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Startseite - Film - Science-Fiction - Enterprise 3x10: Similitude
Enterprise 3x10: Similitude
Film - Science Fiction (F)

Similitude

Eine Besprechung / Rezension von Jürgen Eglseer
(weitere Rezensionen von Jürgen Eglseer auf fictionfantasy findet man hier)

Commander Tucker plant eine Verbesserung des Warp-Antriebes - um so schneller durch die Expanse fliegen zu können. Bei einem Testlauf scheint erst alles gut zu gehen - bis der Maschinenraum-Mannschaft der Warpantrieb um die Ohren fliegt. Tucker wird von einem Energiefeld getroffen, sein Nervensystem so stark geschädigt, das ein Überleben kaum möglich schein.
Dr. Phlox schlägt Archer eine letzte Möglichkeit vor, Trips Leben zu retten: Er besitzt ein larvenartiges Lebewesen, das die Fähigkeit besitzt, fremde DNA zu übernehmen und daraus eine Kopie des Originals zu erstellen. Ein doppelter Tucker würde heranwachsen - in weniger als 8 Tagen. Dieser Klon könnte dann als Spender von Nervenmaterial dienen, um den Original-Tucker zu retten. Die Lebensspanne des Klons würde laut Phlox 15 Tage betragen. Archer macht es sich nicht leicht, diese Entscheidung zu treffen - entscheidet sich aber dafür, vor allem da die Enterprise sich in einer Umgebung des Weltraums befindet, in dem magnetisierte Kleinmeteoriten die Hülle des Schiffes immer mehr bedecken und mittelfristig ein Funktionieren der Schiffssysteme unmöglich machen.
Phlox dient dem heranwachsenden Klon wie ein Vater, die Besatzung entscheidet, ihn Sim zu nennen. Je älter Sim wird, desto mehr Erinnerungen Tuckers tauchen auf, desto mehr fühlt er sich selbst als Commander Tucker. Er gesteht T'Pol, das er nicht weiss, woher seine Liebe zu ihr stammt - von Tucker oder von ihm selbst.
Phlox findet heraus, das Sim die Entnahme des Nervenmaterials nicht überleben wird, Archer fällt, als der dies erfährt, in ein tiefes Loch. Er droht Sim damit, ihn zu töten, sollte er sich nicht freiwillig opfern. Dieser jedoch versteht nicht, dass er sich für eine andere Person töten lassen muss, sein Selbsterhaltungstrieb scheint von Archer nicht anerkannt zu werden. Sim ist kurz davor, die Enterprise zu verlassen - bleibt jedoch, da er seine letzten Tage nicht in einem Shuttle verbringen möchte. Er teilt Phlox und Archer mit, das er die Operation durchführen möchte.

Das es nicht möglich ist, Erinnerungen in einer DNA zu speichern und in einem Klon wieder erwecken zu lassen spielt in dieser Folge überhaupt keine Rolle. Die Grenzsituation, in der sich T'Pol, Phlox, Archer und Sim befinden ist brutal - soll man den Klon für ein Crewmitglied töten? Soll man sich selber opfern, damit ein anderer leben kann? Man fühlt sich erinnert an die derzeitige Klondiskussion, an die Horrorvision von Menschen, die nur gezüchtet werden, um anderen als Ersatzteillager zu dienen. Ich hätte nicht erwartet, in Star Trek so eine aktuelle und kontroverse Diskussion wieder zu finden - und vorallem dann nicht so enden zu lassen. Heftig - aber eine verdammt gute Folge!

Similitude - Rezension von Rupert Schwarz

Season 3
Star Trek - Hauptmenü

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