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Der Osiris-Faktor

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Titel / Originaltitel: Der Osiris-Faktor (2008)
Autor: Gunter Arentzen
Buch/Verlagsdaten: Romantruhe, 200 Seiten, ISBN: 978-3937435817

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Domino LaFays Start ins Leben hätte nicht schlechter sein können: Nach der Ermordung ihrer Eltern und mehrfacher Vergewaltigung durch den Mörder wird sie in ein Waisenhaus gesteckt, dessen Leiter seine Schützlinge zum Anschaffen auf die Straße schickt. Als sie, bereits im Teenageralter, eines Tages den Mörder ihrer Eltern sieht, leiht sie sich eine Waffe und erschießt den Mörder kaltblütig. Ihre Tat hinterlässt bei bestimmten Leuten nachhaltigen Eindruck, und so bedeutet dies das Ende ihrer Karriere als Strichmädchen und den Beginn ihrer Karriere als Killerin. Schließlich landet sie im Knast und wird dann aber von der Regierung als Killerin abgeworben, um als Agentin fürs Grobe tätig zu werden. Dabei stößt sie auf Spuren einer Verschwörung. Das Leben der gesamten Bevölkerung der Erde liegt in ihren Händen.

Der Roman erzählt auf recht harte Weise den Lebensweg einer Waisen zur Agentin. Gunter Arentzen besticht durch einen recht flotten Stil. Besonders im Mittelteil ist der Roman flüssig und sehr spannend geschrieben, und so wird der Roman zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen. Doch es gibt auch Kritik anzubringen. Zu Beginn ist der Einstieg in die Geschichte ein wenig unstet. Zunächst liest man in einem Prolog von Ereignissen knapp 100 Jahr vor der eigentlichen Geschichte. Während der sogenannten Kaskade wurden 75% der Menschheit ohne erkennbare Ursachen getötet. Auch 100 Jahre später kann man sich diese Sache nicht erklären. Erst zum Ende des Romans hin schlägt der Autor den Bogen zu seinem Prolog und handelt dann den Kern seiner Geschichte zu schnell ab. Angesichts der vielen Ereignisse, die sich auf den letzten 20 Seiten zugetragen haben, bleibt der Leser ein wenig ratlos zurück.

Trotzdem hat der Roman einen guten Eindruck hinterlassen; trotz der 200, recht klein bedruckten, Seiten hatte ich den Roman in drei Tagen gelesen, und das war ein gutes Zeiten. Ebenso würde mich interessieren, wie die Geschichte weitergeht, aber es wird sich zeigen, ob dem Roman, der in sich abgeschlossen ist, eine Fortsetzung folgt.

Fazit: ein solider Roman mit gewissen Schwächen in der Handlungsführung, aber auch ein Roman, der zu fesseln versteht und gute Unterhaltung vor einem recht düsteren Hintergrund bietet.
6 von 10 Punkten.

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