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Das Omen / Rosmaries Baby / Der Exorzist - Sammelband

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Titel: Der Exorzist
Originaltitel: the exorcist
Autor: William Peter Blatty
Übersetzt: Joachim Honnef

Titel: Das Omen
Originaltitel: the omen
Autor: David Seltzer
Übersetzt: Ernst Heyda

Titel: Rosemaries Baby
Originaltitel: rosemary’s baby
Autor: Ira Levin
Übersetzt: Herta Ballig

Verlags/Buchdaten: Area Verlag 800 Seiten

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Der Exorzist
Washington D. C., ein wundervolles, elegantes Haus. Mutter und Tochter planen den Geburtstag der elfjährigen Tochter. Man möchte den Tag doch ganz besonders verbringen. Die zwölfjährige Regan MacNeill verändert sich sehr zu ihrem Nachteil. Die Tochter einer berühmten Schauspielerin spricht schlüpfrige Worte, auf ihrer Haut erscheinen wie durch ein Wunder seltsame, hässlich eiternde Wunden und in ihrer Nähe bewegen sich Dinge wie von Geisterhand, als hätten sie ein Eigenleben. Hysterische Anfälle mit heftigen Krämpfen begleiten ihre Wutausbrüche. Die Ärzte, die die Mutter Chris MacNeill aufsucht, sind ratlos. Die junge Regan verändert sich immer mehr, flucht, beschimpft die Ärzte und auf einer Dinnerparty uriniert sie nach einer düsteren Prophezeihung auf den Teppich. Das Kind ist nicht mehr unter Kontrolle zu bringen. Schliesslich kommt ein Hypnotiseur, der sich Regan annimmt. Während der Sitzung kommt es zu seltsamen Ereignissen und die Besessenheit kommt heraus. Daraufhin bittet die Mutter zwei Jesuitenpater um Hilfe. Einer der Pater ist Damian Karras, der an der Universität als Lehrer arbeitet. Die beiden Padres erkennen alsbald, Reagan ist von einem Dämon besessen. Der berühmte Kampf zwischen Gut und Böse findet hier seinen Ausgang. Die Mutter bittet um einen Exorzismus, da das Böse in Regan immer unverhohlener zum Ausbruch kommt. Es dauert eine gewisse Zeit, bis Damien Karras davon überzeugt ist, dass ein Exorzismus vonnöten ist. Mit dem alten Pater Merrin rüstet er sich zum Kampf gegen das Böse, den Pater Merrin ist derjenige lebende Pater, der bereits einmal einen Exorzismus durchführte.
‚Der Exorzist’ des Autoren William Peter Blatty ist durchaus ein Meilenstein der Horrorliteratur. Seit seiner Erstveröffentlichung und auch gerade seit seiner Verfilmung 1973 verursacht ‚Der Exorzist’ eine Gänsehaut. Blatty versteht es durchaus, eine unerträgliche Spannung aufzubauen. Die Leser spüren die erdrückende Atmosphäre und werden gerade durch die genaue Beschreibung des leidenden Mädchens mitgenommen. Andererseits ist da dem Alkohol verfallene jesuit Karras, die fürsorgliche Mutter Chris, die den Leser nahekommen, es ist die Art des Schriftstellers selbst, wie er die Leser in seinem Buch führt. Spannung wechselt sich ab mit fast langatmigen Beschreibungen, die Zeit geben, wieder Luft zu holen, bevor der nächste literarische Schlag erfolgt. Wer ein ‚Bettleser’ ist, sollte sich angewöhnen dieses Buch, wie auch die anderen Bücher der Horror-Reihe des Area Verlages, aus der Hand zu legen und lieber Pipi Langstrumpf zur Hand zu nehmen.

