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Fantasy Buch

Das Opfer (Die verborgene Stadt, Band 2)

Serie: Die verborgene Stadt, Band 2
Titel: Das Opfer
Originaltitel: Komandor voiny (2008)
Autor: Vadim Panov
Übersetzung: Matthias Dondl
Titelbild: Animagic
Buch/Verlagsdaten: Wilhelm Heyne Verlag ISBN: 978-3453527157, (12/2010); 576 Seiten; 9,95 €

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz (weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Seit Jahrhunderten sammeln sich in Moskau die Wesen untergegangener Kulturen. Einstmals herrschten sie mit großer Macht über die Erde, doch nun leben sie im Verborgenen und warten auf den Moment, in dem sie die Menschheit unterwerfen können. Tatsächlich ist die Gemeinschaft in drei Machtblöcke zerfallen, aber selbst mit geeinten Kräften würde es den alten Völkern kaum gelingen, die Menschen zu besiegen. So hält man den Status quo und macht sich das Leben so einfach wie möglich. Im Zuge dessen wurden bestimmte Zaubersprüche, die die gesamte Welt beeinflussen, verboten, doch der Kriegerfürst Bogdan macht sich daran, genau so einen Zauber zu wirken. Dafür muss er jedoch 21 Menschen rituell opfern und dies bringt zum einen Major Kornilow vom Moskauer Polizeipräsidium auf den Plan und zum anderen die Söldner des Schwarzen Hofs Artjom und Cortes. Letztere sollen sich für den Schwarzen Hof, eine jener Fraktionen, um dieses Problem kümmern und im Gegensatz zu dem Polizisten wissen sie auch, womit sie es genau zu tun haben. Allerdings wissen sie auch, dass jemand falsch spielt.

Im zweiten Band von Vadim Panovs Saga um die verborgene Stadt wird das Konzept der Reihe nun klarer. Im Mittelpunkt stehen der geniale Polizist Kornilow, der sehr wohl weiß, dass er nicht alles erklären kann, und der Söldner Artjom, der freischaffend für den dunklen Hof arbeitet. Beide verfolgen zumeist dasselbe Ziel und beide sind Menschen, die sich mit den Problemen herumschlagen, die Nichtmenschen verursacht haben. Dieses Konzept funktioniert sehr gut und der Autor erzählt seine meist actionreiche Geschichte mit viel (schwarzem) Humor. Wie schon im ersten Teil gibt es kein klares Weiß und Schwarz. Jeder hat seine Motivation und von seinen Motiven her ist Bogdan auch nicht böse. Doch letzten Ende muss das Unheil abgewendet werden und die beiden Helden gehen das auch sehr pragmatisch an. Die Geschichten über die verborgene Stadt stellen gelungene Urban-Fantasy-Romane dar, die kurzweilige Unterhaltung bieten und den Leser voll auf seine Kosten kommen lassen.
7 von 10 Punkten.

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