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Phantast
| Datafat |
| Buch - Science Fiction (B) | |||||
Die Welt von morgen ist schon lange nicht mehr die, die sich die Science-Fiction-Schreiber vor Jahrzehnten vorstellten. Dahin sind meist die reinen Abenteuergeschichten. Die heutigen Schriftsteller sind da sehr viel kritischer unserer Jetztzeit gegenüber. 1948 schrieb Eric Blair seinen berühmten Roman 1984 in der Hoffnung, den Menschen aufzuschrecken seiner Fortschrittsgläubigkeit. 1984 wurden die ersten Cyberpunk-Romane veröffentlicht. Die damaligen Autoren griffen das auf, was die Technik hergab, und schufen eine neue Welt ohne Regierungen. Simon Ings geht mit seinem Roman Hotwire noch einen Schritt weiter: Bei ihm gibt es keine menschlichen Entscheidungsträger mehr. Der künstlichen Intelligenz gehört die Zukunft und Datafat macht es möglich. Mit Hilfe dieser künstlich erzeugten biologischen Substanz werden Teile des weltumspannenden Datennetzes zu selbstständig handelnden Einheiten. Sie sollen Probleme lösen, mit denen die unberechenbare und schwerfällige Intelligenz der Menschen nicht zu Rande kommt. Doch bald schon entziehen sich die schnell wachsenden Künstlichen Intellgenzen - kurz KIs genannt - jeder menschlichen Kontrolle. Der Mensch als Krone der Schöpfung hat sich selbst entthront. Lediglich als Handlanger der verschiedenen KIs ist er noch tätig. Simon Ings beschreibt Ajay Seebaran als einen jungen, zornigen Mann, der seiner Schwester alles gegönnt hat. Er wünschte sich nichts sehnlicher, als seine Schwester Shama wieder so wiederzuerwecken, wie er sie in Erinnerung hat. Mit den Jahren wird die Heilung seiner Schwester zu einer fixen Idee. Allmählich verliert er sein Ziel aus den Augen. Vom Gesetzeshüter wird er zum Verbrecher und steht nachher zwischen allen Stühlen. Die zum Teil sehr aufwühlende Geschichte wird von Simon Ings sehr fesselnd erzählt. Ein literarischer Alptraum findet hier seine Manifestation und hält die Leserinnen und Leser fest in seiner Hand. Die Geschichte scheint eigentlich auf den ersten Blick nicht sehr Aufsehen erregend zu sein. Auf den zweiten Blick erkennt man die Kritik, die hinter der Erzählung steht: die Fortschrittsgläubigkeit des Menschen, der Wunsch, mit Technik und mit Dataflux Menschen zu erschaffen und sie so darzustellen, wie sie in den Gedanken anderer existierten. Die Fortschrittsgläubigkeit wird ad absurdum geführt. Ajay lässt letzlich den Gedanken an seine Schwester fallen und befreit sich selbst so von einer großen Bürde. Das Besondere daran ist, dass gerade Rosa, das Kunstwesen, ihn dazu bringt. Ein Kunstwesen, das mit einem Menschen ein Kind zeugt. Mensch und Maschine werden eins. Und das Produkt? Datafat - die Rezension von Oliver Faulhaber
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Irgendwie fi...
a hatte ich natürlich nicht gesucht, sond...


