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Chrome Breaker, Bände 1 - 3

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Titel: Chrome Breaker, Bände 1-3
Originaltitel: ?
Autor: Chaco Abeno
Übersetzung: Costa Caspary
Zeichnungen: Chaco Abeno
Buch/Verlagsdaten: Ehapa Comic Collection - Egmont Manga & Anime, Band 1-3 (2008 / 2009), Pro Band : 6,50 EUR, 208 Seiten

Eine Besprechung / Rezension von Judith Gor
(weitere Rezensionen von Judith Gor auf fictionfantasy findet man hier oder auf ihrer Webseite www.literatopia.de)

Inhalt
Die Mangaka Chaco Abeno serviert einen gekonnten Mix aus Sakrileg, rasanter Manga-Action in emotional aufgeladener Gothic-Optik! Um Akira Nagisa, die wiedergeborene Maria, zu beschützen, ist Kuromu Takagi, ein junger Krieger der geheimen Crimson -Loge, ausgesandt worden. Selbst nicht ganz menschlich, kämpft er im Namen des Guten gegen die dämonischen Kräfte!

„Chrome Breaker“ ist gar nicht so leicht einzuordnen - ist es doch sowohl für Shojo- als auch Shonen-Fans interessant. Elemente beider Manga-Genres werden gekonnt zu einer emotionalen und spannenden Storyline verwoben. Zum einen wäre da das Verhältnis zwischem dem Protagonisten Chrome und Akira, der Tochter der Maria: Anfangs weist Chrome sie ab und gibt ihr zu verstehen, dass es lediglich sein Job ist, sie zu beschützen. Allerdings hält er sich doch auffällig oft in ihrer Nähe auf und erklärt sich sogar bereit, das von ihr zubereitete Essen zu kosten. Auf der anderen Seite steht Crimson, eine Spezialeinheit des Vatikans, zu der auch Chrome als „Rote Nummer 1“ gehört. Man könnte Crimson als eine Gruppe exzentrischer Exorzisten bezeichnen, die für viele spannende Kämpfe im Manga sorgen. Und für einige Lacher.

Wirklich viel Neues bietet „Chrome Breaker“ nicht. Chaco Abeno bedient sich vieler bekannter und beliebter Motive - unter anderem kommt auch Jeanne D’Arc im Manga vor und die Darstellung der katholischen Kirche ist ebenfalls aus anderen Serien bekannt. Dennoch ist es immer wieder unheimlich interessant, was die Japaner aus diesem Stoff machen. Auch die Charaktere sind relativ „typisch“: Chrome ist düster und arrogant, Akira ein fröhliches Mädchen, das man immer wieder retten muss, und dann gibt es da auch noch den Sandkastenfreund, der die Tochter der Maria um jeden Preis beschützen will. Allerdings sind die Charaktere liebevoll ausgearbeitet und wirken sehr lebendig - so verzeiht man die recht bekannten Motive sehr schnell, denn „Chrome Breaker“ schafft es trotzdem, sich etwas Spezielles zu bewahren. Und dies liegt eindeutig in der Kombination aus „Sakrileg“, „Manga-Action“ und „aufgeladener Gothic-Optik“ - und an den Charakteren, die man sehr schnell ins Herz schließt.

Stilistisch hebt sich „Chrome Breaker“ von anderen Mangas etwas ab - eben weil es viele Elemente kombiniert. Die Zeichnungen von Chaco Abeno passen wunderbar zur Geschichte, insbesondere Chrome sieht klasse - und herrlich finster - aus. Und was das Wichtigste ist: Die Bilder kreieren eine absolut stimmige Atmosphäre. Sie sind düster bis witzig und verdammt gut anzusehen. Natürlich gibt es noch Besseres, aber insgesamt zählt „Chrome Breaker“ zu den wirklich toll gezeichneten Mangas.

Bisher sind drei Bände erschienen, die man ziemlich schnell gelesen hat. Wann und ob ein vierter Band erscheint, ist derzeit noch unklar - aber als Leser hofft man doch schwer darauf! Die Qualität jedes der bisher erschienenen Bände bleibt konstant gut, die Zeichnungen sehen immer gut aus, es sind immer Highlights dabei und auch die Spannung bleibt durchweg erhalten. Und auch die Covergestaltung ist gelungen und lädt zum Kaufen ein.

Fazit:
Bekannte Elemente neu gemischt. „Chrome Breaker“ wartet nicht mit großen Innovationen auf, sondern setzt auf einen Mix aus stimmiger, düsterer Atmosphäre, mystischer Story und gegensätzlichen Charakteren, die für emotionale Spannungen sorgen. Und auch actionlastige Szenen kommen nicht zu kurz. Ein Manga, das schnell und spannend zu lesen ist und daher zum Verschlingen einlädt!

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