Biographie

Michael Lawson Bishop wurde am 12. November 1945 in Lincoln, Nebraska geboren. 1967 machte er an der University of Georgia seinen Bachelor und anschließend noch den Master in Englischer Literatur. Von 1968-72 unterrichtete er in Colorado Springs US-Soldaten im Fach Englisch. Danach lehrte er an der University of Georgia. Ab 1974 widmete sich Bishop ganz seiner literarischen Karriere.

1975-1981 - Exotik / Anthropologie / Xenologie

Bishops Bücher von seinem ersten Roman A Funeral for the Eyes of Fire (1975) bis Under Heaven's Bridge (1981) (einer Gemeinschaftsarbeit mit Ian Watson) erzählen meist Geschichten von fernen Planeten und beschäftigen sich stark mit Fragen der Anthropologie bzw. - wenn der Autor Außerirdische beschreibt - der Xenologie. Die einzige Ausnahme hiervon stellen die zwei Urban-Nucleus-Bücher A Little Knowledge (1977) sowie Catacomb Years (1979) dar, in denen Bishop die Geschichte der Kuppelstadt Atlanta im 21. Jahrhundert erzählt. Alle vier erwähnten Bücher sind im selben Universum angesiedelt.

Ab 1982: Star Wars vs. anspruchsvolle Literatur

"Thomas Disch once referred to some of the most common science-fiction conventions - tropes, not weekend gatherings - as Dumb Ideas. He was alluding to aliens and telepathy in particular, I think, but may have had a whole gamut of such notions in mind, ranging from time travel to the Nietzschean superman concept. (...) He contended that SF would never escape from its perpetual adolescence if it failed to set aside these allegedly awe-inspiring concepts in favor of an approach yoking credible characterisation, a mature consideration of the impact of technology, and deliberately literate writing (as opposed to the humdrum journalistic style or pyrotechnic whiz-bang fustian, the other two camps into which it usually seemed to fall)."

"What does this have to do with (...) my shift from writing about aliens in off-world settings to writing about paleoanthropological topics? That shift occurred - as I now realize - about the time that Hollywood's version of what constitutes science fiction took the ascendancy in our popular culture. Rightly or wrongly, I wanted to reclaim it, at least in some of its literary manifestations, as a legitimate medium in which to examine age-old human concerns. I don't think I succeeded either in writing exemplary "mature science fiction" or in enlarging the niche for that kind of SF, but I tried. Others who tried (and succeeded far better than I) include Brian Aldiss, Ballard, Disch, Le Guin, John Crowley, Gene Wolfe, Kate Wilhelm, Kim Stanley Robinson, Paul Park, and even Bruce Sterling, alpha cyberpunk, who might well puke to find himself listed among these crypto-humanists. Well, too bad."

Ab Anfang der achtziger Jahre hatten alle weiteren Romane die Erde zum Schauplatz . Bishop vermutet rückblickend, dass er sich gegen das infantile Image abgrenzen wollte, welches die SF durch den Siegeszug von Star Wars im Bewusstsein der Öffentlichkeit bekam. Sein Themenspektrum weitete sich dabei erheblich aus. Neben zwei Romanen mit dem Schwerpunkt Paläontologie - No Enemy But Time (1982) und Ancient of Days (1985) -, verfasste er die Horrorkomödie Who Made Stevie Crye? (1984), einen Parallelweltroman über Philip K. Dick (Philip K. Dick is Dead, Alas; 1987), einen Fantasyroman über Aids und das Leben nach dem Tode (Unicorn Mountain; 1988), eine Superhelden-Persifflage (Count Geiger's Blues; 1992) sowie ein Buch über Frankensteins Monster als Baseballspieler (Brittle Innings; 1994).

Seitdem hat Bishop keinen phantastischen Roman mehr geschrieben. Allerdings erschienen in den letzten Jahren noch mehrere Story-Sammlungen sowie 2006 ein Band mit Essays und Aufsätzen.

"I felt, and still feel, that "Brittle Innings" represented a sort of pinnacle for me as a novelist. I accomplished in it almost exactly what I had hoped to, and but for one myopic review - in the worst possible place, The New York Times - it met with an almost ecstatic critical reception. Twentieth Century Fox optioned the book a couple of years in a row and then bought it outright, enabling us to put both our children through college, but the film has not yet been made - a blessing in disguise, I'm sure - and the book did not sell especially well. The suspicion that I could not top what I had done in Brittle Innings, along with three or four years with no financial burdens to speak of, blunted my ambitions as a novelist, which had almost always taken a back seat to my love for the short story in any case."

Michael Bishops Werke wurden bisher über 30 Mal für wichtige SF-Preise nominiert. Unter anderem wurden die Story "The Quickening" sowie der Roman No Enemy But Time mit dem Nebula-Award ausgezeichnet.

Seit einigen Jahren hat sich Michael Bishop wieder der akademischen Lehre zugewandt: Er ist writer-in-residence am LaGrange College, in der Nähe seines Hauses in Pine Mountain, Georgia. Seine Frau Jeri und er haben eine Tochter und zwei Enkelkinder. Der einzige Sohn des Paares, Christopher James Bishop, schuf u.a. die Titelbilder zu Michael Bishops Story-Sammlung Brighten to Incandescence sowie dem Essayband A Reverie for Mr Ray. Jamie Bishop wurde am 16. April 2007 beim Virginia-Tech-Massaker erschossen.

(Zitate aus: "In Prayer The Whisper Of The Void" An Interview with Michael Bishop by Nick Gevers; veröffentlicht in der Internet-Zeitschrift "Infinity Plus")

Pseudonym

Unter dem Pseudonym Philip Lawson erschienen zwei gemeinsam mit Paul di Filippo verfasste Krimis.

