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Startseite - Film - Horror & Mystery - Werewolf in Bangkok
Werewolf in Bangkok
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: Werewolf in Bangkok
Originaltitel: Werewolf in Bangkok
Regie: Wirote Thongsiew oder Viroj Thongsiew
Darsteller: Sink Dawksadao, Debbie Bazoo, Choosak Lamsook, u.a.
FSK: 12
Laufzeit: 90 min
Thailand 2005

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Endlich mal wieder ein durchgeknallter Film aus Thailand. Herrlich albernes Vergnügen auf beachtlichem Niveau, für Kinder und Genrefans wie geschaffen. Spaßvögel und Trashfans kommen hier schön auf ihre Kosten. Frank (Shoosak Thongsiew) ist ein unbekümmerter und liebenswerter Kerl, der fröhlich in den Tag hinein lebt. Freunde und Kinder hat er keine, aber eine süße Nichte namens Lilly, mit der er viel Zeit verbringt. Seinen Lebensunterhalt verdient er damit, gegen Geld den Müll anderer Leute einzusammeln. Eines Tages aber geschieht etwas Schreckliches: Frank wird von einem Werwolf gebissen, er schafft es aber zu entkommen und überlebt den Angriff. Doch von diesem Tag an mutiert er jedes Mal bei Halbmond zum Werwolf, aber zu einem ganz und gar anderen, als man erwarten würde. Ein packender Mix aus "American Werewolf", Asia-Action, tollen Spezialeffekten und Herz. Eine fantasievolle wie putzige Komödie, an der Jung wie Alt ihren Spaß haben werden.
Im Film gibt's ihn seit den 1940er Jahren, sein eigentlicher Ursprung liegt jedoch sehr viel weiter zurück: Der Mythos vom Werwolf, von Menschen, die sich bevorzugt in Vollmondnächten in reißende, wolfsähnliche Ungeheuer verwandeln, ist alt. So alt, dass schon antike Schriften über die Verwandlung von Menschen in Wölfe berichten. Besonders bemerkenswert ist die Doppelgesichtigkeit des Werwolfes. Bei "Wolf" mit Jack Nicholson zum Beispiel ist diese Dichotomie eine Metapher für seine Midlife-Crisis: eine Episode, in der es oft zu Umbrüchen oder auch "Verwandlungen" kommt. Legenden über Verwandlungen zwischen Mensch und Tier sind in der Geschichte sehr weit zurückzuverfolgen. Bereits Zwitterwesen in Höhlenmalereien lassen sich entsprechend interpretieren. Die ältesten schriftlichen Zeugnisse sind das Gilgamesch-Epos, in dem die Göttin Ishtar einen Schäfer in einen Wolf verwandelt. Aus der griechischen Literatur und den Metamorphosen des Ovid ist beispielsweise der griechische König Lykaon bekannt, der von Zeus in einen Wolf verwandelt wurde, da er und seine Söhne dem Gott Menschenfleisch vorsetzten. Plinius der Ältere berichtet in seiner Naturgeschichte von Menschen, die mehrere Jahre als Wolf leben, ehe sie wieder in ein menschliches Wesen zurückkehren, hält dies aber für pure Phantasie. Olaus Magnus warnte im 16. Jahrhundert in seinem Werk Geschichte der nördlichen Völker, es gebe seiner Ansicht nach im Norden sehr wohl Menschen, die sich besonders in der Julnacht in Wölfe verwandelten ...

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