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Startseite - Film - Fantasy - Watchmen - Die Wächter
Watchmen - Die Wächter
Film - Fantasy (F)

Titel: Watchmen - Die Wächter
Originaltitel: Watchmen
Regie: Zack Snyder
Drehbuch: David Hayter, Alex Tse
Darsteller: Jackie Earle Haley, Patrick Wilson, Carla Gugino, Malin Akerman, Billy Crudup, Matthew Goode, Jeffrey Dean Morgan u. a.
FSK: 16 Jahre
Laufzeit: 155 min
USA, GB; Kanada 2009

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

Wieder einmal droht die Apokalypse, diesmal im Jahre 1985. Nachdem die heroischen „Watchmen“ stets versucht haben, den Globus zu retten, haben sie nun endgültig resigniert. Der „Comedian“ wird gemeuchelt, der Krieg betrifft demnach nicht nur das Menschlein, sondern auch das Alpha-Universum der bizarren Erdenretter. Durch den Sieg der USA in Vietnam mit Hilfe „Dr. Manhattans“ und der Unterstützung des skrupellosen und ultra-konservativen „Comedians“ ist Richard Nixon noch immer Präsident der USA. Ein Fakt, das die Welt nicht unbedingt besser gemacht hat. Und den nun bevorstehenden Atomkrieg zwischen Ost und West scheint niemand mehr abwenden zu können. So versuchen nach und nach die einzelnen „Watchmen“ auf ihre jeweilige Art dieser Katastrophe entgegenzuwirken; jedoch gibt es keinen Konsens, der tatsächlich zum Erfolg führen würde. Das Bündnis zwischen ihnen ist auch bereits lange zerbrochen und jeder einzelne kämpft für sich selbst. Als der vermeintliche Retter, der radioaktive „Dr. Manhattan“, sogar vor den aufgebrachten Menschen auf einen fernen Planeten fliehen muss, „Rorschach“, der unerbittliche Kämpfer für Gerechtigkeit, eingebuchtet wird, selbst der intelligenteste Mensch der Welt namens „Ozymandias“ wohl nur noch die eigene Süffisanz kolportiert, scheint der gute alte blaue Planet endgültig in das finale schwarze Loch zu stürzen.

Watchmen" hält sich insgesamt recht nah an den Comics, macht aber an einigen wenigen Stellen ein paar kleine Änderungen oder Kürzungen, die aber nicht sehr ins Gewicht fallen. Im Jahre 1986 erschienen die "Watchmen"-Comics als zwölfbändige Serie erstmals bei DC Comics, wurden mit zahlreichen Preisen überhäuft. Eine Verfilmung erschien seit jeher als unmöglich, zahlreiche Filmemacher scheiterten daran. Die Produzenten Lawrence Gordon und Lloyd Levin versuchen nun seit über 10 Jahren das Projekt auf die Leinwand zu bringen, konnten aber nie den geeigneten Mann für den Job finden. Terry Gilliam („Brazil“) war einer der ersten Regisseure, der sich an "Watchmen" versuchen wollte, ließ das Projekt aber fallen, da es ihm unverfilmbar erschien. Selbst der esoterische Kadren-König Darren Aronofsky ("The Fountain) konnte seine Vision nicht adaptieren, wie auch Paul Greengrass, der dann doch "Flug 93" favorisierte. Mit Zack Snyder, der vor zwei Jahren mit "300" begeisterte, war dann aber doch der richtige Mann gefunden, der die Comics selbst liebte und sich wagte, den verqueren Plot zu verfilmen. Das Resultat ist ein pittoresker, freakiger Bilderreigen, der eingefleischte Fans begeistern wird, comiceske Ignoranten hingegen in die Ratlosigkeit verbannt.

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