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Startseite - Film - Horror & Mystery - War of the Living Dead
War of the Living Dead
Film - Horror & Mystery (F)

Titel: War of the Living Dead
Originaltitel: Zombie Wars
Regie & Drehbuch: David A. Prior
Darsteller: Dean Chambers, Joel Klug, Jonathan Badeen, Jim Hazelton u. a.
Special Features: Bildergalerien
Laufzeit: 90 min
FSK: keine Jugendfreigabe
USA, 2006

Eine Besprechung / Rezension von Jean Lüdeke
(weitere Rezensionen von Jean Lüdeke auf fictionfantasy findet man hier)

.. die einen glaubten, dass ein Komet der Erde zu nahe gekommen war, die anderen, dass die Zeit abgelaufen sei! Die Toten hatten sich aus ihren Gräbern erhoben - und sie hatten Hunger, Hunger auf Menschenfleisch ... Nach Jahren des Krieges gegen die Zombies haben nur wenige Menschen überlebt. Sie verstecken sich und führen einen Guerilla-Kampf gegen den übermächtigen Gegner. David (Adam Stuart), der Anführer einer Rebellen-Gruppe, wird von Zombies gefangen genommen und zu einer Farm gebracht. Hier lernt er den wahren Horror kennen: Die Zombies züchten Menschen - um sie zu fressen. Er organisiert gemeinsam mit Star (Alissa Koenig) und Sliver (Jonathon Badeen) einen Aufstand der Gefangenen. Die Menschen gehen siegreich aus dem Gemetzel hervor, nur um zu sehen, dass ein noch schrecklicheres Geheimnis auf sie wartet ...

Keine allzu rosigen Aussichten für den schönen blauen Planeten: Ginge es nach diesem Gore-Streifen, haben in ferner Zukunft blutdürstige Zombiehorden die Herrschaft über die Menschheit übernommen: Nach Jahren des Krieges gegen die Zombies haben nur wenige Menschen überlebt. Sie verstecken sich, um einen Guerilla-Kampf gegen den übermächtigen Gegner zu führen. David (Adam Stuart), der Anführer einer Rebellen-Gruppe, wird von Zombies gefangen genommen und zu einer ominösen Farm gebracht. Hier lernt er den wahren Horror kennen: Die Zombies züchten hier nämlich Menschen, um sie zu fressen. Und so probt er gemeinsam mit Star (Alissa Koenig) und Sliver (Jonathon Badeen) den Aufstand der Futter-Opfer...

Mittelmäßige Zombiefilme sprießen zurzeit wieder wie Pilze aus dem Boden: Hier handelt es sich um einen handwerklich sauber inszenierten Trash, verbunden mit der gewohnten Söldner-Action.

Jeder kennt sie, alle fürchten sich vor ihnen und die wenigsten können ihnen etwas abgewinnen. Dennoch, das Zombiegenre hat den Horrorfilm massiv revolutioniert und gehört zu den ältesten Inhalten in diesem Genre. Niemand hat dieses so sehr geliebte Genre derart popularisiert wie Altmeister Georg A. Romero. Wer kennt ihn nicht, seinen Ur-"Zombie"? Dieser Splatter stellt eine einzige und einzigartige Satire auf die amerikanische Konsumgesellschaft und deren Einkaufsverhalten dar. Sagt man Zombie, brennt sich flugs der Name dieses Mannes in die Birne ein. Er hat uns Angst gelehrt, und gleichzeitig kokettieren wir mit seinen Blut-Epen. Zombies sind gleichsam eine politische Parabel: Außenpolitik wird im Film gerne über Aliens deriviert. Zombies sind bisweilen auch für die realen Bürgerkriegsszenarien verantwortlich. Das gilt vor allem für den zeitgenössischen Zombiefilm, wie ihn George A. Romero Ende der sechziger Jahre agitierte. Entweder wird am Umgang mit Zombies das Handeln von faschistischen Regimes oder Militärs unter den Bedingungen des Ausnahmezustands bildlich fokussiert, oder die putzigen Wesen selbst stellen allegorisch unangenehme Bevölkerungsteile dar: Konsumdebile, Rednecks, Junkies, Freaks, Kanalisationsbeheimatete oder Obdachlose. Kein Zweifel, dieses Genre treibt die seltsamsten Blüten überhaupt.

Eine zombieähnliche Gestalt tauchte schon 1920 im expressionistischen deutschen Stummfilm Das Cabinet des Dr. Caligari auf: Der somnabule Cesare begeht in tranceartigem Zustand wie ferngesteuert Verbrechen. Durch den Kontakt mit der haitianischen Kultur während der Besetzung Haitis von 1915 bis 1934 gelangten Zombies als Filmfiguren in die Produktionen US-amerikanischer Filmemacher. Der erste Film, in dem Zombies als solche ausdrücklich auftauchten, war Victor Halperins White Zombie von 1932 mit Bela Lugosi in der Hauptrolle.

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