"I lack real patience, at least for the long haul, and prefer instant to delayed gratification."

"In fact, I had a secret ambition - unachieved - to write Le Guin-style off-planet tales with the ironic sensibility of Disch. My first novel, A Funeral for the Eyes of Fire, attempted that feat, as did my third, Stolen Faces, and my fourth, Transfigurations."

Vorgestellt von Wiebke Schiefelbein (ElvenArcher).

Biographie

Gregory Albert Benford und sein eineiiger Zwillingsbruder James wurden am 20. Januar 1941 in Mobile, Arizona geboren. 1967 erhielt er seinen Doktor in Physik von der Universität in San Diego und arbeitete dann bis 1971 am Lawrence Radiation Laboratory, er ging danach an die Universität in Irvine und wurde dort 1979 Professor der Physik. 1995 erhielt er den Lord Preis für seinen Beitrag zur Wissenschaft.

Bereits 1965 veröffentlichte er seine erste Science Fiction Geschichte "Stand In" und 1970 erschien der Debutroman Die Asche des Imperiums (Deeper than the Darkness). Ausgezeichnet wurde er bisher mit dem Nebula Award, dem John W. Campbell Award, dem Australian Ditmar Award und der United Nations Medal für Literatur.

Zur Zeit wohnt Dr. Benford in Laguna Beach, Kalifornien, neben seiner Arbeit als Schriftsteller ist er Berater für die NASA und Professor für Physik.

Pseudonyme:

Gregory Benford, Sterling Blake

Biographie

James Graham Ballard wurde als Sohn englischer Eltern in Shanghai 18.11.1930 geboren, wo sein Vater ein Textilgeschäft betrieb. Bis 1946 lebte die Familie in China, um dann nach England zu ziehen. Nach dem Medizinstudium in Cambridge entschied er sich, Schriftsteller zu werden. Seine Kindheitserlebnisse in China und seine Medizinkenntnisse fanden schnell ihren Eingang in seine Erzählungen. Seine erste Geschichte erschien im Jahr 1956. Nach vier Jahren in einem japanischen Kriegsgefangenenlager studierte er in Cambridge Medizin. Später diente er in der R.A.F. als Pilot.
Viele seiner Novellen stellen Anti-Utopien und Weltuntergangsszenarien dar. Die Ursachen dafür sind dabei meist unwichtig und werden oft nicht näher genannt. Ballard konzentriert sich stattdessen auf die verfallene Gesellschaft im Zeichen des Untergangs. Ein wiederkehrender Leitgedanke ist die Auseinandersetzung zwischen den Möglichkeiten einer rücksichtslosen Einzigartigkeit und der Resttreue gegenüber den verbliebenen gesellschaftlichen Normen.
Seine Novelle Crash (Crash) wurde 1996 vom kanadischen Regisseur David Cronenberg verfilmt, ebenso Empire of the Sun (Das Reich der Sonne) im Jahre 1987 unter der Regie von Steven Spielberg.

Pseudonyme

Keine bekannt

vorgestellt von Ulrich Blode

Biographie

Hayao Miyazaki wurde am 5. Januar 1941 in Tokio geboren. Seine Karriere machte er im Zeichentrick- und Comicgenre. Nach seinem Abschluss in Politischen Wissenschaften und Ökonomie an der Gakushuin Universität fing er 1963 mit den ersten Arbeiten bei einem Film- und Fernsehstudio an. Zwei Jahre später heiratete Miyazaki.

In den siebziger Jahren arbeitete er für fünf Jahre an der World Masterpiece Theater-Fernsehtrickserie mit. Miyazakis erste Regiearbeit war die Fernsehserie Conan, The Boy in Future (1978). Und in 1979 führte er Regie bei dem Film Lupin III: The Castle of Cagliostro.

1982 begann Hayao Miyazaki mit dem Manga Nausicaä (1982-1994) an, der 1984 verfilmt wurde. Der Erfolg dieses Films führte zur Neugründung eines Filmstudios, dem Studio Ghibli, wo Miyazaki seine weiteren Projekte schreibt, dreht und produziert. Zwei dieser Filme sind die von Kritikern gelobten und kommerziell erfolgreichen Princess Mononoke und Spirited Away.

Vorgestellt von Markus Wolf.

Biographie

Uwe Anton wurde 1956 in Remscheid geboren, wo er auch sein Abitur ablegte. In Wuppertal studierte er dann Anglistik und Germanistik. 1980 entschloß er sich dann, als freiberuflicher Autor und Übersetzer tätig zu werden.

Während seiner Schulzeit veröffentlich er schon seinen ersten Heftroman. Im Lauf der Jahre publizierte Uwe Anton ca. 60 Heftromane, einige Taschenbücher sowie rund dreißig Kurzgeschichten. Im Sommer 1998 wurde er, nach einigen Taschenbuchveröffentlichungen, in das Perry Rhodan-Team mit seinen Einstiegsroman Die Solmothen aufgenommen.

Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit übersetzte er Hunderte von Comics und viele angloamerikanische Romane aller Sparten, aber er veröffentlichte auch einige Fachartikel und Bücher über Star Trek, Donald Duck, Stephen King und Philip K. Dick.

1991 wurde seine an dem Städtischen Bühnen Münster das Tanztheater Willkommen in der Wirklichkeit nach seinen Buch uraufgeführt.

Pseudonyme

Carsten Braun, Logan Derek, Carsten Meurer, L. D. Palmer, Henry Quinn, John Spider

Verlagspseudonyme

Frank de Lorca, Robert Lamont, Dan Shocker, Olsh Trenton

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