschreibungen dieser Zeit, der Lebensumstände der Menschen und der Kriege, die sie geführt haben, und letztendlich auch durch das Bestreben der Menschen, dem Morden ein Ende zu machen. Ich gebe dem Roman 7 von 10 Punkten.

Darkover Zyklus - Aufstellung

 

Phantast

 

PHANTAST ist das kostenlose, gemeinsame Online Magazin von fictionfantasy.de und www.literatopia.de das ca. dreimal pro Jahr erscheint. Wie der Name schon sagt, dreht es sich um die Phantastik in all ihren Ausprägungen. Ob Fantasy, Science Fiction, Horror oder wilde Genremixe - im PHANTAST soll alles vertreten sein!
Für jede Ausgabe gibt es einen Themenschwerpunkt, nach dem sich die Artikel und Rezensionen richten.

Übersicht aller Ausgaben

Top 1000 der SF

Über 300 Leute haben aus über 2000 Büchern die Besten SF Werke abgestimmt. Hier gibt es die Ergebnisse.

Viel Spaß beim Stöbern.

Top 1000 der SF

Wer sind wir?

fictionfantasy ist ein verlagsunabhängiges Rezensionsportal für phantastische Werke und mehr. Derzeit sind über 15.000 Artikel abrufbar!
Du hast fehlende Angaben bei Autoren oder Buchtiteln gefunden? Hast du einen Blog und willst im fictionfantasy-Netzwerk mitmachen? 
Schreibe uns! Kontakt siehe Impressum!