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Akira (Anime)
Film - Animation

Regie & Drehbuch: Katsuhiro Otomo
Musik: Shoji Yamashiro
Laufzeit: 119
Japan 1988

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Am 16. Juli 1988 explodiert eine nukleare Bombe inmitten Tokyos. Die Stadt wird zerstört, der dritte Weltkrieg bricht aus und bringt Verderben über die Menschheit. 31 Jahre danach hat man sich einigermaßen von dem Krieg erholt. Jedoch sind die Jahre des Aufbaus und des Wirtschaftswachstums vorbei und Unruhen erschüttern das neu erbaute Neo Tokyo. Die Motorradrocker Kaneda und Tetsuo befinden sich mit ihren Freunden im Kampf mit einer konkurrierenden Bande, die sich "Clowns" nennt. Während eines Zweikampfes stößt Tetsuo mit einem kleinen Jungen zusammen und wird schwer verletzt. Kurz darauf beobachten Kaneda und seine Freunde, wie der Junge und auch der verletzte Tetsuo von Armeeinheiten aufgegriffen und fortgebracht werden.
Im Polizeirevier lernt Kaneda die junge Rebellin Kei kennen, die gegen ein Projekt namens "Akira" des Militärs kämpft. Nach allerlei Hin und Her schließt sich Kaneda notgedrungen ihrer Kampftruppe an.
Währenddessen wird Tetsuo in einem Labor untersucht, und man stellt fest, dass sich seine Gene aufgrund des Zusammenstosses mit dem Jungen namens Takashi verändern. Der kleine Junge scheint zusammen mit dem Mädchen Kyoko und dem älteren Jungen Masaru parapsychische Fähigkeiten zu besitzen. Dies ist das Ergebnis von Forschungsarbeiten des Militärs, die unter dem Befehl von Colonel Shikishima stehen, welcher unter einem immer größeren Druck der Regierung steht, die sein Projekt beenden möchte.

Während Kaneda zusammen mit Kei in das Regierungsgebäude eindringt, brechen Tetsous neue Kräfte aus; der Junge hat sich nicht mehr unter Kontrolle und bricht aus dem Labor aus. Er erfährt von dem Akira-Projekt und macht sich auf den Weg in das alte Tokyoter Olympiastadion, in dessen Nähe Akira untergebracht wird. Kaneda, der den Wahnsinn in Tetsuo heraufdämmern sieht, macht sich auf, seinem Freund zu helfen - und ihn aufzuhalten.

Akira ist nicht der Blade Runner des Zeichentricks, wie es auf zumindest der deutschen Originalfassung beworben wird. Akira ist etwas Eigenständiges und Besonderes - entstanden aus einer über 2000 Seiten (!!!)-Manga-Fassung des Zeichners Katsuhiro Otomo, der auch die Regie der Anime-Fassung übernommen hat. Als einer der ersten Animes, die auf dem europäischen Festland Beachtung gefunden haben, prägte Akira nicht nur viele Fans der ersten Stunde des japanischen Zeichentricks, sondern legte auch die Messlatte fest, an der sich nachfolgende Produktionen messen lassen müssen - und die Latte liegt ziemlich hoch!

Akira (Comicreihe) - Übersicht

Kommentare (1)Add Comment
Jürgen Eglseer
...
geschrieben von eglseer, November 26, 2007
Rezension überarbeitet

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