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Startseite - Film - Fantasy - Wolfhound (Volkodav from the Grey Hound Clan)
Wolfhound (Volkodav from the Grey Hound Clan)
Film - Fantasy (F)

Titel: Wolfhound
Originaltitel: Volkodav from the Grey Hound Clan, Wolfhound: The Rise of the Warrior, Wolfhound from the Tribe of Grey Dogs
Regie: Nikolay Lebedev
Drehbuch: Nikolai Lebedev, Maria Semyonova (Romanvorlage)
Darsteller: Aleksandr Bukharov, Oksana Akinshina, Aleksandr Domogarov, Igor Petrenko, Natalya Varley, Adrey Rudensky, Nina Usatova,
Laufzeit: 134 min
Russland, 2007

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Russland ist in den letzten Jahrzehnten nicht sonderlich berühmt für seine boomende Filmwirtschaft geworden, denn kaum eine Produktion erlangte internationale Ehren. Doch seit "Wächter der Nacht" dürfte inzwischen auch dem letzten Filmfreund bekannt sein, dass auch diese große Nation über genügend Filmschaffende verfügt, um Grandioses zu erschaffen, das auch internationalen Qualitätsansprüchen gerecht wird.

"Wolfhound" ist eine typische und sauber inszenierte Fantasygeschichte - ein sich rächender Schwertkampf-Freak, die schöne Prinzessin, viele Fieslinge, die es zu bekämpfen gilt, und ein herrlicher Hauch von Magie liegt in der kampfgeschwängerten Luft. "Wolfhound" - der bislang teuerste Film dieses Landes - legt die Qualitäts-Latte noch ein ganzes Stück höher und der anfänglich große Unterschied von russischen Filmen zu Hollywoodproduktionen schwindet glücklicherweise immer mehr.

Nicht nur gibt es hier das wohl längste Laserschwert der Filmgeschichte zu entdecken, der Film ist mit 10 Millionen US-Dollar auch eine der aufwändigsten Produktionen der Post-Sowjet-Zeit. Drei Jahre kostete es Regisseur Lebedev, den ersten Teil von Maria Semenovas russischer Bestsellertrilogie auf die Leinwand zu zaubern. Und er hat diesen slawischen Herrn der Ringe randvoll gefüllt mit klirrenden Schwertern, atemberaubenden Landschaften, eindrucksvollen Dekors, finsteren Druiden, wilden Kriegern, gefährlichen Sümpfen, erbitterten Kämpfen - und natürlich einer edlen Prinzessin (Oksana Akinshina aus Lilya 4-Ever).

Diese soll als Friedensstifterin zwischen zwei Königreichen durch gefährliches Territorium dem zukünftigen Bräutigam zugeführt werden. Zu ihrem Schutz wird der aus den Sklavenminen entflohene Krieger Wolfshund ausgewählt. Er ist der letzte Nachkomme eines einst barbarisch ausgerotteten Klans, eisern entschlossen, sein ermordetes Geschlecht zu rächen. Doch das Schicksal hat ihn noch zu einer weit gefährlicheren Mission auserkoren, von deren Erfüllung der Frieden und Fortbestand des Königreichs von Galirad abhängt ...

Im O-Ton, der russischen Sprache also, erleben die Figuren intensivere Authentizität, wie sie selten in Fantasy-Epen vorkommt. Die wundervollen Landschaftspanoramen und die in natura gebauten Holzkulissen bestärken diesen Eindruck. Genau so könnte es auch in unseren Gefilden ausgesehen haben, bevor es die ersten Steinbauten gab. Die CGI-Effekte sind ebenso maßvoll perfektioniert eingesetzt. Alles in Allem ein Filmvergnügen für die gesamte Familie.

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