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Knightfall - Der Sturz des Dunklen Ritters / Broken Bat (Teil 1)
Comic - Amerikanische Comics
Knightfall - Der Sturz des Dunklen Ritters / Broken Bat (Teil 1)
Batman #491 Batman #492 Detective Comics #659
Story: Dough Moench
Zeichnungen: Jim Aparo Zeichnungen: Norm Breyfolge Zeichnungen: Norm Breyfolge
Farben: Adrienne Roy
DC, April-Mai 1993, je 32 Seiten

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Nachdem Bane in den vorhergehenden Bänden Batman beobachtete und mittels des Riddlers und Killer Croc seine Fähigkeiten testete, beginnt nun sein großer Plan, den dunklen Ritter zu vernichten. Zuerst erschafft er Batmans größten Alptraum: Er greift zusammen mit Zombie, Bird und Trogg Gothams Gefängnis Arkam Asylum an und befreit alle Insassen, darunter die gefährlichsten und brutalsten Gegner Batmans wie beispielsweise den Joker oder Two-Face. Als ersten süprt Batman den Mad Hatter auf, der mittlerweile einige seiner Mitinsassen zusammenführte und unter seine Kontrolle brachte. Den Verbrecher Film Freak programmiert der Mad Hatter mittels Hypnose dazu, Batman töten zu müssen. Jedoch wird dieser von Bane brutal umgebracht, da er den Batman für sich haben möchte und in Film Freak eine unangenehme Störung seiner Pläne sieht.
Der Mad Hatter wird von Batman, der nach den Kämpfen gegen Killer Croc und den Riddler körperlich angeschlagen ist, zur Strecke gebracht, ebenso seine designierten Untergebenen.
Der Bauchredner ist auf der Suche nach Scarface, um sich mit ihm zusammenzutun, trifft aber nur auf den riesigen Amygdala, den der Bauchredner zu seinem Leibwächter ernennt. Der naive und mit Verstand etwas spärlich bedachte Amygdala wird zu einer großen Gefahr, als die beiden Gangster von Batman in einem Spielzeugladen gestellt werden. Der mit übermenschlicher Kraft ausgestattete Amygdala verletzt den dunklen Ritter schwer, jedoch kann dieser den Giganten dennoch besiegen. Bauchredner allerdings flieht. Zurück bleibt ein trotz des Sieges im wahrsten Sinne niedergeschlagener Batman.

Tim Drake als der mittlerweile dritte Robin hingegen hat es satt, von Batman immer im Hintergrund gehalten zu werden. Nachdem der dunkle Ritter den zweiten Robin - Jason Todd - an den Joker verloren hat (er wurde in dem Zyklus "A Death in the Family" getötet), hält er den jungen Nachfolger Todds immer von jeglicher Gefahr fern, aus Angst, auch ihn zu verlieren. Robin hingegen will an der Seite Batmans kämpfen und kommt langsam Bane auf die Schliche. In diesem Zuge wird er von Banes Partner Bird entdeckt und fast besiegt - Tim Drake kommt nur der Umstand zu Hilfe, dass Bane seinen Freund abberuft.

Die ersten drei Bände des großen Storyarcs "Knightfall" leiten einen sich schon länger abzeichnenden Zusammenbruch Batmans ein. Während etwa zur gleichen Zeit Superman sich Doomsday entgegenstellen muss und dabei sein Leben verliert, muss sich Batman einer weitaus schwierigeren Situation stellen. Ohne sein Wissen arbeitet Bane nicht nur auf seinen körperlichen, sondern auch geistigen Zusammenbruch hin. Der inszinierte Ausbruch aus Arkam Asylum ist nur der Anfang von vielen kleinen Schlägen und Stichen, die schließlich zu Batmans Vernichtung führen sollen.
Nach Frank Millers "The Dark Knight Returns" blieb es nicht aus, dass auch die ständigen Batman-Reihen "Batman" und "Detective Comics" sich wieder auf das zurückbesinnen, was den dunklen Ritter einst ausmachte. Wie schon erwähnt, rüttelte man bei DC schon länger an der geistigen Gesundheit Bruce Waynes - große Ereignisse wie der Tod Jason Todds nagen an seinem Selbstverständnis. Mit dem Erzfeind Bane hat man einen Gegner geschaffen, der nicht vordergründig einfach drauflosschlägt sondern meist im Hintergrund bleibt und seine für Batman schmerzhaften Ereignisse organisiert. Der Dunkle Ritter kann dem in seiner derzeitigen Verfassung nicht gewachsen sein. Hier beginnt eine zwar nicht so dichte Storyline wie beispielsweise in dem "Dark Knight Returns"-Trio von Miller, aber eine nicht minder spannende und interessante. Das Schönste an Helden ist doch immer, sie auch einmal scheitern zu sehen ...

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