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Startseite - Buch - Fantasy - Der Rat der Schamanin (Stoner McTavish, Band 7)
Der Rat der Schamanin (Stoner McTavish, Band 7)
Buch - Fantasy (B)

Reihe: Stoner McTavish, Band 7
Titel: Stoner McTavish - Der Rat der Schamanin
Originaltitel: Shaman's Moon
Autorin: Sarah Dreher
Übersetzerin: Hilke Bleeken
Titelbild: Martin Grundmann
Buch/Verlagsdaten: Argument Verlag 2047; 283 Seiten; 17,80 DM

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Stoner McTavish ist Reiseverkehrskauffrau. Sie lebt mit ihrer Lebensgefährtin Gwen und ihrer Freundin Marylou bei ihrer Tante Hermione in der Kleinstadt Shelburne Falls. Stoner leitet zusammen mit Marylou Kesselbaum ein kleines Reisebüro in der Stadt. Gwen ist Lehrerin in der örtlichen Schule, wo sie alle Jahre wieder gefeuert und wieder neu eingestellt wird. Stoners Tante jedoch ist Rentnerin und lebt etwas außerhalb der Stadt in einem gemütlichen Landhaus. Eines Tages stellt Stoner fest, dass es ihrer Tante von Tag zu Tag schlechter geht. Hermione ist nicht mehr ganz bei der Sache; sie wird zerstreuter, verliert sich in Tagträumen. Stoner hat Angst um sie und schickt sie daher zum Arzt. Dieser kann jedoch nicht helfen.
Tante Hermione ist Mitglied in einem Hexenzirkel. Sie selbst und andere sind der Meinung, sie verliere ein Stück ihrer Seele. Stoner ist damit ganz und gar nicht einverstanden und sträubt sich gegen die Behauptung. Und doch ist es gerade sie, die ach so rationale Reiseverkehrskauffrau, die eine Reise in die Anderswelt unternimmt, um Tante Hermiones Seele zu finden. Sie begibt sich auf eine bislang nie angetretene Suche nach sich selbst, und neben dem verlorenen Teil der Tante trifft Stoner auf selbst als junges Mädchen und als alte verbitterte Frau.

Die siebte Reise der Romantikerin Sarah Dreher ist diesmal reine Fantasy. Sie spielt irgendwo in der Jetztzeit, ohne genaue Datumsangabe. Das ist auch nicht nötig. Immer wieder brechen Ereignisse über die Leserin und den Leser herein, die unglaublich abstrakt und unwirklich scheinen. Fantasy vom Feinsten. Spannend und mitreißend aber erst, wenn man den Roman zur Hälfte durchgelesen hat. Nicht, dass der Anfang langweilig wäre, er baut nur die Spannung sehr langsam auf und wirkt zum Schluss hin noch viel aufputschender. In der Anderswelt wirkt die Geschichte wie Adrenalin, aber auch gleichzeitig sehr nachdenklich.
Sarah Dreher ist eine hervorragende Autorin, die bereits die siebte Erzählung um Stoner McTavish vorlegt. Die neue Heldin bewegt sich jedoch nur in der vorliegenden Erzählung im Bereich der Phantastik, die anderen Geschichten sind mehr der Richtung Krimi zuzuordnen. Ich bin mir sicher, gerade die Redakteurinnen unserer Frauen- und Lesben-Redaktion im Querfunk würden hier ein Buch vorfinden, das sehr empfehlenswert ist. Für den Bereich der Phantastik gilt das allemal.
Die weiteren Stoner-McTavish-Erzählungen sind ebenfalls im Argument Verlag erschienen.

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