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Fantasy Buch

Der siebte Kristall

Titel: Der siebte Kristall
Autor: Wolfgang Zickler
Buch/Verlagsdaten: Safeline-Media, November 2011, 631 Seiten Klappbroschur, ISBN-13: 978-3000361197
www.der-siebte-kristall.de

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

 

 

Der fast zwölfjährige Basti Hagenbeck wächst behütet in ländlicher Umgebung auf. Zusammen mit seinen Freunden lebt er das Leben eines unbekümmerten Jungen, die Tage sind erfüllt mit Neuentdeckungen und Lausbubenstreichen. Eltern und Großeltern betreiben einen Bauernhof, was eine Vielzahl von Abenteuern ermöglich. Jedoch platz inmitten dieser Idylle, dieses Lebens voller Harmonie die für Basti sehr überraschende Nachricht, das er etwas besonderes sei. Markiert durch seine bemerkenswerte Geburtszeit, an einem Sonntag, einem 7.7. um 7 Uhr morgens, ist er auserwählt, eine besondere Aufgabe zu vollbringen. Helfer und Mentor ist ihm dabei der alte Walusaar, der aus dem Reich der Elfen und Lichalben stammt. Von ihm erfährt er, das die Menschen eigentlich inmitten eines erbitterten Kampfes stehen, das Gute gegen das Böse, die Lichtalben gegen die Dunkelalben und andere finstere Kräfte. Die Träume der Menschen sind hier das Schlachtfeld, gute Träume sind hier das Ziel der guten Seite, die finstere äussert sich in Alpträumen.

Grundsätzlich werden beide Seite in der Waage gehalten. Die sieben Kristalle des Mondes erreichen durch ihre besonderen Kräfte, das die Dunkelalben zurück gedrängt werden und nicht überhand nehmen. Jedoch beginnt einer der sieben Kristalle zu erlöschen und Basti hat die wichtige Aufgabe, ihn auszuwechseln. Würde er das nicht schaffen, so gäbe das ein großes Unglück für alle Menschen.
Nicht nur Walusaar hilft ihm dabei, seine Aufgabe zu erfüllen, auch seine gleichaltrigen Freunde sind ihm eine große Hilfe. Auch ein mächtiges Amulett, ein Geschenk von Walusaar, rettet ihn mehr als einmal vor dem Verderben. Denn schon haben die bösen Kräfte Basti als besonderen Jungen erkannt und versuchen, ihn aus dem Weg zu schaffen. Finstere Gesellen tauchen auf und versuchen gemeine Mordanschläge.

Als Basti und seine Freunde Peps und Flo am zwölften Geburstag des Auserwählten in die Traumwelt von Walusaar überwechseln, werden die Gefahren noch größer. Viele Rätsel und Aufgaben müssen die drei meistern, um schlussendlich das eigentlich Ziel zu erreichen.

Wolfgang Zickler hat in seinem Roman "Der Siebte Kristall" nicht nur eine klassische Fantasy-Quest nach einem wichtigen und magischen Artefakt neu interpretiert, sondern auch ein Werk geschaffen, das micht nur auf den ersten Blick in Aufbau und Stil an Michael Endes "Unendliche Geschichte" erinnert. Zwar stecken in Zicklers Geschichte nicht so viele Hintergedanken, wie Ende das in seinem Klassiker vollbringt, jedoch entpuppt sich insbesondere das Traumland, in das Basti und seine Freunde reisen müssen, um ihre Aufgabe zu erfüllen, als eine Fundgrube der fantasievollsten und skurrilsten Wesen, die man teils sofort ins Herz schließen mag, teils sehr gruselig findet. Dabei bleibt Wolfgang Zickler in seinem Erstlingswerk immer darauf bedacht, das jüngere Leser hier nicht allzusehr überfordert werden. Insofern ist auch die Bewältigung der einzelnen Aufgaben, die Basti gestellt werden, eher auf niedrigem Niveau angesetzt.
Etwas zu ausführlich hat sich Wolfgang Zickler dem Umfeld gewidmet. Die Fortführung der eigentlichen Handlung, der berühmte rote Faden, gerät manchmal etwas ins Hintertreffen, wenn Omas Gebäcke oder persönliche Kamellen mehr im Vordergrund stehen. Hier verliert sich Zickler manchmal ins Labern, bevor er wieder auf den rechten Weg zurück kommt. Insofern wundert es nicht, wenn man einen Ziegelstein von über 700 Seiten vor sich hat, denn "ausführlich" ist ein durchaus korrekter Begriff für den Roman.

