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Zweimal Pluto und zurück

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Serie/Zyklus: ~
Titel: Zweimal Pluto und zurück
Originaltitel: The Rolling Stones (1952)
Autor: Robert A. Heinlein
Übersetzer: Edda Petri
Verlag/Buchdaten: Bastei-Luebbe 24311, 301 Seiten, ISBN: 3-404-24311-0

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Die Zwillinge Castor und Pollux (ihre Eltern hatten wohl eine Affinität zur griechischen Mythologie) machten bereits vor ihrem 18. Geburtstag einige Erfindungen, die sie zu Millionären machten. Rastlos, wie sie sind, beschließen sie, ein altes Raumschiff zu kaufen und dieses zu überholen. Ihre Eltern machen ihrem Treiben dann aber schnell ein Ende. Die darauf folgende Diskussion bewirkt jedoch, dass die ganze Familie Stone samt Kleinkind und einer sehr verschlagenen Großmutter gemeinsam ins All aufbricht. Doch bald gibt es die ersten Probleme: Wie gewöhnt man einen Säugling an die Schwerelosigkeit? Wie wird man die kleinen, süßen, aber sehr, sehr vermehrungswütigen Flachkatzen los? Und wie geht man bei einer Epidemie im Weltall vor? Castor und Pollux erleben mehr Abenteuer, als ihnen lieb ist.

Bei „Zweimal Pluto und zurück“ handelt es sich erneut um einen der berühmten Jugendromane von Robert A. Heinlein. Wieder bekommt der Leser eine sehr phantasievolle Geschichte geboten, die durchaus zu überzeugen versteht. Wahrscheinlich ist dieses Buch der humorvollste Roman des Autors überhaupt. Eine Reihe liebenswerter Figuren und viele witzige Nebenhandlungen machen den Roman zu einem sehr kurzweiligen Vergnügen. Da ist z. B. die Großmutter Hazel Stone, eine mit allen Wassern gewaschene Raumfahrerin, die schon so ziemlich jeden Beruf ausgeübt hat und größte Fürsprecherin der beiden Jungen ist. Von ihrem Sohn übernimmt sie das Schreiben eines Space-Opera-Fernseh-Serials und meuchelt alle Hauptfiguren, die sie noch nie leiden konnte. Eigentlich war der Sinn der Sache, dass Vater Stone von seinen Verpflichtungen frei für die Reise wird, aber die neuen Folgen liefen mit so großem Erfolg, dass sie einfach weiterschrieb. Heinlein-Kennern dürfte der Name Hazel Stone übrigens aus dem Roman „Der Mond ist eine herbe Geliebte“ bekannt sein. Er hatte wohl noch nicht alles über diese Figur erzählt.
Besonders bemerkenswert ist die Sache mit den Flachkatzen, denn diese Idee wurde mit sehr großem Erfolg in Star Trek übernommen. Die Flachkatzen waren letzten Endes Tribbles. David Gerrold bat Heinlein um seinen Segen und der erhielt dafür im Gegenzug eine signierte Kopie des Original-Skripts. Es gibt aber noch andere interessante Storylines in dem Roman. So beschließen die beiden Zwillinge, auf dem Mond Fahrräder zu kaufen und diese zum Mars zu bringen. Während des Flugs wollten sie die Fahrzeuge überholen, aber ein unvorhergesehenes Manöver machte es notwendig, Masse zu reduzieren, und die Räder mussten über Bord geschmissen werden. Allerdings blieb die Fracht auf dem Weg zum Mars und die Ware konnte später wieder geborgen werden. Das ist es, was den Roman so lesenswert macht: Es gibt gute Ideen, ein durchdachtes Plot und immer wieder Szenen, bei denen man sich denkt: „Ja, aus diesem Grund lese ich SF.“ Mich wundert nur, dass dieser Stoff noch nicht verfilmt wurde, denn die Geschichte ist ideal für einen Animationsfilm.
7 von 10 Punkten.

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