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Der Kuss des Satyrs

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Titel: Der Kuss des Satyrs
Originaltitel: The Lord of Satyr (2007)
Autor: Elizabeth Amber
Übersetzung: Cora Munroe
Titelbild: Elie Bernager
Buch/Verlagsdaten: Knaur Verlag 50153 (03/3009); 411 Seiten; 7,95 €; ISBN: 978-3-426-50153-5 (TB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Nachdem die Vampirwelle in den phantastischen Romanen uns täglich aufs Neue Sex mit Leichen präsentiert - nichts anderes sind Vampire -, wird das Thema von anderen Autorinnen aufgegriffen. Nachdem Katie MacAlister im Roman „Dragonlove“ ihre Heldin mit einem Drachen verbandelt, greift Elizabeth Amber zu einem Satyr. Der Satyr, eine griechische Mythengestalt, hat den Vorteil, nicht tot zu sein. Der Nachteil ist dabei jedoch, dass er Bocksfüße hat. Der Vorteil: Er ist ständig geil und hinter jeder Frau her. Jeder.
Aber ich schweife ab. Nicholas ist ein solcher Satyr aus der griechischen Mythologie. Und er ist nicht allein, denn er hat noch zwei Brüder. In der normalen Zeit sieht er aus wie ein Mensch, perfekt und ein Gentleman. Aber lass mal den Vollmond aufgehen, dann lässt er den wahren Nicholas raus. In den Vollmondnächten verwandelt er sich in das typische Bild eines Satyrs: Bocksfüße, spitze Ohren, Schwanz ... All das, wie man sich den klassischen Satyr vorstellt. Natürlich gehört das klassische Herumhüpfen im Garten dazu, eine willige Frau und schon geht es dem Wesen gut.
Die drei Brüder bewirtschaften in Italien ihren Weinberg. Gleichzeitig sind sie die Wächter zwischen der anderen Welt und der irdischen Welt. Jetzt hat Nicholas aber geheiratet und Jane hat keinen blassen Schimmer von seiner Verwandlungsfähigkeit. Der Wunsch zu heiraten kam von König Feydon, der seine drei verheimlichten Töchter versorgt wissen will. Einem Sterbenden kann man nichts abschlagen, einem König schon gar nicht. Jane, eine der Töchter, ist schnell aufgespürt und wird mir nichts dir nichts, vom Fleck weg verheiratet. Jane meint, ihre Probleme seien damit gelöst. Aber eine völlige Unterwerfung ihrem Mann gegenüber ist nicht unbedingt das, was man sich vorstellt. Nicholas muss sich in seiner nächtlichen Frauenwahl einschränken, nämlich auf Jane, die darauf bestanden hat, dass er keine anderen Frauen mehr ansieht, geschweige denn anfasst. Ein altbekannter Rat an Jane wäre von mir gewesen: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ Die Prüfung blieb leider aus und Nicholas in der Vollmondnacht ist mehr ein geiles Tier denn ein vollendeter Gentleman. Bei seinem ersten Anblick in der neuen, ungewohnten Gestalt ist sie baff erstaunt. Die Sex-Phantasien der Autorin ...
Nachdem ich ziemlich über das Thema abgelästert habe, bleibt mir nur eines zu sagen: Das sind nicht die perversen Ideen eines Mannes, sondern die Bücher werden allesamt von Frauen geschrieben. Der Großteil hat vorher Liebesromane geschrieben und sich nun einem neuen Thema zugewandt.
Handwerklich ist der Roman gut gemacht, eine nette Liebesgeschichte. Nur gehöre ich nicht zum Zielpublikum. Vielleicht mache ich es mir deshalb ein wenig schwer. Vergleichbar ist der Roman mit der Fernsehserie „Die Schöne und das Biest“. Eine kleine Abwechslung zu den vampirischen Romantic-Thrillern.

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