Biographie

José Saramago (* 16. November 1922 in Azinhaga, Portugal) ist ein portugiesischer Romancier, Lyriker, Essayist, Erzähler, Dramatiker und Tagebuchautor. 1998 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen.
Seine Romane spielen in verschiedenen historischen Epochen Portugals, wobei es sich aber nicht um historische Romane im eigentlichen Sinne handelt. Im Mittelpunkt steht meist das Verhalten und Bemühen einzelner Personen oder Gruppen (meist Angehöriger der unteren Schichten), mit einer für sie feindlichen Umwelt bzw. Gesellschaft zurechtzukommen.
Saramagos Romane haben teilweise surrealistische und märchenhafte Züge, beispielsweise wenn in Die Stadt der Blinden nach und nach alle Einwohner einer Stadt von Blindheit geschlagen werden. Diese Situation bildet den Hintergrund für eine von großer psychologischen und soziologischen Kenntnis zeugenden Schilderung von allgemein-menschlichen Verhaltensweisen. So sind seine Protagonisten gleichzeitig individuelle Personen, die einen Entwicklungsprozess durchlaufen, als auch Charaktermasken, die für bestimmte Personengruppen stehen.
Saramago ist bekennender Atheist und Kommunist; sein Roman Das Evangelium nach Jesus Christus wurde von der katholischen Kirche als blasphemisch eingestuft und führte dazu, dass die portugiesische Regierung die Nominierung für den Europäischen Kulturpreis zurückzog.
Obwohl sich Saramago als Pessimist bezeichnet und trotz mancher an Kafka erinnernden Situationen in seinen Romanen, sind in seinen Texten immer auch Hoffnung, tief wurzelnder Glaube an das Gute im Menschen und in der Welt sowie Appelle an die Humanität zu finden.

