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Startseite - Film - Horror & Mystery - Die Geister, die ich rief
Die Geister, die ich rief
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Die Geister, die ich rief
Originaltitel: Scrooched
Regie: Richard Donner
Drehbuch: Mitch Glazer & Michael O'Donoghue (sehr frei nach Charles Dickens)
Produktion: Richard Donner & Art Linson
Darsteller: Bill Murray (Frank Cross), Karen Allen (Claire Phillips), John Forsythe (Lew Hayward), John Glover (Brice Cummings), Bob Goldthwait (Eliot Loudermilk), David Johansen (Ghost of Christmas Past), Carol Kane (Ghost of Christmas Present), Robert Mitchum (Preston Rhinelander), Nicholas Phillips (Calvin Cooley), Michael J. Pollard (Herman), Alfre Woodard (Grace Cooley), Mabel King (Gramma Cooley), John Murray (James Cross Laufzeit: 101 Min
USA 1988

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Frank Cross ist der jüngste Programmdirektor des Fernsehens und das nicht ohne Grund. Er weiß genau, wie er Emotionen über das Fernsehen überträgt und dass es vor allem die negativen Emotionen sind, die Einschaltquoten bringen. Wie ein Tyrann beherrscht er die Sendeanstalt und bringt Weihnachten den ganz großen Clou: eine Live-Weihnachtssendung mit einer total überzogenen Version von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte. Dann jedoch durchlebt er diese Geschichte selbst. Sein ehemaliger Chef taucht als Untoter auf und kündigt ihm drei Geister an. Frank tut dies zunächst als eine Halluzination ab, aber als dann der erste Geist auftaucht, fällt es ihm schwer, dies noch zu leugnen. Doch können die Geister den herzlosen Frank läutern, bevor er mit seiner miesen, vollkommen überzogenen Weihnachtsproduktion allen Menschen das Weihnachtsfest vermiest?

Diese Übertragung der Dickens-Weihnachtsgeschichte in die Neuzeit wurde dem Komiker Bill Murray auf den Leib geschrieben. Er darf wieder in seiner Paraderolle des sympathischen Menschenfeinds (manch einer findet dafür noch derbere Bezeichnungen) glänzen, und wie immer gelingt es ihm, diese eigentlich unmögliche Rolle hervorragend darzustellen. Was am Ende herauskommt, ist ein vergnüglicher Film, der sich, mal abgesehen von dem modernen Handlungsfaden, recht treu an die Grundgeschichte hält. Die drei Geister kommen genau wie in der Geschichte vor und teilweise wird wortwörtlich zitiert. Gegen Ende hin zeigen sich jedoch Schwächen, als Bill Murray einen zu langen Monolog über die Bedeutung von Weihnachten hält. Dies wirkt verlogen, weil die Läuterung Franks sehr abrupt kommt und zum anderen der Film bis zu diesem Zeitpunkt wenig Tiefgang aufwies.

Fazit: ein kurzweiliger Film ohne echten Tiefgang. Das, was Bill Murray bei "Und täglich grüßt das Murmeltier" hervorragend gelang, gelingt hier nur in Ansätzen. Trotzdem ist der Film nicht schlecht und unterhält durchaus über die 100 Minuten. Allerdings ist das eher der Unterhaltungswert eines Big Mac. Nachdem er gegessen ist, hat man ihn auch fast schon wieder vergessen - auch wenn er gut war.
6 von 10 Punkten

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