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Startseite - Film - Animation - Große Haie - kleine Fische
Große Haie - kleine Fische
Film - Animation

Shark Tale
USA 2004
Regie: Bibo Bergeron, Vicky Jenson, Rob Letterman
Drehbuch: Rob Letterman, Damian Shannon, Mark Swift, Michael J. Wilson

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Der Putzerfisch Oscar hat sein Leben satt. Er arbeitet wie sein Vater in einer "Walwaschanlage". Seine Spielleidenschaft bringt ihm bei seinen Boss, den Kleinganoven Sykes, Schulden ein. Seine Freundin Angie leiht ihm Geld, aber Oscar verspielt es bei einem todsicheren Seepferdrennen und Sykes macht dies, was jeder Gangster in so einer Situation machen würde: Er wirft den Schuldner zur Abschreckung den Haien vor.
Doch Oscar hat Glück, denn der erste Hai, der vorbei kommt, ist Lenny, der erste weiße Hai, der Vegetarier ist. Lennys Bruder ist allerdings alles andere als erfreut, als Lenny den unglücklichen Oscar freilässt, doch bevor etwas passiert, wird der Hai von einem Anker erschlagen.
Während Lenny sich die Schuld gibt, erlangt Oscar als "Haitöter" den Ruhm den er immer schon haben wollte. Aber es ist klar, dass dies nicht gutgehen kann, denn Don Lino, Lennys Vater, sinnt nach Rache.

Ganz klar: Dreamworks versucht den Erfolg von Pixar zu wiederholen. Ein Unterwasser Animationsfilm ist ein todsicherer Blockbuster. Falsch! Dreamworks hat neben der Entwicklung der Sets, der Figuren, der Filmwelt und der Animationstechniken etwas ganz Wesentliches aus den Augen vorloren: Die Story! Diese ist nämlich der Reinfall schlechthin. Die Story um einen kleinen Mann, der ganz groß rauskommen möchte und dabei Fehler macht war schon beim ersten Erzählen nicht der ganz große Stoff aber nicht dem 378. Mal des Erzählens ist die Story nur noch öde. Hinzu kommt, dass Oscar, die Hauptfigur einfach nur noch nervt. Der Film wäre ohne ihn richtig gut geworden, denn die Nebenfiguren sind allesamt sehr gut gelungen wie z. B. Don Lino, dem Mafiaboss der Hai, Sykes, dem Kugelfisch, der sich bei Aufregung immer aufbläst und ganz hoch spricht (urkomisch) oder Lenny, dem Vegetarier Hai, der sich als Delphin (ich weiss zwar nicht, warum ein Delphin für Rifffische weniger bedrohlicher sein soll als ein Hai) verkleidet.

Die Liste der Sprecher der animierten Figuren klingt wie das Who ist who Hollywoods: Will Smith (Oscar), Robert De Niro (Don Lino), Renée Zellweger (Angie), Angelina Jolie (Lola), Jack Black (Lenny), Peter Falk (Don Brizzi) und - sehr interessant - Martin Scorseese (Sykes). Doch all diese Namen heben die Story nicht auf ein durchschnittliches Niveau. Es gibt Regeln, die im Kino eben unumstößlich sind: Nur eine gute Story ermöglicht einen guten Film (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wer also glaubt, jeder Animationsfilm sei gut, der wird hier eines besseren belehrt.
6 von 10 Punkten.

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