Das Omen
Botschafter Thorn trifft ohne das Wissen seiner Frau eine folgenschwere Entscheidung. Sein eigenes Kind starb während der Geburt. Statt dessen nimmt er das Kind einer anderen Frau an Vater Stelle an. Die Frau verstarb im Kindbett und das Kind wäre eine Waise geworden. Die ersten Jahre vergehen mit diesem Kind in völliger Zufriedenheit. Alle sind glücklich. An seinem fünften Geburtstag geschieht ungeheuerliches. Das Kindermädchen von Damien begeht vor den geladenen Gästen Selbstmord. Ab diesem Zeitpunkt wird der Junge langsam zu einer unheimlichen Person. Cathy Thorn glaubt bald, dass ihrem Kind ein düsteres Geheimnis inne wohnt. Auf der Fahrt zur Kirche beginnt Damien zu Schreien und zu Toben. Die Tiere im nahen Zoo spielen verrückt und drehen vor Angst durch. Botschafter thorn nimmt die Sache jedoch erst Ernst, als weitere Personen im Umfeld von Damien sterben. Er setzt sich hin und forscht nach, wer die Mutter und wer der Vater war. Was er dabei herausfindet schockiert. Sein adoptiertes Kind soll Satan höchstpersönlich sein.
‚Das Omen’ ist ein Kultbuch, das erfolgreich verfilmt wurde. Regisseur Richard Donner schuf Mitte der 7oer Jahre einen düsteren Okkulthriller nach dem Roman von David Seltzer. Er nahm sich die Bibel als Vorlage, wird hier verkündet, Satan wird in einem Kind wiedergeboren und kündigt damit das Ende der Welt an. Sein erkennungszeichen ist die Zahl des Tiers, 666. ‚Das Omen’ zählt zu den zeitlosen Werken der Horrorliteratur. Generationenübergreifend setzt es immer wieder aufs Neue den Menschen in Angst und Schrecken. Wer das Buch über Damien noch nicht kennt, sollte Wissen, dass es ein sehr spannendes, aber zugleich düsteres Buch ist. Die Atmosphäre, die David Seltzer aufbaut, nimmt die Leser sehr schnell gefangen.

Rosemaries Baby
Das frisch verheiratete Paar Guy und Rosemarie Woodhouse zieht in ein altes Mietshaus ein. Ein geräumiges und gemütliches Appartement in einem mehrstöckigen Haus. Hier lernen sie ihre Nachbarn Roman und Minnie Castevet kennen, ein altes, etwas aufdringlich aber liebenswürdig. An einem ganz besonderen Abend möchten Guy und Rosemarie ein Baby zeugen. Zu diesem Zweck haben sie sich ein festliches Essen bereitet. Als Rosemarie von einer Nachspeise isst, die ihr die Nachbarin brachte, wird sie bewusstlos. Sie träumt, dass sie vor den Augen von Guy und ihrer Nachbarn vom Satan vergewaltigt wird. Als sie am nächsten Morgen erwacht sind ihre Schultern zerkratzt. Guy gesteht ihr, trotz der Bewusstlosigkeit, Sex mit ihr gehabt zu haben. Einige Zeit später steht fest, dass Rosemarie schwanger ist. Die Schwangerschaft verläuft nicht so, wie sie sollte. Sie leidet unter heftigen Schmerzen. Der von Minnie vermittelte Frauenarzt bittet sie, Kräutertees von Minnie zu trinken, die angeblich besser wirken, als Schmerztabletten. Rosemaries Aussehen verschlechtert sich ständig. Ein Freund von ihr wird misstrauisch und stellt Nachforschungen an. In Rosemarie erwacht das Misstrauen und sie hegt den Verdacht, tatsächlich Satans Sohn auf die Welt zu bringen.
Hutch, ein Freund der beiden, erzählte ihnen, um die Jahrhundetwende und danach hätten sich seltsame Begebenheiten in diesem Haus zugetragen. Unter anderem hätte sich ein gewisser Adrian Marcato der Hexerei verschrieben. Hutch macht sich Sorgen um Rosemarie. Er versucht herauszufinden, was es mit dem Hexenpfeffer zu tun hat, den Minnie Rosemarie schenkte. Dabei findet er ein Buch über Hexerei und übergibt es ihr. Als sich Rosemarie mit ihm treffen möchte, findet sie ihn im Krankenhaus, wo er im Koma liegt und bald darauf verstirbt. Die Leser dieses Buches werden immer wieder in die Irre geführt. Bald unterscheidet sich Wahn nicht mehr von Wirklichkeit. Das Grauen ergibt sich aus fast alltäglich und gewöhnlich erscheinenden Begebenheiten. Die Begebenheiten, die sich am Beginn des Romans begeben, erscheinen nicht ungewöhnlich. Ira Levin lässt nicht locker. Das Geheimnisvolle und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen halten den Leser lange beim Buch. Es ist fast so, als ob man der persönliche Vertraute von Rosemarie ist, während alle anderen Handlungsträger eher Fremde, im günstigsten Fall Begleiter, sind.

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