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Zeit endet (Sammelband)

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Reihe: Heyne Bibliothek der Science Fiction Literatur Band 82 (06/82)
Titel: Zeit endet
Originaltitel: The Wind from Nowhere; The Drought; The Crystal World
Autor: James G. Ballard
Übersetzung: Gisela Stege; Maria Gridling; Olivieri Berni
Verlag/Buchdaten: Heyne Verlag, München, 1991
ISBN: 3-453-04515-7

Eine Besprechung / Rezension von Andreas Schweitzer

Der britische Autor James Graham Ballard ist spätestens seit der Verfilmung seines Romans Das Reich der Sonne durch Steven Spielberg dem breiten Publikum ein Begriff. Unter SF-Fans hat er sich vor allem wegen seiner Endzeit-Romane wie Karneval der Alligatoren einen Namen gemacht. Der 82. Band der Bibliothek der Science Fiction Literatur aus dem Heyne Verlag vereinigt drei dieser Romane in einem Band.
Den Anfang bildet Der Sturm aus dem Nichts, der 1964 in der Heyne SF-Reihe erschien. In ihm schildert der Autor die Folgen eines globalen Sturmphänomens, dass immer mehr an Stärke zunimmt und die Menschheit quasi von der Erde fegt. Der zweite Teil, Die Dürre, handelt von der großflächigen Austrocknung der Erde, verursacht durch Umweltverschmutzung. In Die Kristallwelt verwandeln sich die Lebewesen durch ein kosmisches Ereignis in kristallähnliche Gebilde. Beide Romane sind ursprünglich beim Suhrkamp Verlag erschienen.

Ballard benutzt in allen drei Romanen die Katastrophe meisterhaft als Hintergrund für die Ausarbeitung seiner Protagonisten, die sehr menschlich wirken. Die Beschreibungen der Nachwirkungen der Ereignisse sind sehr eindringlich und verfehlen beim Leser nicht ihre Wirkung. Auch wenn man sich einen Sturm von fast 400 Stundenkilometern Geschwindigkeit nicht vorstellen kann, hat die Realität mittlerweile in Europa und anderen Kontinenten schon eine vage Vorstellung davon gegeben, wie so eine Katastrophe aussehen könnte. Auch wenn die Romane schon teilweise über vierzig Jahre alt sind, haben sie nichts von ihrem Flair verloren. Im Gegenteil, denn die Wirklichkeit hat sie teilweise schon fast eingeholt. Was in den 60er Jahren noch als phantasievolle SF galt, ist heute nicht mehr so abwegig.

Zeit endet ist ein mehr als gelungener Sammelband, der einen kleinen Einblick in die Arbeit von James G. Ballard gibt. Wie immer in dieser Reihe achtete man auf eine qualitativ hochwertige Zusammenstellung und rundete diese mit einigen bemerkenswerten Extras ab. In dem Fall von Zeit endet handelt es sich dabei um ein ausführliches Interview mit dem Autor, zwei interessante Essays über das Werk Ballards sowie einer Bibliografie. Sehr zu empfehlen.

Weitere Rezensionen von Andreas Schweitzer findet man unter http://www.acrusonline.de

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