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Um jeden Preis / Auf Biegen und Brechen (HH, Bände 12+13)

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Serie / Zyklus: Honor Harrington, Bände 12+13
Titel: Um jeden Preis / Auf Biegen und Brechen
Originaltitel: At All Cost (2005)
Autor: David Weber
Übersetzung: Dietmar Schmidt
Verlag / Buchdaten: Bastei Lübbe

Eine Besprechung / Rezension von Rupert Schwarz
(weitere Rezensionen von Rupert Schwarz auf fictionfantasy findet man hier)

Nach einer dreijährigen Feuerpause kam es erneut zur militärischen Auseinandersetzung zwischen den Sternenreichen Republik Haven und dem Königreich Manticore. Die feindlichen Truppen der Haveniten überrannten an vielen Stellen die arglosen Royalisten und brachten den ganzen Staatenbund ins Wanken. Nach dem Sieg über Haven hatte man die Nachrüstung vernachlässigt und übersehen, dass der Feind heimlich neue Flotten gebaut hatte. Allerdings war es eine dritte Macht, die großes Interesse daran hegt, dass die beiden größten Mächte auch weiterhin im Krieg liegen, auch wenn inzwischen für beide Seiten klar geworden ist, dass sich ein so gewaltiger Krieg im Weltraum gar nicht gewinnen lässt, weil man nicht alle Systeme sinnvoll verteidigen kann. Und genau darauf zielt der neue Auftrag von Admiralin Honor Harrington ab: Sie soll im Hinterland des Feindes in wenig gesicherten Systemen für Unruhe sorgen und so den Gegner zwingen, Kräfte im Hinterland zu stationieren, die nicht mehr an der Front kämpfen können. Diese Taktik geht besser auf als erwartet, doch das Ergebnis ist ein anderes, als das Sternenreich Manticore anstrebte: Die Führung von Haven sieht den politischen Rückhalt schwinden und sucht nun, auch wenn es das Letzte ist, was man wollte, den schnellen Sieg durch eine Eroberung des Heimatssystems des Gegners. Ein Sieg dort würde den Krieg beenden, doch kein System ist stärker gesichert und die Schlacht würde alles Vorangegangene in den Schatten stellen. Kann dieser Angriff noch durch Friedensverhandlungen verhindert werden?

Leider geht der Romane ähnlich weiter, wie der bereits misslungene Vorgängerroman. Man fragt sich, warum Autor David Weber nicht nach dem Ende des ersten Krieges einfach Schluss gemacht hat, anstatt zwei neue Romane nachzuschieben. Er erzählt wirklich nichts Neues, sondern nur Variationen dessen, was der Leser in den vorangegangenen Geschichten bereits gelesen hat. Dabei wäre es durchaus möglich gewesen, die Geschichte um Honor Harrington auf anderen Ebenen zu erzählen, denn das beschriebene Universum ist reichhaltig und fundiert erdacht. So aber bekommt der Leser nun einen zweiten Aufguss, wenn auch die Dimensionen gewaltiger geworden sind. Wirklich auffallend ist das wechselnde Tempo des Romans: Da wird über viele Seiten beschrieben, wie sich Honor Harrington auf ihre Mission vorbereitet, und dann, im nächsten Kapitel, wird schnell beschrieben, wie sie ein System einnimmt. Nicht, dass ich diese Szene länger hätte haben wollen - im Gegenteil, hier passte im Gegensatz zum Rest das Tempo -, der abrupte Tempowechsel kam aber doch nach den langatmigen Stellen recht überraschend. Zum Glück weist der Roman ab diesem Punkt ein deutlich flotteres Tempo auf, und streckenweise kann der Autor auch an seine alten Erfolge anschließen. Wer aber geglaubt hatte, die Saga um Honor Harrington habe nun ein Ende gefunden, der wird enttäuscht. Am Ende des Romans ist gar nichts geklärt, und ein weiterer Band wird wohl kommen, auch wenn er bislang noch nicht angekündigt ist. Und am Leser nagt der Zweifel, ob der Autor sein großes Werk jemals zu einem sauberen Ende bringen wird.
6 von 10 Punkten.
 

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