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The Force Unleashed II (Star Wars Sonderband 58)

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Serie: Star Wars Sonderband 58
Titel: The Force Unleashed II
Autor: Haden Blackman
Zeichner: Omar Francia mit Manuel Silva
Farben: Diego Rodriguez
Buch/Verlagsdaten: Panini Verlag, Oktober 2010, 100 Seiten, ISBN-13: 978-3866079724

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Etwa ein Jahr ist vergangen nach den Ereignissen in "The Force Unleashed". Darth Vader hatte einen machtbegabten Schüler auf die Suche nach überlebenden Jedis ausgeschickt. Jedoch stellte sich dieser mit dem Namen Starkiller eines Tages gegen seinen Meister und gründete zusammen mit Oppositionellen und Rebellen die "Rebellenallianz". Doch Vader konnte die Versammlung aufspüren und nur durch den Opfergang Starkillers konnten die Anführer der Allianz dem Tod entrinnen und fliehen.
Jetzt, 12 Monate später, ist Vader immer noch besessen von der Idee eines Schülers und versucht mithilfe der biotechnologischen Anlagen auf Kamino Starkiller zu klonen. Jedoch schlägt das fehl - alle neuerschaffenen Wesen fallen innerhalb kurzer Zeit dem Wahnsinn anheim. Nur einer konnte sich wohl bislang vor dieser destruktiven Verwandlung schützen und floh aus der Klonfabrik. Darth Vader sieht keine andere Möglichkeit, als den berühmtesten Kopfgeldjäger der Galaxis anzuheuern: Boba Fett. Auch dessen Ziel steht schon fest: Mit Captain Juno Eclipse als ehemaliger Partnerin und Geliebten Starkillers hätte er einen äußerst geeigneten Köder, um das eigentliche Opfer anzulocken. Fett ist jedoch gerade auf Nar Shaddaa gestrandet, einerseits mit zu wenigen Credits ausgestattet, um einen Hyperraumantrieb reparieren zu lassen, und andererseits, um sein Privatleben zusammen mit der Mandorlanerin Xasha zu pflegen. Das nach dem Anruf Vaders Fett gleich nach einer Stunde in den Weltraum startet, zeugt von sehr guten Hyperantriebsmechanikern oder einer Logiklücke des Autors. Aber das ist nur ein kleiner Schnitzer ...
Auf Cato Neimodia können Fett und Xasha nur noch die hinterlassenen Trümmer des entflohenen Sith-Schülers bewundern und geraten am Ende auch noch in einen Kampf mit einem Gorog. Das scheint für Xasha zu viel zu sein und sie verabschiedet sich von diesem Auftrag. Sehr zum Bedauern Fett, der sie wirklich liebt und dem im Inneren sein Herz zerbricht, als Xasha abfiegt. Jedoch überwiegen sein Ehrgefühl und sein Mantra: Ein Kontrakt ist ein Kontrakt ist ein Kontrakt.
Dass er auf seiner weiteren Jagd nach Starkiller noch einige Dämpfer in seiner Loyalität zu seinem Auftraggeber erleiden muss, ahnt er da noch nicht ...

Der zweite Teil des Computerspieles "The Force Unleashed" wird wieder als groß angelegtes Spektakel in die Weltgeschichte entlassen. Aber was haben wir, wenn wir das ganze Brimbaborium hinter uns lassen, wirklich vorliegen? Im Vorfeld durch Buch und Comic eine sehr eingezwängte und stark durch die Vorgaben des Spieles beeinflusste Geschichte, deren Autoren nur in einem sehr beschränktem Maße Gelegenheit haben, das eine oder andere hinzuzufügen. Während der Comic die Geschichte zum Spiel aus der Sicht Boba Fetts schildert, widmet sich der Roman der Sichtweise Juno Eclipses. Das Spiel wiederum hat natürlich Starkiller als Protagonist im Zentrum. Das ist an sich eine nette Idee, jedoch aufgrund der Vorgaben etwas gezwungen, wie man so an dem Ergebnis merkt. Gut umgesetzt sind die mandorlanische Sichtweise und das Ehrgefühl Fetts, auch wenn der Plot am Ende des Comics (das vermutlich außerhalb der Spielewelt angesiedelt ist) für ihn eine ziemliche Erschütterung darstellt.
Gut gelungen finde ich das Artwork. Während Rezensionskollege Drehmel das Ganze wohl als seelenloses modernes Etwas abstempeln würde, kommt für mich der Star-Wars-Kick gut rüber. Die aufgelockerten, nicht in starre Grenzen gezwungenen Panels, der moderne und flotte Zeichenstil gefallen und insgeheim hört man das Hummmmmm der Lichtschwerter im Hintergrund brummen.

Was mich als Star-Wars-Fan etwas erschüttert, ist der Verlauf der Geschichte in Bezug auf die Kontinuität. Da passt irgendwie gar nicht mehr viel zusammen und vor allem gegen Schluss muss man doch die eine oder andere Augenbraue erstaunt hochziehen. Hat sich die Politik von LucasArts geändert, muss nicht mehr alles mehr oder weniger zusammenpassen? War The Clone Wars der Todesstoss der Kontinuität? Ich bin ja mal gespannt, wie sie das auflösen wollen ...

Wenn nicht die Vorgaben der Spieleautoren gewesen wäre, hätte man vielleicht eine bessere Wertung abgeben können, das Artwork zum Comic zum Spiel überzeugt mich jedoch.

Meine Wertung: 6 von 10 Punkten

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