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Startseite - Film - Fantasy - X-Men Origins: Wolverine
X-Men Origins: Wolverine
Film - Fantasy (F)

Titel: X-Men Origins: Wolverine
Originaltitel: X-Men Origins: Wolverine
Regie: Gavin Hood
Drehbuch: David Benioff, Len Wein
Darsteller: Hugh Jackman, Ryan Reynolds, Liev Schreiber, Dominic Monaghan, Lynn Collins, Danny Huston, Daniel Henney, Taylor Kitsch, Kevin Durand
Regie: Harry Gregson-Williams
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 106 min
USA 2009

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Um seiner düsteren Vergangenheit samt dem mordenden Bruder zu entfliehen, zieht sich Logan (Hugh Jackman) in die Einsamkeit der kanadischen Rocky Mountains zurück. An der Seite von Kayla Silverfox (Lynn Collins) findet er Ruhe und verspürt zum ersten Mal ein Gefühl von Harmonie. Doch die währt erfahrungsgemäß nicht lange: Sein Bruder Victor (brillant: Liev Schreiber), der wie Logan selbst über ein raubkatzenverbrämtes Zwitterwesen und  natürlich übermenschliche Kräften verfügt und an dessen Seite Logan lange Zeit für viel Blutvergießen sorgte, findet ihn und meuchelt Kayla. Getrieben von rasender Wut und dem Verlangen nach Rache, willigt Logan ein, sich von William Stryker (Danny Huston) durch ein Adamantium-Skelett in einen unzerstörbaren Kampf-Boliden verwandeln zu lassen - die Geburtsstunde von Wolverine. Logan ist allerdings nicht Strykers einziges Experiment.

Zwei Dinge machen dieses Sequel zum Highlight: Der smarte Hugh Jackman und die phantastisch anschaulichen CGI-Effekte, die vor allem in den Kampf-Choreographien, final vor der Szenerie eines gigantischen Atommeilers, mehr als nur unterhalten. Einstürzende Neubauten, fliegende Mutanten und explodierende Hubschrauber, was will man mehr? Vor allem, weil dahinter ein messerscharf kalkuliertes Marketing steckt: "Die X-Men fokussieren vor allem den jüngeren Geschmack, der sich aus verwandten Filmgenres wie Science-Fiction-, Mystery-, Action- und Horrorfilm zusammenschweißt.

Keine Frage, das X-Men-Universum ist derart mysteriös und komplex, überrascht mit unzähligen schrägen Charakteren, dass nach den Prequels (X-Men, X-Men 2 und X-Men: Der letzte Widerstand) kaum Zeit blieb, um überhaupt auf die Genese einzugehen. Da bot sich nach Abschluss der erfolgreichen Trilogie an, in einer Reihe von Spin-Offs ausführlicher auf die virulente Vita der einzelnen Charaktere einzugehen.
Die X-Men, die mondial agierende Meute von Comic-Superhelden, die in Comics des Marvel-Verlages auftraten, wurden von Stan Lee und Jack Kirby 1963 kreiert. Das ursprüngliche Team konnte allerdings keinen großen kommerziellen Erfolg erzielen, trotz der Arbeiten von Comicgrößen wie Roy Thomas und Neal Adams. 1975 wurden die X-Men von Dave Cockrum, Len Wein und Chris Claremont „relaunched“, wie man heuer so schön sagt. Die All New All Different X-Men fanden bald ihr Publikum und wurden zur erfolgreichsten amerikanischen Comicserie der 1980er und 1990er Jahre. Der Erfolg der Erstserie führte zum Start zahlreicher Nebenserien, vor allem der jüngsten Blockbuster. Übrigens: Fans von Spiderman und Co. sollten sich in Zukunft nicht wundern, wenn sich der Comic-Star bald durch den Space Mountain schwingt, denn der Walt-Disney-Konzern hat sich nun Teile von  Marvel Entertainment gekauft. Dann heißt es möglicherweise: Wolverine versus „Steal-Micky“

 

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