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Astro City - Local Heroes

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Reihe: Astro City
Titel: Local Heroes
Autor: Kurt Busiek
Übersetzung: Gerlinde Althoff
Zeichnungen: Brent Eric Anderson, Alex Ross
Tusche: Will Blyberg
Album/Verlagsdaten: paninicomics (06/2008); 232 Seiten; 24,95 €

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Der vorliegende Comic ist eine Sammelausgabe amerikanischer Ausgaben. Sie enthält: Band 1: Newcomers, Band 2: Shining Armor, Band 3: Pastoral, Band 4: Knock Wood, Band 5: Justice Systems, Band 9.11.: Since The Fire, Band 21: Where The Action Is, Band 22: Great Expectations, Special: Supersonic. Allerdings nicht in der numerischen Reihenfolge.

Band 1: Herr Pete Donacek ist Portier des Hotels The Classic und versieht dort seinen nicht gerade aufregenden Dienst. Hinter der Fassade eines freundlichen und zuvorkommenden Mannes verbirgt sich aber mehr. Er ist es, der seine Geschichte in Rückblicken erzählt und auch sagt, warum er mit seinem jetzigen Posten zufrieden ist. Er kann von seinem Arbeitsplatz Menschen, Superhelden und ihre Gegner beobachten. In Astrocity ist die Population von Monstern, Mutanten und Verbrechern ziemlich hoch. Dementsprechend ist die Gegnerschaft an Superhelden ebenso hoch.
Aber es sind nicht immer die Superhelden, die Heldentaten vollbringen. Auch der kleine Bürger kann sich seiner Taten rühmen. Nur kommen sie nicht in die Zeitung.
Band 21: Manny Monkton ist der Comic-Verleger von Bulldog Comics und versucht die Geschichten und Abenteuer der Superhelden nachzuerzählen. Allerdings will er sie etwas aufbereiten, damit sie für die Käuferschicht lesbarer sind. Für seine Geschichten benötigt er nicht nur Zeichner, sondern auch Autoren. Daher stellt Manny Monkton, der Mann mit mehr Superhelden und Superschurken als Gegner als manch ein Held, die Autorin Sally Twinings ein. Mit der Gestalt seines Alter ego Sally kann Kurt Busiek sicherlich auf Erfahrungen in seinem eigenen Leben als Comic-Autor zurückblicken. Ich kann mir gut vorstellen, dass er einiges aus seiner eigenen Vergangenheit einbringt. Von ironisch bis augenzwinkernd.
Band 22: Crimson Cugar ist Schauspieler. Er spielt in der Stadt der Helden einen Helden. Und als er zufällig einen kleinen Verbrecher schnappt, kommt er in den Medien groß raus. Das mögen aber die echten Helden gar nicht, und als er einen Superschurken umhaut, um einen Superhelden zu retten, ist er der Medienheld. Crimson wollte schon immer ein Held sein, doch diese Nummer ist einfach zu groß.
Band 2: Die Geschichte von Irene Meriwether ist eine eher tragische, traurige Erzählung. Sie lernt einen Mann kennen, der sie liebt, weil sie ein Frau ist und nichts anderes. Dieser Mann ist jedoch ein künstliches Produkt. Während eines Unfalls in einem Atomkraftwerk entsteht er und will die Welt der Menschen kennen lernen. Doch Irene hat ein Problem: Sie denkt, sie werde von ihm überwacht - dabei will er nur von ihr lernen und ihre Nähe spüren. Natürlich geht die Beziehung in die Brüche.
Band 3: Die Heldin der Geschichte wird aus Astrocity aufs Land nach Caplinville geschickt. Nur weil die Eltern nach Paris fahren. Dabei ist das Mädchen schon fast erwachsen. Aber in Caplinville gibt es eine Tante und einen Onkel. Die Eltern meinen, sie wäre dort gut aufgehoben und könne neue Erfahrungen sammeln. Alles Dinge, die unsere Heldin gar nicht will. Cammie wird über Astrocity von ihren Cousinen ausgefragt. Für die ist die Welt der Helden etwas ganz Besonderes, für Cammie ist sie Alltag.
Band 4: Vincent ist Rechtsanwalt und sein erster neuer Fall erwartet ihn. Aber auch Rechtsanwälte leben gefährlich. Weniger weil sie jemanden verteidigen, sondern eher, weil sie sich nicht an Regeln halten. Vincent muss das sehr schnell lernen.
Band 5: Die Fortsetzung von Band 4 in direkter Reihenfolge. Vincent Olek erhält Besuch von einem toten Polizisten. Die Geschichte geht mit einer Art Verfolgungsjagd weiter. Aber Verstecke sind nicht immer gut.
Spezial Supersonic: Supersonic ist ein Superheld in Rente. Er hat sich versteckt und wird plötzlich von einem Polizeioffizier gefunden und wieder aktiviert. Doch er ist nicht mehr so gut wie vor vielen Jahren, und so werden viele Menschen obdachlos. Die Schäden gehen in die Millionen.
9.11. (2. Teil) Ist die Geschichte eines Jungen, der am 09.11. von einem Feuerwehrmann gerettet wurde.

Astrocity ist ein Erzählband, der zwar die Stadt zum Thema hat, doch sind es die Menschen und nicht die Superhelden, nicht die Stadt und nicht die Schurken, die die Handlung bestimmen. Jede einzelne Geschichte dreht sich um einen normalen Menschen, zeigt, dass die normalen Mitbürger der Stadt die eigentlichen Helden sind. Wer sich über die Reihenfolge der Geschichten wundert: Es ist die Reihenfolge, in der sie abgedruckt sind. Das erscheint für den Leser auf den ersten Blick etwas seltsam. Letztlich ist es nur wichtig, Band 4 und 5 hintereinander zu lesen. Jedes andere Kapitel ist für sich abgeschlossen.

Local Heroes - die Rezension von Frank Drehmel

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