1922 wurde Saramago in dem kleinen Dorf Azinhaga im Kreis Golegã in der portugiesischen Provinz Ribatejo geboren. Seine Eltern José de Sousa und Maria da Piedade und deren Familien waren Landarbeiterfamilien in den Latifundien der Großgrundbesitzer. José de Sousa, wie sein Vater, wäre heute sein Name, hätte nicht der Standesbeamte auf eigene Initiative den Cognomen Saramago, durch den die Familie seines Vaters im Dorf bekannt war, seinem Namen hinzugefügt. Saramago ist der Ackerrettich, eine wilde Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler und diente den Armen in Portugal als Nahrung, ähnlich der wilden Rauke in früheren Zeiten in Deutschland. Erst als Saramago sieben Jahre alt war und in der Grundschule einen Ausweis vorlegen musste, bemerkte die Familie, dass sein voller Name José de Sousa Saramago lautete.
1924, als er drei Jahre alt war, zog die Familie nach Lissabon um, wo der Vater als Polizist arbeitete.
Trotz exzellenter Zeugnisse konnte Saramagos Familie sich den Besuch eines Gymnasiums für ihn nicht leisten. Als einzige Möglichkeit blieb ihm, auf eine technische Fachschule zu gehen, er wurde Mechaniker und arbeitete 2 Jahre in einer KFZ-Werkstatt. Während des Besuches der technischen Fachschule kam er zum ersten Mal in Kontakt mit der portugiesischen Literatur. In den nächsten Jahren wurde Saramago ein eifriger Besucher der öffentlichen Bibliothek Lissabons, seine autodidaktischen Studien ermöglichten es ihm bald, in Verlagen und für Zeitungen zu arbeiten, bevor er 1976 freier Schriftsteller wurde.
Zum Zeitpunkt seiner Heirat mit Ilda Reis (1944) war Saramago Angestellter bei der previdência social, der portugiesischen Sozialwohlfahrt.
1947 wurde sowohl sein einziges Kind Violante geboren als auch seine erste Novelle unter dem Titel "Terra do Pecado" veröffentlicht. Er schrieb noch eine weitere (unveröffentlichte) Novelle. Beim Versuch, Weiteres zu schreiben, kam er zu dem Schluss "... dass ich nicht Lohnendes zu sagen habe". Bis 1966 veröffentlichte er daraufhin nichts mehr.
1949 wurde Saramago aus politischen Gründen entlassen. Ende der 1950er begann er, als Produzent für einen Verlag zu arbeiten, so dass er viele wichtige portugiesische Schriftsteller kennen lernte und sich mit einigen befreundete.
Ab 1955 arbeitete er auch Teilzeit als Übersetzer.
1966 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtband Os Poemas Possíveis, 1970 seinen zweiten Provavelmente Alegria.
1967/1968 arbeitete er zusätzlich als Literaturkritiker; die gesammelten Kritiken wurden dann auch 1971 (Deste Mundo e do Outro) und 1973 (A Bagagem do Viajante: crónicas) als Bücher publiziert.
Im Jahre 1969 schloss er sich der damals verbotenen Kommunistischen Partei Portugals an, in der er indessen immer eine kritische Haltung einnahm.
Nach der Scheidung von seiner Frau (1970) ging er eine Beziehung mit der portugiesischen Schriftstellerin Isabel da Nóbrega ein, die bis 1986 andauern sollte.
Nach der Nelkenrevolution 1974 schien Portugal eine kurze Zeit zum Kommunismus zu tendieren. Von April bis November 1975 arbeitete Saramago als stellvertretender Leiter der Tageszeitung Diário de Nóticias. Nach einer gescheiterten Rebellion kommunistischer Truppenteile ging das bürgerliche Lager als Sieger aus der Revolution hervor; Saramago verlor seinen Posten; ohne Hoffnung auf eine Anstellung entschied er sich, sich ganz der Literatur zu widmen.
1980 hatte er seinen nationalen Durchbruch mit dem Roman Hoffnung im Alentejo (port. Levantado do Chão, 1980). Darin beschreibt er die Geschichte der Landarbeiter des Alentejo, ihr entbehrungsreiches und eintöniges Leben, wie sie aufbegehren gegen feudale Herrschaftsstrukturen, die sich über 500 Jahre hinweg kaum verändert hatten. Die Besetzungen der Latifundien durch die Landarbeiter nach der Nelkenrevolution bilden den hoffnungsvollen Schlusspunkt der klerikalfaschistischen Diktatur: von nun an besteht die Hoffnung nicht mehr geknechtet, sondern tatsächlich "vom Boden erhoben" (levantado do chão) zu leben.
1982 erzielte er seinen internationalen Durchbruch mit dem blasphemisch-humoristischen Liebesroman Das Memorial (Memorial do Convento, 1982), der im Portugal des achtzehnten Jahrhunderts spielt und den Bau des Klosters von Mafra aus der Sicht des kleinen Mannes beschreibt. Es ist ein bitter-ironischer, facettenreicher und vieldeutiger Text, der gleichzeitig eine historische, soziale und individuelle Perspektive enthält. Das Buch inspirierte den italienischen Komponisten Azio Corghi zur Oper Blimunda, die 1990 in der Mailänder Scala uraufgeführt wurde. Der große Erfolg dieser beiden Romane bei den Lesern ermöglichte ihm die finanzielle Unabhängigkeit als Schriftsteller.
In der Folge erschienen verschiedene Gedichte, Novellen, Romane und Dramen.
Saramago sprach sich 1986 gegen den Beitritt Spaniens und Portugals zur EU aus.
1988 heiratete Saramago die spanische Journalistin Pilar del Río.
1991 veröffentlichte Saramago das Buch Das Evangelium nach Jesus Christus. Die katholische Kirche erklärte den Roman für blasphemisch. Als der damalige Kulturstaatssekretär der konservativen Regierung, Pedro Santana Lopes, 1992 den Namen Saramagos von der Liste der Kandidaten für den Europäischen Literaturpreis strich und so seinem neuen Roman die Teilnahme verweigerte, verlegten Saramago und seine Frau als Protest ihren Wohnsitz auf die kanarische Insel Lanzarote.
Saramago kandidierte bei den Europawahlen 2004 für die Kommunistische Partei Portugals, allerdings auf einem aussichtslosen Listenplatz.
Saramago erhielt viele portugiesische und internationale Literaturpreise, so 1995 den Prémio Camões und 1998 den Nobelpreis für Literatur. Er besitzt Ehrendoktortitel der Universitäten von Turin (Italien), Universität Sevilla und Polytechnische Universität Valencia (Spanien), Universität Manchester (Großbritannien) und Universität Coimbra (Portugal).

