Gildenhaus Thendara (Darkover, Band 7)

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Serie / Zyklus: 7. Roman des Darkover Zyklus
Titel: Gildenhaus Thendara
Originaltitel: Thendara House (1983)
Autor: Marion Zimmer Bradley
Übersetzung:
Verlag / Buchdaten: Weltbild

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Gildenhaus Thendara ist ein faszinierendes Buch, das zwei Geschichten parallel erzählt: Zum einem ist da Margali n'ha Ysabet, die terranische Agentin, die sich als Amazone verkleidet hatte, enttarnt und gezwungen wurde, den Eid der Amazonen abzulegen. Natürlich hätte sie auf die Erfüllung des Eides verzichten können, doch sie ist den Idealen dieser Gruppierung nicht abgeneigt. Sie beginnt im Gildenhaus in Thendara ihre Ausbildung, die alles andere als leicht ist.

Die zweite Geschichte ist die von Jaelle n'ha Melora, einer freien Amazone von Darkover, die mit Margali ihren Platz tauscht. Während Margali die Ausbildung einer Amazone bekommt, wird  Jaelle im Raumhafen eingesetzt. Dabei fällt ihr das Los noch schwerer als der Terranerin. Doch Jaelle schlägt sich tapfer und bewährt sich unter den Terranern.

Aber die Spannungen nehmen zu. Beide Frauen sind aus ihren Welten herausgerissen und sind zerrissen in dem, was sie unternehmen. Während aber Margali immer mehr Bezug zu Darkover findet, fällt es Jaelle immer schwerer, Kompromisse mit der terranischen Lebensweise zu finden. Alles steuert auf eine Katastrophe zu.

Die Zweiteilung macht dieses Buch sehr interessant und lesenswert. Die Parallelität zwischen beiden Geschichten macht viel von der Spannung des Buchs aus. Viele Romane von Darkover sind Fantasy, aber dieses Buch driftet eindeutig in die SF ab. Es geht um das Aufeinanderprallen von Kulturen und den Konflikt zwischen Tradition und Technik.

Sehr gelungen sind wieder die Beschreibungen des Lebens in dem Gildenhaus. Alles wirkt sehr real und plausibel und der Leser kann sich hervorragend in Margali hineinversetzen und sich vorstellen, wie sie sich fühlt. Im krassen Gegensatz dazu beschreibt Marion Zimmer Bradley die Welt der Terraner als kalt und abweisend. Die Umgebung der Terraner wirkt  farblos und unwirklich. Nichts hat Bestand und Wert - die Terraner wirken wie versklavt von ihrem Leben. Der Kontrast ist der Autorin wirklich gut gelungen.
Dafür gibt es 7 von 10 Punkten.

Darkover Zyklus - Aufstellung

 

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