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Weisser Mars

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Serie / Zyklus: ~
Titel: Weisser Mars
Originaltitel: White Mars
Autoren: Brian W. Aldiss
& Roger Penrose
Übersetzer: Uschi Kiausch
Verlag / Buchdaten: Heyne, 1999

Eine Besprechung / Rezension von Erik Schreiber
(weitere Rezensionen von Erik Schreiber auf fictionfantasy findet man hier)

Wie immer stehen die verschiedensten Absichten gegeneinander, wenn wirklich "Grosses" erreicht werden soll. Im Jahre 2035 wird der Beschluss gefasst, eine Mars-Mission zu starten. Beginnend mit diesem Beschluss werden Argumente, das Für und Wider, vorgetragen, um die Mars-Mission zu starten. Eine der Hauptfragen ist doch die: Ist die teure Mars-Mission wirklich nötig? Kann man diese Gelder nicht vielleicht besser dazu einsetzen, die Probleme der Erde praktisch vor Ort zu lösen? Soll der Mensch wirklich das Sonnensystem erobern? Soll der Mars verändert werden oder muss sich der Mensch ändern?

Eine Frage wird von den ersten Menschen auf dem Mars beantwortet. Sie verblüffen die Kontrollstation mit der Aussage, sie wollen nicht den Mars, sondern sich selbst ändern. Damit setzen die Raumfahrer eindeutige Zeichen. Auf der Erde wurde es inzwischen eng. Die Menschen kämpfen, im wahrsten Sinn des Wortes, um jedes bisschen Wohlstand. Eben wegen dieser Probleme, der Kluft zwischen Arm und Reich, zieht es viele, vor allem junge Menschen, zum Mars. Sie bilden eine neue, junge Gemeinschaft.
Wie auch in anderen Mars-Geschichten geben sie sich eine neue Verfassung. Nach einem Börsenkrach und den Zusammenbruch der Konzerne gibt es keine weiteren Flüge zum Mars. Die jetzigen Neu-Marsianer legen sich eine andere, neue Weltsicht zu. Neue Denkansätze sollen eingeführt werden.

Mit Weisser Mars wird eine Utopie des 21sten Jahrhunderts vorgestellt. Die Probleme unserer Gegenwart müssen nicht einmal überspitzt dargestellt werden. Wir müssen uns nur umsehen und sagen "Ja, das ist so." Auf dem bisherigen Weg der Entwicklung kann es nicht weitergehen. Dieser Meinung sind der Schriftsteller Brian W. Aldiss und der Physiker Roger Penrose. Sie brechen mit der irdischen Vergangenheit und hoffen in der Zukunft des neuen Mars eine ebenso neue Gegenwart einzusetzen. Die freie, aber unabdingbare Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten, die auf der Erde bestehen könnten werden auf dem roten Planeten gedanklich durchgespielt. Allerdings findet bei den beiden Autoren keine eindeutige Klärung. Eines klärt sich jedoch. Nicht die Technik bestimmt den Fortschritt, das einfache Zusammenleben muss sich grundlegend verändern um dem Fortschritt den Weg zu weisen. Stellenweise liest sich der Roman wie eine wissenschaftliche Abhandlung. Daher zählt für mich diese Erzählung eher zu einer gedanklichen Zukunftserzählung. Das heisst aber nicht, das der Roman unter einem Spannungsverlust leidet. Sehr empfehlenswert für Denker unter den Lesern.

Weisser Mars - Rezension von Christian Plötz

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