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José Saramago

Biographie

Cherry Wilder (eigentlich Cherry Barbara Grimm) (* 3. September 1930 in Auckland als Cherry Barbara Lockett, gest. 14. März 2002 in Wellington) war eine neuseeländische Science-Fiction- und Fantasy-Autorin.
Cherry Wilder wurde in Auckland auf der neuseeländischen Nordinsel geboren. Sie besuchte die Nelson Girls High in Nelson und die University of Canterbury in Christchurch auf der Südinsel. Nach dem Studium arbeitete sie als Hochschullehrerin und Theaterregisseurin.
1954 zog sie mit ihrem ersten Ehemann nach New South Wales in Australien, 1961 mit ihrem zweiten Ehemann Horst Grimm (1928 - 1992) nach Sydney. Sie schrieb Liebes- und Abenteuergeschichten für verschiedene Magazine.
1974 erschien ihre erste SF-Geschichte unter dem Titel The Ark of James Carlyle in "New Writings In SF: 24". Sie hatte die Geschichte ursprünglich unter einem männlichen Pseudonym eingereicht, veröffentlichte sie dann aber unter dem neuen Pseudonym Cherry Wilder. Zur Wahl des Namens sagte sie: "At this time I chose the name Wilder, thinking of Laura Ingalls Wilder, Thornton Wilder, and Sir John Wilder of TV's "The Power Game", played by the late Patrick Wymark" (Zu dieser Zeit wählte ich den Namen Wilder, wobei ich an Laura Ingalls Wilder, Thornton Wilder, und Sir John Wilder aus der Fernsehserie "The Power Game" dachte, der von dem verstorbenen Patrick Wymark gespielt wurde).
Da ihre SF-Geschichten sehr erfolgreich waren, schrieb sie weiterhin Science-Fiction, später auch Fantasy. Insgesamt schrieb sie mehr als fünfzig Kurzgeschichten sowie mehrere Romane.
1976 zog Wilder mit ihrer Familie nach Langen in der Nähe von Frankfurt am Main. Ende der 1980er zog sie wieder zurück nach Neuseeland.

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Cherry Wilder

Biographie

Ellen Kushner wurde in der US-Hauptstadt Washington geboren und wuchs in Cleveland, Ohio auf. Sie lebt heute mit ihrer Ehefrau Delia Sherman (die sie 1996 heiratete) in New York.

Kushner ist seit langem Moderatorin einer in Boston produzierten Radioshow und hat außerdem vier Fantasy-Romane verfasst (einen davon gemeinsam mit Delia Sherman). Ihr zweites Buch, "Thomas the Rhymer", gewann 1991 sowohl den World Fantasy Award als auch den Mythopoeic Award. Die übrigen drei Romane sind alle im selben Universum angesiedelt.

