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Startseite - Buch - Fantasy - Das Lächeln der Toten (Merrily Watkins)
Das Lächeln der Toten (Merrily Watkins)
Buch - Fantasy (B)

Reihe: Merrily Watkins
Titel: Das Lächeln der Toten
Originaltitel: The Smile of a Ghost (2006)
Autor: Phil Rickman
Übersetzerin: Nicole Seifert
Titelbild: Sarah Heiß
Buch/Verlagsdaten: rororo Verlag 25336 (08/20119); 540 Seiten; 9,99 €; ISBN: 978-3-499-25336-2 (TB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Damit Lol seine Freundin Merrily öfters treffen kann, bezog er eine neue Wohnung. Die liegt fast genau dem Pfarreihaus gegenüber, was den Weg zueinander stark verkürzt. Mit diesem Arrangement scheint nicht jeder einverstanden zu sein. Lol erhält immer wieder anonyme Briefe, in denen der oder die Verfasserin sich mit unschönen Worten über das Liebespaar auslässt. Ein weiteres Problem von Lol und Merrily - oder eigentlich nur der Pfarrerin - sind die drei Assistenten, die ihr zur Seite gestellt wurden. Statt miteinander zu arbeiten, wie es der Begriff Mitarbeiter vorgibt, sind diese dabei, ihren eigenen Vorteil zu suchen und die Position von Merrily einzunehmen. So steht die Exorzistin ständig unter Beobachtung und es fällt ihr schwer, sich von ihren Mitarbeitern in spirituellen Grenzfragen unbemerkt zu trennen, um Lol aufzusuchen.
Andy Mumford, frisch in den Ruhestand getretener Polizeibeamter, benötigt ebenfalls Merrilys Unterstützung. Sein Neffe, der geschichtsfanatische und stille Robbie Walsh, ist im beschaulichen Dörfchen Ludlow vom Turm des Schlosses gestürzt. Der Fall des Neffen endete tödlich. Zurzeit wird noch gerätselt, ob es ein Unfall, Mord oder gar Selbstmord war. Andy bevorzugt die altbekannte Polizeimethode, auch wenn er nun im Ruhestand ist und wenig offizielle Unterstützung erwarten kann. Merrily versucht indes zusammen mit Lol, ihrer Tochter Jane und Eirion einen anderen Ansatz zu verfolgen. Eine Gothic-Sängerin namens Belladonna, musikalisch bekannt in den 1980er Jahren, hatte engen Kontakt zu Robbie. Die Spur, die sie verfolgen, führt zu einer Internetplattform für selbstmordgefährdete Jugendliche. Robbie ist nicht der einzige Tote. Während der Ermittlungen stirbt ein weiterer Teenager durch einen Sturz vom Schlossturm.

In der Regel spielt in Phil Rickmans Reihe der Dorfklatsch eine große Rolle, hier wird er aber vernachlässigt. Mit diesem schriftstellerischen Kniff wird die Geschichte interessanter und durchbricht eine Gewohnheit. Der Roman lässt sich schnell durchlesen und der Fall (im doppelten Sinn des Wortes) um die toten Jugendlichen ist durchweg undurchsichtig und fesselnd gestaltet. Merrily, Lol, Jane und Eirion sind inzwischen ein eingespieltes Team. Sie entwickeln sich weiter und bieten dem Leser somit etwas, das ich in vielen anderen Serienromanen vermisse. Leider geht in diesem Roman das Klerikal-mystische etwas verloren, tritt zugunsten der Handlungsträger in den Hintergrund. Gerade wenn man die Bücher von Phil Rickman deswegen kauft, ist es ein wenig enttäuschend. Trotz dieses Mangels ist der Roman immer noch ein lesenswerter Spannungsroman.

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