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Das Buch Karand (Die Chroniken des Paladins, 3. Band)

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Reihe: Die Chroniken des Paladins, 3. Band
Titel: Das Buch Karand
Autor: Stephan R. Bellem
Titelbild: Michael Krug
Karte: Helmut Pesch
Buch/Verlagsdaten: Otherworld Verlag (09/2009); 451 Seiten; 9,95 €; ISBN: 978-3-902607-08-9 (TB)

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Das Warten hat sich gelohnt, der dritte und damit abschließende Teil der „Chroniken des Paladins“ führt alle losen Enden zusammen. Was fehlt, wie überall, und da schreibe ich mir inzwischen die Finger blutig, ist eine Zusammenfassung der ersten beiden Bücher. Ein unbedarfter Leser, der das Buch zu lesen beginnt, findet sich gar nicht zurecht. Als jemand, der das Lesen als Hobby hat, musste ich auch erst einmal meine Irritationen meistern.
Der Prolog beginnt mit Nnelg dem Ork, der sich dem Nebel der Vorsehung hingibt. Er will von den Ahnen die Zukunft in Erfahrung bringen. Wie alle Vorahnungen sind die gezeigten Bilder jedoch nicht ganz klar zu interpretieren - und schon gar nicht der Zeitpunkt, an dem sie eintreffen werden.
Mit dem ersten Kapitel, „Das Ende aller Hoffnung“, wird der Leser erst einmal in tiefe Depressionen gestoßen. Der Hoffnungsträger der Welt, Tharador, der Sohn eines Engels, scheint tot zu sein. Er wird vermisst, und Blut im Schnee deutet auf seinen Tod hin. Der Ork Ul'goth, der Zwerg Khalldeg, Faeron der Elf, Calissa die Menschin, unterwegs in den Bergen, auf der Flucht vor den Gnomen suchen zu retten, was zu retten ist. Zuerst einmal gilt es, das eigene Leben zu retten. Nicht durch die Gnomen umgebracht zu werden oder in der strengen Kälte zu erfrieren oder zu verhungern. Das erste Kapitel zeigt wirklich die Hoffnungslosigkeit der kleinen Gruppe aus den unterschiedlichsten Kulturen der Welt.
Als sich endlich etwas wie eine Spur zu Tharador findet, der doch noch am Leben ist, muss sich die kleine Gruppe sputen. Eine Hexe hält ihren Freund gefangen und ist im Besitz des gesuchten Buches Karand. Die Mitglieder der Gruppe setzen alles daran, beides wieder in ihre Hände zu bekommen.
„Fehltritte“, das zweite Kapitel, beginnt in der Stadt Surdan. Die Orks eroberten die Stadt, lebten darin und sollen jetzt wieder abziehen. Bis es soweit ist, müssen aber erst die erhitzten Gemüter der unterdrückten Menschen gekühlt werden. Die Abkühlung obliegt Kordal, der den Menschen, in denen der Hass auf die Orks brodelt, die Zeit bis dorthin vertreiben soll. Als ihm der Zorn, aber auch die Anschuldigungen zuviel werden, ernennt er den lautesten Schreier zum amtierenden Bürgermeister der Stadt. Und schon muss sich dieser mit seinen eigenen Leuten auseinandersetzen.
So geht es immer weiter. Jedes Kapitel erhält eine eigene Überschrift, die durchaus passend ist. Die spannende Handlung ist nicht viel anders als in anderen Fantasyromanen. Mit dem ersten Roman hatte ich mehr erwartet, bin aber mit dem, was aus dieser Trilogie wurde, durchaus zufrieden. Als Vielleser kenne ich einfach zuviele Romane, Handlungen und Autoren. Da bleibt nicht mehr viel Überraschendes übrig. Stephan R. Bellem gefällt mir als Autor aber doch. Seine Handlungsträger sind sympathisch und die bösen Buben sind glaubwürdig. Stephan hat die Fantasy sicherlich nicht neu erfunden, mit seinen lebensechten Figuren bereichert er sie jedoch um ein paar Facetten. Alles zusammen ist die Trilogie gute Fantasy-Unterhaltung. Die Geschichte selbst brachte nicht Unerwartetes. Zu deutlich arbeitet Stephan auf das Ende hin. Im Lauf der Romane entwickelten sich nicht nur die Figuren, sondern auch der Autor. Alle drei Romane am Stück gelesen machen jedoch mehr Spaß als das Warten auf die einzelnen Teile. Mal sehen, was Stephan noch zu bieten hat. Nach einer abenteuerlichen Reise durch ein phantastisches Land kann es nur noch besser werden. Vielleicht mit einem anderen Ansatz.

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