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keine bekannt

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Biographie

André Franquin (* 3. Januar 1924 in Etterbeek, Brüssel; gest. 5. Januar 1997 in Nizza) war ein belgischer Zeichner und neben Hergé der wichtigste stilprägende Comic-Zeichner Europas.
Nach einer einjährigen Ausbildung an der Ecole Saint-Luc in Saint-Gilles arbeitete Franquin als Trickfilmzeichner im Studio CBA. Bei dieser Arbeit lernte er spätere Comiczeichner-Kollegen wie Morris, Peyo, René Follet und Eddy Paape kennen. Ab 1946 arbeitete er für den Verlag Dupuis, der das Comicmagazin Spirou herausgab. Franquin gestaltete zunächst das Titelblatt des Dupuis-Magazins "Le Moustique" und fand in Jijé (Joseph Gillain), dem damals wichtigsten Zeichner des Verlags, einen väterlichen Freund, der ihn unter die Fittiche nahm.
Schon bald übernahm Franquin die Titelserie des Journal de Spirou. Diese war 1938 von Rob-Vel (Robert Velter) geschaffen und kurzzeitig 1940 sowie ab 1943 von Jijé weitergeführt worden, der die Figur Fantasio hinzufügte. Unter Franquin entwickelte sich die Serie Spirou und Fantasio zu einem der großen Comic-Klassiker und erhielt ihr bis heute gültiges Gesicht: ähnelten seine frühen Episoden aus den Vierziger Jahren noch recht stark denen seines Lehrmeisters Jijé, wagte sich Franquin ab 1950 an das Gestalten von albenlangen Abenteuern, die die beiden Hauptfiguren in einem wesentlich geschlosseneren Universum zeigten. Dort hatten sie es fortan mit einer Vielzahl von wiederkehrenden Nebencharakteren zu tun, darunter der verschrobene Graf von Rummelsdorf, der hinterhältige Zantafio, der größenwahnsinnige Zyklotrop und die emanzipierte Steffani. Zu den beiden wichtigsten Figuren Franquins entwickelten sich das Fantasiewesen Marsupilami und der kreative Chaot Gaston Lagaffe, der nebenbei auch Bürobote war und von Anfang an auch unabhängig von Spirou agierte. Das Marsupilami hatte seinen ersten Auftritt in Spirou am 31. Januar 1952, Gaston debütierte am 28. Februar 1957.
1950 heiratete Franquin: mit seiner Frau Liliane - karikiert in vielen Spirou-Abenteuern sowie einem Gaston-Gag - hatte er eine Tochter, Isabelle, die 1957 das Licht der Welt erblickte (neun Tage vor dem Erstauftritt von Gaston). Die Ehe hielt bis zum Tode des Künstlers.
Nach einem Streit mit dem Spirou-Verleger Dupuis verpflichtete sich Franquin, eine Serie für das Konkurrenz-Magazin Tintin zu zeichnen. Von 1955 bis 1959 entstanden so die Einseiter um Mausi und Paul (Modeste et Pompon), die neben ihrer Komik heute vor allem wegen ihrer ausgefeilten Fünfziger Jahre-Ästhetik bestechen, ohne dass ihnen jemals der große Durchbruch beschieden war. Immerhin war die Serie erfolgreich genug, um von anderen Zeichnern wie Dino Attanasio fortgeführt zu werden. Franquins Streit mit Dupuis war indessen bald beigelegt und es entstand die Situation, dass er nun bei zwei Verlagen unter Vertrag war.
Ab Ende 1957 erhielt Gaston, der bisher nur in Form von Einzelillustrationen erschienen war, einen eigenen Gag-Halbseiter im Heft. Einen Gastauftritt hatte Gaston in der Spirou-Geschichte "La Foire Aux Gangster" ("Treffpunkt Rummelplatz"). Eine weitere, weniger bekannte Franquin-Kreation war Ende 1957 Der kleine Nicki (Le petit Noíl), der einige kürzere Solo-Abenteuer erlebte, in Marsupilami-Gags auftrat, und auch in Bilderbuch-Form erschien. Noíl und der Elaoin erlebten erst 1986 ein weiteres Abenteuer. Zusammen mit Will schuf Franquin das Kinderbuch "Pierres Frohe Ostern", dem der Kurz-Comic "Frohe Ostern, mein kleiner Noíl" zugrunde lag.
