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Dark Ladies

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Reihe: Dark-Ladies-Anthologien
Titel: Dark Ladies
Herausgeberin: Alisha Bionda
Titelbild: Gaby Hylla
Buch/Verlagsdaten: Fabylon Verlag (02/2009), 226 Seiten, 12 €, ISBN: 978-3-927071-2-4 (TB mit Klappbroschur)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Alisha Bionda - Vorwort
Dunkle Damen treiben ihr Unwesen. So beginnt Alisha Bionda und erklärt uns, wie es zu der Idee zu der Kurzgeschichtensammlung kam. Und nebenbei bemerkt: Die Bilder von Gaby Hylla sind wirklich exzellent. Normalerweise mag ich keine Bilder, die am PC erzeugt wurden, doch die abgebildeten Damen wirken inspirierend. Diese Bilder dienten gleichzeitig für die von Alisha ausgewählten Autorinnen und Autoren als Inspiration für die eigene Erzählung. Nur eine Anmerkung hätte ich doch: Warum heisst das Buch „Dark Ladies“, benutzt Alisha doch selbst die Begriffe „Dunkle Damen“ und „Düstere Damen“? Beide deutsche Begriffe wirken als Titel sehr gelungen.

Martin Clauß - „Luzifers Schöpfung“
Die Geschichte, die Martin erzählt, führt die Geschichte Gottes rückwärts, damit der Lichtbringer aus dem Grauen von Gottes Schöpfung Glück wird. Die Geschichte hat mir gut gefallen, die Idee, die dahinter stand, überzeugte mich. Auch der Stil ließ nicht zu wünschen übrig. Mich störte lediglich ein Satz, mit dem ich gar nichts anfangen konnte. Gleich auf der ersten Seite steht: "Sid lachte rau und erschien wie ein in Whisky getauchter Professor." Was will er damit sagen?

Sabine Ludwigs - „Machlath“
Lilian hat Probleme mit der Treue ihres Mike. Sie hat vor, einen Schlussstrich unter ihre Beziehung zu ziehen. Ein endgültiges Ende, ein Ende mit Schrecken, zumindest für Mike.

Günter Suda - „Der letzte Pendelschlag“
Günter Suda schreibt eine Geschichte, die weniger Grauen erregend ist, sich mehr auf Psychologie gründet. Das Ende scheint eher harmlos und es ist die Phantasie des Lesers gefragt.

Eva Markert - „Eiskalt“
Auf nur fünf Seiten fängt Eva Markert die Stimmung der Eislandschaft der Inuit ein. Ein junger Eskimo beschäftigt sich mit dem Fischfang, jedoch nicht lange. Ein Jäger wird zum Opfer.

Barbara Büchner - „Das Geheimnis“
Ihre Geschichte ist eine Art „Die Schöne und das Biest“.

Martin Kay - „Der Kuss Walhalls“
Martin greift in seiner Erzählung die nordische Mythologie auf und die Walküre als Handlungsträgerin. Zusammenfassend kann man sagen: Man lernt aus seinen Fehlern - auch Walküren.

Corina Bomann - „Der Fluch der Hexengräfin“
Die Geschichte von Corina kannte ich schon. Schon nach der zweiten Seite war mir klar, wie die Geschichte ausgehen würde. Die Autorin schaffte es leider nicht, mir ein neues Ende oder eine Überraschung zu bieten.

Harald A. Weissen - „Stadttiere“
Die Erzählung ist sehr ungewöhnlich und bis zum Schluss erwartete ich etwas ganz Besonderes. Als das Ende kam und das Ungewöhnliche nicht, war ich trotzdem nicht enttäuscht. Harald Weissen kann erzählen und den Leser an der Geschichte halten.

Christoph Hardebusch - „Tag & Nacht“
Auf zwei Erzählebenen gibt uns Christoph Hardebusch einen Einblick in die schmerzhafte Welt des Erzählers. Ich persönlich möchte jedoch die Leser bitten, die Beschreibungen nicht nachzuahmen.

Uschi Zietsch - „Dornröschen“
Dornröschen ist ein sehr bekanntes Märchen. In der neuen Version geht viel verloren. Vor allem das bisherige Leben des Prinzgemahls. Wie es dazu kommt, kann man hier nachlesen.

Damian Wolfe - „Hexenspiele“
Wenn sich zwei junge Mädchen mit einer Dämonenbeschwörung vergnügen wollen, geht das durchaus tragisch aus. In diesem Fall nicht für den Dämon, denn er ist keiner.

Lothar Nietsch - „Thantos' Muse“
Wer sich ein Bild kauft, sollte sich im Klaren darüber sein, dass es nicht im Schlafzimmer hängen sollte - vor allem dieses Bild nicht. Sie sollten als Leser nicht das Erbe des Handlungsträgers antreten.

Boris Koch - Die, die tote Herzen bricht
Die letzte Geschichte der Kurzgeschichtensammlung hat mir persönlich am besten gefallen. Boris Koch erzählt uns eine Männerphantasie, die vielleicht jeder Mann mal hatte. Na ja, fast.

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