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Einmal Rupert und zurück (Per Anhalter durch die Galaxis, Band 5)

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Serie / Zyklus: Per Anhalter durch die Galaxis, Band 5
Titel: Einmal Rupert und zurück
Originaltitel: Mostly Harmless (1992)
Autor: Douglas Adams
Übersetzer: ~
Verlag / Buchdaten: Heyne, 1994

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

 

Sehr lange Zeit hat Douglas Adams benötigt, den fünften und letzten Band seiner Anhalter-Reihe zu schreiben. Doch nicht alles, was lange währt, wird auch gut. In diesem Fall ist eher das Gegenteil der Fall. Das Buch ist in der ersten Hälfte ein hilfloses Zusammenfassen mehrerer Geschichtsfragmente, die Douglas Adams, nachdem er wohl mehrfach versuchte, einen weiteren Roman der Reihe zu schreiben, einfach zu einem Buch vermischt hat. Das führt dazu, dass der Leser zunächst gar nicht weiß, worum es eigentlich geht.

Es wird von einer Tricia McMillan erzählt, die niemals mit Zaphod ins All flog und seitdem immer das Gefühl hat, etwas verpasst zu haben. Es wird von einem Ford Prefect erzählt, der erleben muss, wie die Zentrale vom Hitchhiker's Guide von einer Kapitalgesellschaft übernommen wird und plötzlich ganz anders geführt wird. Es wird erzählt von Arthur Dent, der nach eine Odyssee im All auf einen Planeten strandet und dort ein glückliches Leben führt, bis eines Tages Trillian (also die Tricia McMillan, die mit Zaphod in Raumschiff gestiegen ist) vorbeikommt und ihm seine Tochter Random vorstellt. Letztendlich endet alles auf der Erde, die mal wieder zerstört wird. Also nichts Neues.

Das Buch hat, wie gesagt, eine große Inkonsistenz. Es ist offenbar, dass Douglas nicht so recht eine Idee hatte, wie man den Roman beginnen und fortführen soll. Spannungsbogen? Fehlanzeige! Durchgängiger Handlungsbogen? Ebenfalls Fehlanzeige! Das Buch plätschert so dahin, bis am Ende alles zusammenläuft und doch noch etwas zustande kommt, das die Bezeichnung Roman verdient hat.
Dabei ist das Buch streckenweise recht witzig. Die Begegnung von Arthur mit seiner Tochter ist unterhaltsam. Auch die Ereignisse von Ford im Anhalter-Hauptquartier sind komisch. Aber man vermisst die Handlung, die alles verbindet. So scheitert Douglas Adams erneut daran, eine adäquate Fortsetzung der ersten beiden Bücher zu schreiben. Ich kann dem Buch nur 5 von 10 Punkten geben, wobei das Werk einen Bonuspunkt für die (zwar vollkommen schwachsinnige, aber nichtsdestotrotz schmeichelhafte) Titelübersetzung erhält: Einmal Rupert und zurück. Schön.

 

 

Eine Übersicht der Serie gibt es auf der Autorenseite.
[Auf fictionfantasy.de rezensierte Bücher sind mit Link unterlegt und fett gekennzeichnet.]

 

 

 

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