Franquin hatte ab 1957 drei Serien zu betreuen, gestaltete das Titelblatt und illustrierte zusätzlich noch weitere Heftinhalte. Trotz der Unterstützung durch Assistenten, darunter Hintergrundzeichner Jidéhem und Texter Greg, kam es im Dezember 1961 zu einem Zusammenbruch. Franquin hatte eine schwere Depression, eine Gelbsucht kam noch hinzu. Erst 1963 konnte er die Arbeit am abgebrochenen Spirou und Fantasio-Abenteuer QRN ruft Bretzelburg fortsetzen. Es folgten noch zwei weitere Geschichten, die in ihrer Gagbezogenheit stark an Gaston erinnerten, bis Franquin die Serie 1968 schließlich ganz aufgab und mit dem 18. Album Die Goldmacher an Jean-Claude Fournier abtrat, um sich ganz seinem Büroboten widmen zu können. Zugleich trat er die Rechte für alle von ihm kreierten Figuren der Serie an den Verlag Dupuis ab. Die Rechte für die Figuren des Marsupilamis und Gaston Lagaffe behielt er jedoch. Beide Serien führte Franquin weiter. In dem Album "Die Goldmacher" zeichnete er noch einmal das Marsupilami, das letztmals in einer Spirou-Geschichte auftrat. Dies tat er aus zwei Gründen: zum einen, um Fournier seine Nachfolge zu erleichtern, zum anderen, weil er der Meinung war, dass Fournier bei seiner Konzeption den Charakter des Marsupilamis nicht hinreichend berücksichtigt hatte.
Das Antiheldentum Gastons nahm von Anfang an großen Einfluss auf den europäischen Comic, und so wurden seine Büro-Erlebnisse 1966 zurecht auf eine ganze Seite ausgeweitet. Schon in der Phase der Halbseiter hatte Franquin, ähnlich wie bei Spirou, der Titelfigur eine Fülle köstlicher Nebenfiguren zur Seite gestellt, darunter den cholerischen Geschäftsmann Bruchmüller, den heimtückischen Verkehrspolizisten Knüsel und die innig in Gaston verliebte Sekretärin Fräulein Trudel. Die Figur Demel ersetzte 1968 Fantasio als Gastons Vorgesetzten, was die Serie zur völligen Unabhängigkeit von Spirou führte. Insgesamt gesehen ist Gaston eine der persönlichsten Serien der Comicgeschichte, wobei ihr Schöpfer rückblickend in der Titelfigur ein Selbstporträt sah.
Ab den späten Siebziger Jahren widmete sich Franquin zunehmend auch sozialkritischen Themen, auf die er seine Figuren Bezug nehmen ließ. So kritisierte er auf einer Gaston-Seite Menschenrechtsverletzungen und Folter. Weiterhin betonte er in seinen Comics die Bedeutung des Natur- und Tierschutzes, wofür sich die Figur des tiervernarrten Gaston ideal eignete. Von 1975 bis 1985 war Franquin an den Szenarios für die von Will (Willy Maltaite) gezeichnete Serie Isabella beteiligt.
Noch immer von Depressionen geplagt, zeichnete er ab 1977 die Reihe Schwarze Gedanken, die in der Magazinbeilage Trombone Illustré erschien. Die nur kurze Zeit erschienene, von Franquin mit Yvan Delporte produzierte Beilage trug wesentlich zur Entwicklung der modernen europäischen Comics für Erwachsene bei. Nach dem Ende der Trombone Illustré (Oktober 1977) erschienen die Schwarzen Gedanken bis Ende 1982 im Magazin "Fluide Glacial". Die bitterbösen und zeitkritischen, schwarz/weiß gehaltenen Gags gerieten zu einem Hauptwerk des Künstlers. Bei den "Schwarzen Gedanken" handelt es sich um kurze Gags, die vor makaberem Humor nur so trieften.