Bei der Gestaltung des Buches hat Wolfgang Zickler die Möglichkeiten des Digitaldrucks genutzt. Besonders sind hier die extra für das Buch in Szene gesetzten farbigen Fotografien zu erwähnen, die verschiedene Stellen der Geschichte illustrieren. Hier merkt man die Liebe Zicklers zu diesem Roman sehr deutlich.

"Der siebte Kristall" ist zwar angesichts seines Umfangs vielleicht etwas abschreckend für eine Altersgruppe von 8 bis 14 Jahren, aber defintiv eine spannende, fantasiegeladene Abenteuergeschichte mit einer Unmenge an liebenswerten Kleinigkeiten, in denen sich der Autor manchmal verliert, aber sich zu einem großen, farbprächtigen Mosaik fügen.

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Personen in dieser Konversation

  • Gast (S)

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    Ich finde das Buch richtig langweilig :(

  • Gast (Mel)

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    Dann solltest Du mal einen Kommentar dazu auf Amazon schreiben, einen echten. Ich war dort mal nachschauen und der Bereich wimmelt vor lauter offensichtlich gefaketen Rezensionen. Fast jeder dort hat noch nie vorher eine Rezension geschrieben, niemand bemängelt den Preis, alle finden 600 Seiten soooo toll dick, den Preis total angemessen und alle schreiben 2-4 huldvolle Sätze darüber, wie prima die Collagen sind und wie klasse alle Details. Es ist einfach nur lächerlich eindeutig, mit welcher Motivation da Rezensionen lanciert wurden.

    Ein Fantasyfan würde 600-700 Seiten immer bestenfalls nur als angemessen bezeichnen für eine komplexe Geschichte. Allein das stinkt schon zum Himmel. Und alle sind ja so erstaunt, wie toll das Buch ist, obwohl ein Erwachsener wohl selten auf die Idee kommen würde, ein Buch zu kaufen von einem unbekannten Autor für fast 30 Euro von einem No Name Verlag mit einer Geschichte über 12jährige Kinder, wo der Markt überfließt von wirklich guten, komplexen und bezahlbaren Werken von George R.R. Martin, Brandon Sanderson, Patrick Rothfuss und Co. Komischerweise wird der Autor dort auch mit niemandem verglichen, weil er für sich ja ganz toll ist und das Buch ist super auch für Erwachsene, auch wenn die Thematik rund um Fußball (ganz originell: Fußballrivalität im Ruhrpott) und Fantasy wahrscheinlich dazu führt, daß jeder über 15 normalerweise dezent gähnt oder sich an den Kopf fasst.

    Und es gibt auch noch ein paar Lobeshymnen von Leuten, die ganz offen dazu schreiben, daß das Buch ihnen kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde und die sich anscheinend mit der Rezi bedanken. Für mich alles ein kolossales Eigentor. Wenigstens hat der Rezensent hier bei fictionfantasy gemerkt, daß das Buch für Kids ist mit einem entsprechenden Niveau. Die Amazon-"Rezensenten" hielten es ja alle für Literatur mit Anspruch....

  • Gast (Jürgen Eglseer)

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    Herzlichen Dank für das "wenigstens". LOL
    Ansonsten ist die Seitenzahl von 600 keinesfalls ausschlaggebend für eine gute Geschichte, dem widerspreche ich.
    Was den Preis betrifft - so solltest du mal nachdenken. Ein unbekannter Autor, der auf eigene Kosten das Lektorat zahlt (welches erkennbar gut gearbeitet hat), sich Werbung für sein Buch leistet, Rezensiosexemplare zahlt und auch den (teils farbigen!) Druck selber stemmt - wie soll da ein Preis von 15 Euro erzielt werden, den ein Publikumsverlag allein aufgrund seiner Quersubventionen und Synergien schafft? Allein nur der Druck kostet geschätzt so um die 10 Euro - dann sind aber alle anderen Dinge wie Lektorat, Fotografien, Werbung, Versand, Distributoren, Belegexemplare usw. nicht gezahlt.
    Ich gehe davon aus, das der Autor kaum etwas an diesem Projekt verdient.

  • unbekannte Autoren müssen ja nicht unedingt abschreckend sein, jeder hat mal klein angefangen. Dank an Jürgen für die Hintergrundinfo, da sollte man mal drüber nachdenken

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