1978 entwickelte Franquin mit Delporte die Comic-Serie "Arnest Ringard" ("Die Zwistigkeiten von Ernest Schüreisen und Maulwurf Ottokar"). Gezeichnet wurde die Serie von (Frédéric) Jannin, die Texte stammten von Franquin.
1980 erhielt Franquin den Großen Preis der Schwedischen Akademie für Comic-Kunst. Ein Jahr später schuf er mit Jidéhem und Delporte den Erzählroman "Robinson auf Schienen" mit Spirou, Fantasio und Gaston in den Hauptrollen. Illustriert wurde das Abenteuer mit großformatigen Bildern. 1982 erreichten Franquins Alben die 10-Millionen-Grenze.
Von 1982 bis 1985 war es Franquin aufgrund seiner schweren Depressionen nicht möglich, zu arbeiten. Im unregelmäßigen Zeichenstil der ab 1986 entstandenen letzten Gaston-Seiten spiegelt sich der wechselnde Gemütszustand Franquins wider: in einigen Gags ruhige, geradezu vorsichtig gezeichnete Linien, die die Dynamik früherer Zeiten vermissen lassen, in anderen Gags ein augenscheinlich von Depressionen und Krankheitsanfällen herrührender zittriger, "klecksiger" Stil.
Da Franquin die Rechte an der Figur des Marsupilamis für sich beansprucht hatte - alle anderen von ihm kreierten Spirou-Nebenfiguren gehören Dupuis - setzte er ab 1987 für den Zeichner Bâtem Die Abenteuer des Marsupilami in Szene. Unter den diversen Autoren der Serie befanden sich Greg und vor allem Yann, der die besten Szenarios beisteuerte. Insgesamt durchaus unterbewertet, konnte die Serie ihr Potential durch die relative Begrenztheit der Titelfigur allerdings nie voll ausschöpfen. Ironischerweise agierte das Marsupilami in seiner eigenen Serie oft als Nebenfigur, was auf Unverständnis bei den Spirou-Fans stieß, die bis heute darauf warten, dass das sympathische Tier in dessen Serie zurückkehrt. Nachdem die Rechte und Lizenzen für das Marsupilami vorübergehend bei Disney gelegen hatten, erwarb Franquin die Rechte wieder zurück, da er darüber verärgert war, dass der Disney-Konzern das Konzept völlig verändert hatte.
Zu einem den düsteren Schwarzen Gedanken völlig konträrem Spätwerk gerieten 1990 Die Tifous, drei fröhliche fürs Fernsehen entstandene Irrwichtel, von denen auch ein Album mit Skizzen (u. a. für das Filmdrehbuch) entstanden ist.
André Franquin wird heute in einem Atemzug mit den ganz großen Comic-Künstlern wie Carl Barks oder Hergé genannt. Er beeinflusste eine ganze Zeichner-Generationen in Frankreich und Belgien. Auf die Frage, welche Künstler und Comics ihn beeinflussen, gab Franquin Popeye, Walt Disney, Gillian und Snuffy Smith an. Für seine Arbeiten erhielt er in vielen Ländern Europas und in Amerika Auszeichnungen. 1974 war der Künstler der erste Preisträger des renommierten Grand Prix de la Ville d'Angoulême, verliehen am Festival International de la Bande Dessinée d'Angoulême, und belegte 2005 gar den 16. Platz bei einer wallonischen Umfrage zu den bedeutendsten Belgiern aller Zeiten.
André Franquin starb, zwei Tage nach seinem 73. Geburtstag, in der Nacht vom 4. auf den 5. Januar 1997 in Nizza an Herzversagen.
Franquins Ehefrau Liliane verstarb am 28. Januar 2007.

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Biographie

Warren Ellis (* 16. Februar 1968) ist ein englischer Autor zahlreicher Comics, Bücher und Drehbücher. Außerdem ist Ellis eine sehr aktive Online-Persönlichkeit. Er lebt in Southend-on-Sea in England.
Ellis begann 1990 zu schreiben und veröffentlichte im britischen Deadline-Magazin eine sechsseitige Geschichte. Des Weiteren schrieb er einen einseitigen Doctor Who-Comic und eine Judge Dredd-Kurzgeschichte. Ellis' erste fortlaufende Serie, Lazarus Churchyard mit Zeichner D'israeli erschien im Magazin Blast!. 1994 begann Ellis bei Marvel und übernahm dort die Serie Hellstorm, die er schrieb bis sie mit Ausgabe 21 eingestellt wurde. Er arbeitete außerdem an Marvel 2099 und an Thor mit.
Neben seiner Arbeit für Marvel verfasste er auch Comics für DC, Caliber und Image, wo er hauptsächlich für das Wildstorm-Studio arbeitete. Neben DV8 übernahm er die Serie Stormwatch, die er von #37 - 50 zusammen mit Zeichner Tom Raney betreute. Stormwatch wurde danach neu gestartet und lief 11 Ausgaben lang mit Ellis und Zeichner Bryan Hitch am Ruder. Danach wurde aus den Resten von Stormwatch The Authority gestartet, eine Serie um ein Superheldenteam, das aktiv gegen Bedrohungen vorging und am amerikanischen Comicmarkt einen Trend zu actionorientierten Serien auslöste, deren Handlungsaufbau an Hollywood-Blockbuster angelehnt war.
1997 startete Ellis die Serie Transmetropolitan, deren Rechte er zusammen mit dem Zeichner Darick Robertson für sich behielt und nicht, wie in den großen amerikanischen Comicverlagen üblich, an den Verlag abgab. Die Serie handelte von einem Gonzo-Journalisten namens Spider Jerusalem (nach dem Vorbild von Hunter S. Thompson), der in einem futuristischen Amerika um die Abwahl eines faschistoiden US-Präsidenten kämpft. Sie wurde größtenteils von der DC-Tochter Vertigo veröffentlicht und wurde über 60 Ausgaben zu einer der erfolgreichsten DC-Serien ohne Superhelden.
1999 begann Ellis mit Zeichner John Cassaday bei Wildstorm mit der Serie Planetary, die gängige Superhelden- und Pulp-Klischees aufgriff und auf ungewöhnliche Weise präsentierte. Außerdem hatte er einen kurzen Auftritt bei Vertigos Hellblazer, den er aber vorzeitig beendete, nachdem sich DC, kurz nach dem Columbine-High-School-Amoklauf weigerte, eine zuvor geschriebene Geschichte namens Shoot zu veröffentlichen, die eine ähnliche Thematik behandelte.
2003 erschien bei Wildstorm die 12-teilige Serie Global Frequency, aus der auch beinahe eine Fernsehserie entstanden wäre, die aber schon nach dem Pilotfilm eingestellt wurde.Warren Ellis beschreibt eine verdeckt arbeitende Nicht-Regierungs-Organisation basierend auf einem Smart Mob.Inzwischen ist der Pilotfilm über das Internet einer großen Fangemeinde zugänglich geworden. 2004 kehrte Ellis mit einem Zweijahresvertrag zu Marvel und damit zu den Mainstream-Superheldencomics zurück. Er übernahm Iron Man und Ultimate Fantastic Four.
Berüchtigt ist Warren Ellis mittlerweile dafür, das Superhelden-Genre mit Freude irgendwo zwischen Parodie und Modernisierung umzukrempeln. Seine Wildstorm-Kreationen werden mittlerweile gar als Ellis Universum bezeichnet. Auffällig ist, dass er dabei immer wieder bekannte Figuren aus den Universen von Marvel und DC persifliert oder als alternative Äquivalente präsentiert.
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Michael Herwig Schenk (* 7. Juni 1955 in Bonn) ist ein deutscher Fantasy-Autor.

Nach seinem Realschulabschluss 1972 in Bonn begann er eine Lehre zum Augenoptiker bevor er aus gesundheitlichen Gründen zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wechselte. 2006 veröffentlichte er den ersten Roman seiner Pferdelords-Reihe, einer auf 12 Romanen ausgelegten Reihe die der teils stark von J.R.R. Tolkiens Der Herr der Ringe inspirierten High Fantasy zuzurechnen ist. Nachdem der MIRA-Verlag die Serie nicht zu Ende führen konnte, beschloss er den Wechsel zum Arcanum Fantasy Verlag, was vorläufig eine Unterbrechung der regelmäßigen halbjährlichen Erscheinungsweise bedeutet. Er lebt heute in zweiter Ehe in Bonn und hat eine Tochter sowie zwei Söhne.

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Der Kinderautor Sam Enthoven wurde 1975 geboren und lebt heute im Norden Londons. Er studierte in Manchester und arbeitete 10 Jahre als Buchhändler, bevor er mit Black Tattoo seinen Erstlingsroman veröffentlichte.

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Biographie

Eine Vorstellung von Erik Schreiber

Lloyd Chudley Alexander starb am 17.05.2007 im Alter von 83 Jahren. Er wurde am 30. Januar 1924 in Philadelphia, Pennsylvania, Vereinigte Staaten von Amerika geboren, wuchs dort auf und lebte dort bis zu seinem Tod. Bereits mit drei Jahren lernte er lesen und interessierte sich seither für Bücher. Später erweiterte er sein Interesse auf klassische Musik und Zeichnen. Besonders angetan hatten es ihm die keltische und griechische Mythologie, die auch in seinen eigenen Werken ihren Niederschlag fanden. Wie bei vielen seiner Altersklasse war ein Buch über den sagenhaften König Arthus und die dazu gehörigen Heldensagen für ihn Meinungs bildend. Neben diesen Sagen beschäftigte er sich mit den Mabinogin, jener Sammlung klassischer walisischer Sagen, die später so viel Einfluss auf ihn ausübten. Nach seinem Highschool-Abschluss und einer kurzen Episode als Laufbursche bei einer Bank besuchte er das örtliche College. Bereits nach dem ersten Trimester verließ er das College und trat in die US-Army ein. Er wurde zuerst nach Wales zum militärischen Geheimdienst (Army Combat Intelligenz) versetzt, wo er wieder auf keltische und walisische Mythen traf. Lloyd Alexander, der neben spanisch und französisch sich im Selbststudium walisisch beibrachte, konnte so die Schauplätze seiner Heldensagen selbst besuchen. Die Kenntnisse seines Dialektes öffnete ihm in Wales viele Tore, so dass er seine Studien über diese Sagenwelt weiter vorantreiben konnte. Viele dieser Eindrücke verarbeitete er in seinen Büchern. Anfang 1945 wurde er nach Paris versetzt, wo er in der Gegenspionage arbeitete.
Nach dem Krieg besuchte er die Universität von Paris. Dort lernte er auch seine Frau Janine Denni kennen, die er am 8. Januar 1946 heiratete. Mit Tochter Madeleine zogen sie nach Pennsylvania in die Ortschaft Drexel Hill, wo seine Eltern lebten. Er arbeitet als Lektorat, Layouter und Herausgeber, Cartoonzeichner, Werbetexter, Grafiker, Übersetzer. Dabei schrieb er immer neben seiner Arbeit. Seine erste Veröffentlichung erfolgte jedoch erst sieben Jahre später, im Jahr 1955. And let the credits go war sein erster Erwachsenen-Roman. Zuerst schrieb er nur für die erwachsene Leserschaft. Berühmt wurde er jedoch erst, als er sich entschloss, für Jugendliche zu schreiben. Seither gilt er als Jugendbuchautor, obwohl er als Erwachsenen-Schriftsteller begann. Seine Jugendbücher sind aber so geschrieben, dass sie von Menschen jeden Alters gern gelesen werden. 1963 erschien der Jugendroman the time cat. Seine bekanntesten Bücher sind sicherlich die um den Schweinehirten Taran, der in den sechs Büchern, die Prydain-Chroniken, auftrat. Diese Romane begann er 1964. Mit dieser Reihe gelang ihm der internationale Durchbruch, denn die Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt. Die beiden ersten Teile waren die Vorlage für den 1985 von Walt Disney verfilmten Taran und der Zauberkessel. Die Romane setzen auf walisische Mythen und Märchen auf. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts veröffentlichte er einige in sich abgeschlossene Romane mit phantastischem Einschlag. Zu nennen sind einige Titel, in denen Katzen eine nicht unwesentliche Rolle spielten. the marvelous misadventures of sebastian, the cat who wished to be a man, the town cats and other tales.
Eine neue Trilogie die er in den achtziger Jahren veröffentlichte war die Westmark-Abenteuer. In dieser Reihe griff er nicht auf die walisischen Mythologien zurück, sondern erfand eine eigenständige Welt.
Lloyd Alexander war einer der Autoren, dem es gelang, Leser aller Altersklassen gleichermaßen anzusprechen.

Pseudonyme:

keine bekannt

Biographie

Erin Hunter ist ein Pseudonym, das von vier Autoren benutzt wird:
Cherith Baldry, Kate Cary, Victoria Holmes, Tui T Sutherland.
So kann auch der gewaltige Output an Büchern erklärt werden -  in den letzten fünf Jahren erschienen über 30 Bücher der Warrior-Reihe.

Pseudonyme: keine bekannt

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